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9 (1846) Ligny bis Mösien
Entstehung
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18
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IS Linie Link

slaw. Dialekte, einen festem Boden und größere Bedeutsamkeit gewonnen hat. Linguistheißt daher Derjenige, welcher sich mit Forschungen über den Ursprung, die Bildung undVerwandtschaft der Sprachen beschäftigt, ein Sprachkenner.

Linie bezeichnet in der Mathematik die Ausdehnung in die Länge ohne Breite undDicke. Die Linien sind entweder gerade oder krumm; die geraden Linien nennt man auchLinien der ersten, die krummen aber Linien der zweiten oder einer höhern Ordnung, je nach-dem sie durch Gleichungen des zweiten oder eines höhern Grades dargestellt werden. Zuden Linien der zweiten Ordnung gehören blos die sogenannten Kegelschnitte. (S. Kegel.) In der Geographie und Schiffahrtskunde versteht man unter der Linie den (irdischen)Äquator, daher der Ausdruck: die Linie passiren. Auch bezeichnet das Wort Linie einLängenmaß, nämlich den zehnten oder zwölften Theil eines Zolls, je nachdem die Decimal-oder Duodecimaleintheilung gebraucht wird. In der Taktik heißt Linie diejenige Auf-stellungsart der Truppen, bei welcher sie lange gerade Reihen von sehr geringer Tiefe, dieFront gegen den Feind gewendet, bilden, und es gibt sowol Infanterie- wie Cavale-rielinien, Tirailleurlinien u. s. w. Wird diese Aufstellung den folgenden Evolu-tionen zum Grunde gelegt, so saßt man die dahin gehörenden Lehren unter der Linear-taktik zusammen, der die Massentaktik gegenübersteht. Linientruppen heißen diejeni-gen, welche dem Feinde im freien Felde entgegengehen, im Gegensah der zur Besetzung derFestungen oder zu andern Zwecken verwendeten Truppen. (S. auch Linienschiff.) Inder Befestigungskunst bezeichnet Linie zunächst die einzelnen Theile eines Festungswerks,z. B. eine Face, eine Courtine, oder eine Flanke; zu einer solchen Festungslinie rechnetman nicht blos den Wallgang und die Brustwehr, sondern auch den vorliegenden Graben.Nächstdem nennt man aber auch Feldverschanzungen, sie mögen unter sich vollständig zu-sammenhängen oder abgesondert nebeneinander liegen, befestigte Linien oder auch blosLinien. Sie unterscheiden sich von verschanzten Lagern (s. d.) hauptsächlich dadurch,daß sie eine größere Frontlänge decken sollen als die letztem, deren Zweck vorzüglich dieDeckung eines innern Raums ist. Diese Linien haben selten einen entschiedenen Werth, dasie eine große Menge Truppen zur Verlheidigung erfodern und doch umgangen werdenkönnen. Die Stollhofner Linien im span. Erbsolgckrieg im J. 1703, die LinienvonTorresVedras imZ. >811 verlheidigten sich siegreich; dagegen fielen die W eis-senburgerLinienimJ. 1793 nach hartnäckigem Kampfe. In der Genealogie ver-steht man unter Lini e eine Reihe voneinander abstammender Personen.

Linienschiff, Nangschiff oder Schiff von der Linie nennt man ein Schiff,welches befähigt ist, sich vermöge der Anzahl seiner Geschütze und der Stärke seiner Be-mannung in die Schlachtlinie zu stellen. Selten nur wird ein Linienschiff einer Convoy,wozu man lieber Fregatten erwählt, mitgegcben, häufig dagegen ist es auf Hauptstationenbeschäftigt. Ein Linienschiff muß gut segeln, steuern und wenden, namentlich aber die Ka-nonen der untersten Batterie, die die schwersten find, auch noch bei stürmischem Wetter ge-brauchen können. Man hat Linienschiffe von 60120 Kanonen, bei verschiedenen Natio-nen in verschiedene Rangordnungen getheilt; die Santissima Trinidada Spaniens, diebei Trafalgar focht, hatte sogar 140 Geschütze. England hat so viel Linienschiffe als diegesammten übrigen europ. Mächte.

Liniensystem heißen in der Musik die fünf übereinander gezogenen Parallellinien,auf und zwischen welche die Noten nach ihrer verschiedenen Höhe oder Tiefe gestellt werden.Ehedem hatte man nur drei oder vier, für die Laute aber sechs Linien.

Link (Heinr. Friedr.), Geh. Medicinalrath, Professor und Director des botanischenGartens an der Universität zu Berlin, geb. zu Hildrshcim am 2. Febr. 1769, besuchte dasAndreanum seiner Vaterstadt und seit 1786 die Universität zu Eöttingen, wo er Medicinstudirte und 1788 einen Preis erhielt. Nachdem er 1789 als Doetor der Arzneikunde yro-movirt hatte, wurde er 1792 ordentlicher Professor der Naturgeschichte, Chemie und Bo-tanik zu Rostock. ImJ. 1797 begleitete er den Grafen von Hoffmannsegg (s. d.) aufdessen Reise nach Portugal. Hierauf war er seit 1811 Professor der Chemie und Bota-nik an der Universität zu Breslau, bis er 1815 dem Rufe nach Berlin folgte. Als Schrift-steller hat L. nach mehren Richtungen gewirkt. Seine botanischen Werke sind Beweise ge-