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wissenschaftlichen Bemühung vorleuchte; sie soll für jedes Gebiet in dem weiten Reiche derLiteratur eine Art allgemeiner Neisebeschreibung sein, in welcher alle Entdeckungsvcrsuche,alle Verirrungen und Ausschweifungen der Erkenntniß ausgezeichnet sind; kurz, sie soll zurKenntniß der verborgensten Gänge deS menschlichen Geistes auf dem Wege zur Wahrheitwie zum Jrrthume, der verschiedenen Anstöße, durch welche sich die Wahrheit durchkämpfen,der verschiedenen Wege und Gestalten, die sie durchwandern muß, um eine allgemeine Er-leuchtung unter den Menschen verbreiten zu können, die Einsicht verschaffen. Demnach mußsie das Allgemeingültigc und Höchste darstcllen, was die in den Wissenschaften schaffendenGeister in der Zeit hcrvorgebracht haben, und zeigen, wie man durch die wiederholte Offen-barung der freithätigen Vernunft eine Lösung der Aufgabe aller Wissenschaft versuchte.
Literar) klllltl 8l»eiet), ein Verein in London zur Unterstützung hülfsbedürfliger,durch Krankheit oder widrige Lebensschicksale bedrängter talentvoller Schriftsteller, ihrerFamilien und Hinterlasscnen, wurde zuerst >773 in einer literarischen Gesellschaft durchDav. Williams angeregt; doch hielt man ein solches Unternehmen, wie dies selbst Benj.Franklin, der Präsident der Gesellschaft, aussprach, für zu schwierig, um sofort an die Aus-führung zu gehen. Jndeß schon 1788 kam man in Folge einiger trauriger Wahrnehmungen,daß sehr begabte Schriftsteller als Opfer ihrer Armuth sielen, auf die Sache zurück, die nunmit Ernst angegriffen wurde. Am 18.Mai 17S<> constituirte sich der Verein, der sehr baldgroßeTheilnahme und Unterstützung fand, sodaß er seine wohlthätigeWirksamkeit beginnenkonnte. Eine Acte Georg's lll. bestätigte 1818 dessen Statut. Die königlichen Prinzenwurden Patrone und die angesehensten Staatsmänner und reichsten Privaten Mit-glieder derselben. Zm Besitz eines bedeutenden Stammvcrmögens, welches sich durch denErtrag der bei der jährlichen Hauptversammlung veranstalteten Sammlung mehrt, ist erim Stande, jährlich 2000 Pf. Sterling zu vcrtheilen und so sehr oft die Thränen ausge-zeichneter Schriftsteller und ihrer Familien zu trocknen. Was den Werth dieser Gabennoch erhöht, ist, daß der Name Dessen, der Unterstützung findet, nur zur Kenntnis der Vor-steher des Vereins gelangt.
Literatenverein. Nachdem seit >840 eine Annäherung und ein regelmäßiger Ver-kehr unter einem Theile der leipziger Schriftsteller stattgefunden hatte, wurde der Versuch,einen für die Literaturinteressen wirkenden Verein derselben zu bilden, im Anfänge desI. 1842 erneuert und am 28. Jan. 1842 der Litcratenverein begründet, der >845I2S Mitglieder zählte, worunter 51 auswärtige. Der Zweck desselben ist, gemeinsameBesprechung aller das Gesammtinteresse der Literatur und des Literatenstandes betreffendenVorkommnisse und Verhältnisse in persönlichen Zusammenkünften, die Wahrung allge-meiner Rechte und der Rechte der Einzelnen, wenn sie von Gewicht für das Allgemeinesind. Da der Verein übrigens weder in literarischer noch politischer Hinsicht eine Wirksam-keit als Corporation ansprechcn will, so beschränkt sich seine Thätigkeit in allen den Fällen,wo öffentliche Schritte im Interesse der Literatur erfoderlich scheinen, darauf, die Vorbe-reitung derselben zu vermitteln. Die Thätigkeit des Vereins, über welche zur Zeit vier„Jahresberichte" veröffentlicht worden sind, hat sich hauptsächlich kund gegeben in Vorbe-reitung mehrer an die Ständevcrfammlung des Königreichs Sachsen vom I. >842—13gerichteten Petitionen, welche sich auf die seitdem zu Gesetzen erhobenen Entwürfe einesPreßgesetzes und eines Gesetzes über literarisches Eigenthumsrecht bezogen und von denennamentlich die letztere nicht ohne wesentlichen Einfluß auf die von den Kammern be-.schlossenen und von der Regierung genehmigten Modifikationen des Entwurfs geblieben >ist; ferner in Gründung eines Unterstützungsfonds für hülfsbedürftige Schriftsteller, dessenVermehrung hauptsächlich durch die Erträge mehrer in jedem Winter theils von Mit-gliedern des Vereins, theils von Andern veranstalteten literarischen Abcndunterhaltungcnerfolgt; in Verfolgung des Journalnachdrucks, theils durch öffentliche Bekanntmachungvorgekommener Fälle, theils durch Entwerfnng eines Planes zu einem Vereine deutscherNcdactorm gegen solchen; in Vorbereitung des Projccts der Errichtung von Schiedsge-richtsvereinen für literarische Nechtsstreitigkeiten; in Gründung einer Vercinsbibliothek,hauptsächlich zur Ansammlung der Schriften über Presse, Autorrecht, Nachdruck u. s.w.;endlich inEntwerfung des Planes zuBildung von Zweigvereine» in den größer« deutschen