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9 (1846) Ligny bis Mösien
Entstehung
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10 LindVerg Linde (Justin TiuioLkenS Balthasar von)

schiffahrtverbindung. L. soll aus dem alten gegen die Mndrlicicr erbauter (lastrum 7'iberüentstanden sein; nach Andern wurde es erst im > I.Jahrh. erbaut. Bereits km 13.Jahrh.war es freie Reichsstadt; 1803 kam es an Ostreich und wurde em Fürstenthum, 1806aber an Baiern.

Lindberg (Jak. Christian), einer der eifrigsten und gelehrtesten Vertheidiger despositiven, kirchlichen Christenthums in Dänemark, geb. zu Ripen in Jütland 1797, be-schäftigte sich auf der Universität nächst der oriental. Literatur, durch deS Bischofs MünterRath und Vorbild angetrieben, zugleich mit Numismarik und Epigraphs; auch lernte erdie Form- und Holzschneidcktmst, um selbst die Figuren zu seinen antiquarischen Arbeitenfertigen zu können. Ausgezeichnete Proben seiner Studien lieferte er in seinen Unter-suchungen über die pun. Münzen von Concana inden,MsceIKi,sis Iiavniensibus" (Bd.2,Hst. 2), in seiner DoctordifsertationDe inscriptiono mslitsn-i pkmenico - grssc»"(Kopenh. t828), in den Beiträgen zu Falbe'sBeschreibung des alten Karthago" und ineiner Reihe trefflicher Abhandlungen über kufische und buidische Münzen in denAnnalerfor nordiskOldkyndighed"(!81213)und denUömoires <io la sociele royale «Issonti-qusires cku norck" (1810 13). Unter seinen Arbeiten zur Förderung des hebr. Sprach-studiums zeichnet sich besonders seineHebr. Grammatik" (Kopenh. l828) durch einereiche lBeispielsammlung der Formen aus. Auch war er ein fleißiger Mitarbeiter an dervon Grundtvig undRudelbach herausgegebenenTheologisk Maancdsfkrift" (l 82528).Die Sache des symbolisch-historische» CbristenthumS führte er mit großer Wärme undEinsicht, in einem edeln povulaircn Stil und mit einer für eine» Theologen seltenenKenntniß der ganzen dän. Gesetzgebung in einer Reihe kleinerer und größerer polemischerSchriften, unter welchenWas ist Christenthum in Dänemark" (i 820) undBeleuchtungdes Urtheils des königlichen Oberlandesaerichts in der Grundtvig'schen Sache" (1826)besonders hervorzuheben sind. Eine andere Broschüre über den obwaltenden kirchlichenStreit verwickelte ihn 1829 in einen Tendenzproceß, der aber 1830 damit endigte, daß derGeneralsiscal, welcher die Sache für die Regierung führte, abgewiesen, L. hingegen freigc-sprochen wurde Die von ihm 1832 gegen den Prediger Visby als falschen Lehrer erhobeneAnklage zog ihm einen zweiten Proceß zu, dessen Ausgang der war, daß die Klage formellals Injurie betrachtet und auf das Reale nicht eingegangen wurde. Die von L. heraus-gegebeneNordischeKirchenzeitung" (1833 10 ) enthält nicht nur überhaupt unentbehr-liche Beiträge zur Darstellung des vielbewegten'kirchlichen Lebens in jener Zeit, sondernmehre höchst werthvolle dogmatisch-kritische Abhandlungen, ;. B. über die Schöpfung,über den Sündenfall, über die Höllenfahrt Christi und die Predigt vor den Geistern imGefängnisse, von seiner Hand. Von seiner neuen Übersetzung der Bibel sind nur siebenHefte (183713) erschienen. Im I. 1811 wurde er als Prediger zu einer Gemeinde aufder Insel Falster berufen.

Linde, eine Gattung meist sehr großer Waldbäume aus der Familie der Tiliaceen,kommt in Deutschland in zwei Arten vor. Die Winter- oder Steinlinde (die klein-blättrige Linde) wird an 100 F. hoch, erscheint aber auch in Zäunen als Busch und unter-scheidet sich von der folgenden durch unten ziemlich glatte und übrigens kleinere Blätter,außerdem durch fast ungerippte Früchte. Die wohlriechenden honigreichen Blüten geltenim Aufgusse getrunken als schweißtreibendes, krampfstillendes Mittel, das weiche, weißeHol; hat eine gewisse Zähigkeit und empfiehlt sich zu einer Menge von Schreiner- undDrechslerarbeiten. Die Sommer- oder Wasserlinde,(die großblättrige Linde) kommtin Norddeutschland nur angepflanzt vor, ist aber schon in Ostreich ein gemeiner Waidbaum,blüht um 23 Wochen früher als die erstgenannte und hat ein weicheres Holz als dieselbe.Sie wird sehr alt und bildet dann hohle Stämme von außerordentlichem Umfange- IhreBlüten liefern den Bienen einen sehr aromatischen Honig (Lindenhonig) und dienen,sonst wie diejenigen der ersten Art. Beide zerfallen in mehre Spielarten. In Gartenanlagenfindet man häufig die amerikanische Linde, die aus Nordamerika stammt, und die inUngarn und der Türkei einheimische Silberlinde angepflanzt.

Linde (Justin Timotheus Balthasar von), Geh. Staatsrath und Universitätskanzlerio Darmstadt, geb. zu Brilon im Herzogthume Westfalen am 7.Aug. 1797, studirte in