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9 (1846) Ligny bis Mösien
Entstehung
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15
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Lindpaiutuer Lindwurm 15

mehre Sprachen übersetzte WerkMac Benac, er lebet im Sohn, oder das Positive derFreimaurerei" (Lpz. 1817), das ikm sehr viele Feinde unter den Freimaurern und den Vor-wurf zuzog, daß er meineidig geworden sei, was L. damit ablehnt, daß er behauptet, nichtsverrathen zu haben, was man nicht längst gewußt, und durch seinen Eid sich zu nichts ver-pflichtet zu haben, was seinen früher übernommenen Verpflichtungen zuwider sei.

Lindpailltner (Pet. Zos.), Hofkapellmeister in Stuttgart; einer der vorzüglichstenInstrumental- und Operncomponisten der neuern Zeit, wurde 1791 zu Koblenz geboren,wo sein Vater als Tenorsänger am Hofe des Kurfürsten Clemens Wenzcslaus angcstelltwar. Nach der Säcularisation folgte er dem Vater nach Augsburg, wo er nun bis in sein16. Jahr das katholische Gymnasium besuchte. Für die Musik, die er als Ncbenstudiumtrieb, zeigte er indeß bald so viel Neigung und Talent, daß ihn der Kurfürst nach Münchenzu weiterer Ausbildung unter Winter's Leitung sendete. Dort schrieb er seine erste OperDemophoon" und mehre kirchliche Compositionen. Eben war er im Begriff, durch Ver-mittelung seines Gönners nach Italien zu gehen, als diesen ihm der Tod entriß. Er nahmnun die ihm aufgetragene Stelle eines Musikdirectors am Jsarthortheater an, und wolhatte der Antrag einer solchen Stelle in einem Alter vcn 20 Jahren, sowie der Beifall, denseine leichteingänglichen, aber oberflächlich enCompositionen fanden, sehr verführerisch auf ihnwirken können, wenn nicht die ernste Mahnung eines ältern Freundes ihm zu guter Stundegekommen wäre. Nach der glänzenden Aufnahme einer Ouvertüre trat derselbe dem jun-gen Künstler mit scharfem, rücksichtslosem Tadel entgegen, und mit so gutem Erfolg, daßdieser in sich ging und mit festem Muthe und dem beharrlichsten Fleiß unter des tüchtigen'Contrapunktistcn Graz's Leitung der Vollendung seiner zu früh unterbrochenen Studienfortan sich widmete. Seine Stelle in München behielt er bis 1819, wo er nach Stuttgartberufen wurde. Ist L. auch, was Kraft und Originalität der Erfindung, Tiefe der Wissen-schaft betrifft, den Ersten und Höchsten seiner Kunst nicht beizuzählen, so ist er doch jeden-falls eines der fruchtbarsten, leichtschaffenden Talente und überhaupt einer der gewandte-sten praktischen Musiker. Unbestreitbar sind vor Allem seine Verdienste uni die Instrumen-talmusik. Nicht nur wird sein« Kapelle MtKsifcnfreMrchsten Orchestern Deutschlands auf-gezählt, sondern Tk^at auch dem Jnstrumentspiclc wahren Vorschub geleistet dadurch, daßer ausübende Künstler mit Compositionen versorgte, die als für den Concertvortrag berech-net, zwar überhaupt einen nur untergeordneten Rang anzusprechen, aber doch weit mehrkünstlerischen Kern und schöne gerundete Form haben, als an gewöhnlichen Virtuvsencom-positionen, namentlich für die in dieser Hinsicht von den Componisten noch immer stiefmüt-terlich genug behandelten Blasinstrumente, zu rühmen ist. Er hat eine große Anzahl Jnstru-mentalwerke, Ouvertüren, Solostücke und concerürende Symphonien für Blasinstrumenteu. dgl. geschrieben, die nicht durch Großartigkeit und Gewicht des Gedankens, desto mehrdurch ausgebildete Form, Klarheit und Flnß der Ausführung und durch reizvolle, muster-hafte Instrumentation sich Hervorthun. L. ist ein productives Talent, das aus dem reichenSchatze des Vorhandenen neue Formen und Kombinationen zusammenstellt, ohne den Stoffselbst wesentlich zu mehren, oder der Kunst neue Bahnen zu erschließen. Daher ist es ganzerklärlich, wenn von der großen Zahl seiner Werke, die in den nähern Bezirken seines Wir-kens allgemein bekannt wurden, nur wenige eine weitere Verbreitung, namentlich im nörd-lichen Deutschland, fanden. Es gilt dies hauptsächlich von seinen Opern, deren er eine nichtgeringe Zahl geschrieben hat, und von denen außer dem BalletJoco" nurDer Vampyr"eine ausgebreitetere und längere Geltung, doch ebenfalls hauptsächlich nur in Süddeutsch-land, sich erwarb. Später wurde nochDie Genueserin" in Wien, und in neuester ZeitDie Sicilianische Vesper" i» Stuttgart mit Beifall gegeben. Auch verschiedene kirchlicheWerke, Oratorien, Messen, Psalmen u. s. w. und eine Instrumentation zu Händel'SJudas Maccabäus" hat er geschrieben, die aber wol vorzugsweise oder ausschließend ineine frühere Lebensepochr fallen.

Lindwurm, ein erdichtetes Ungeheuer, welches, gleich dem Drachen, dem VogelGreif u. s. w., in den alten Rittergcschichten eine Rolle spielt, wird als eine Art Drache,Krokodil, oder auch als eine große vierfüßige, geflügelte Schlange beschrieben. Einen sol-che« soll der Ritter St.-Georg (s. d.) erlegt haben.