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9 (1846) Ligny bis Mösien
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Ligurische Republik Liliaceen 5

noch nördlich desselben saßen im cisalpinischen Gallien (s. d.) a» den cottischen Alpen Li-gurier, die Tauriner; auch hatten sich ligur. Stämme beim Sinken der etrurischen Machtim nördlichen Etrurien verbreitet. Die letzter«, sowie die Bewohner der Seeküste, wurdenvon den Römern schon zwischen dem ersten und zweiten pun. Kriege ziemlich unterworfen;gegen die übrigen aber, namentlich die Bewohner der Seealpen und Apcnninen, hatten sieüber 50 Jahre zu kämpfen, ehe die Unterwerfung, nach >50 v. Ehr., beendet wurde. AlsLandesname erhielt Ligurien erst durch Augustus, der die neunte Region Italiens so be-nannte, scharfe Grenzen; nämlich westlich gegen das narbonensische Gallien hin den FlußVarus (Bar) und die Alpen bis zum Berg Vesulus (Biso), nördlich gegen das transpada-nische Gallien den Padus (Po) bis gegen Placentia (Piacenza), östlich gegen das cispada-nische Gallien einen Zweig des Apennin am Fluß Trebia, und gegen Etrurien den FlußMacra, der im Osten des Portus Lunä (Golfo di Spezia) mündet, südlich das Meer. Andiesem lagen Nicäa (Nizza) und Portus Hcrculis Monöci (Monaco), massilische Nieder-lassungen, und Genua; im Innern Dertona (Tortona), Aquä Statiellvrum(Acqui), Po-lentia (Pollenza) und Asta (Asti). Als Producte des Landes waren Vieh, Holz, Marmorbedeutend; die Einwohner werden als trügerisch und räuberisch, zugleich als unverdrossenund genügsam, kräftig, gewandt und tapfer geschildert; als treffliche Krieger, namentlichfür den leichten Krieg, waren sie von den Karthagern, denen Ligurer in dem sicil. und demersten pun. Kriege für Sold dienten, und später von den Römern geschätzt.

Ligurische Republik nannte sich die Republik Genua (s.d.), als dieselbe 1787während der franz. Invasion ihre aristokratische mit einer demokratischen Verfassung ver-tauschen mußte. Der genues. Staat hatte bei den Eroberungen Bonaparte's in Italienund der Bildung neuer Freistaaten eine strenge Neutralität beobachtet. Indessen sah sichdie Regierung durch die Drohungen des franz. Obergenerals genöthigt, mit demselben am6. Juni 1797 eine Convention zu schließen, nach welcher eine neue, nach dem Muster derRepublik Frankreich gebildete Staatsverfassung cingesührt wurde. Der neue Staat nahmden Namen der Ligurischen Republik an, weil sein Gebiet dem altröm. Ligurien (s. d.)entsprach. Freiheit, Gleichheit und VolkssonveraineEsollten ÄlT'siie Grundsätze der Ver-fassung gelten. Das Territorium wurde in 25 Jurisdictionen getheilt. Wer 25 Jahre altund in die Register einer Gemeinde eingetragen war, hatte das Recht, in den Primairver-sammlungen an der Wahl der Bürger Theil zu nehmen, die ihrerseits den jEesetzgebendenKörper wählten. Der Gesetzgebende Körper zerfiel in den Rath der Alten und in den Rathder Sechziger. Der letztere hatte die Initiative in der Gesetzgebung, der erstere, dessenMitglieder das Alter von 40 Jahren erreicht haben mußten, die Entscheidung. Die Ver-waltung führte ein von den Rächen gewähltes Direktorium von fünf Mitgliedern, dem einMinisterium zur Seite stand. Außer einer Landmacht von 2000 M. sollte der Staat aucheine Seemacht und eine Bürgermiliz errichten. Ein Schutz - und Trutzbündniß mit Frank-reich sicherte das Bestehen der Republik nach innen und außen. Schon im I. 1802 aberwurde diese Verfassung insofern geändert, als an die Stelle des Direktoriums eine einzelneMagistratsperson unter dem Titel eines Dogen (s.d.) trat- JmJ. 1805 endlich verlangtedie Ligurische Republik durch den Mund ihres Dogen, mit dem franz. Kaiserreiche vereintzu werden. Ihr Territorium wurde in drei Departements verwandelt und die Vereinigungdurch einen Senatusconsult vom 16. Vende'miaire des I. XlV bestätigt. Der Wille Napo-leon's hatte hingereicht, diese Veränderung zu bewirken; die vorangegangene VereinigungPiemonts mit Frankreich und der Krieg mit England machten sie allerdings nothwendig.

Likymnios, der Sohn des Elektryon und der Phrygicrin Midca, ein Halbbruder derAlkmene,! Gemahl der Perimede, der Schwester des Amphitryon, und Vater des Oonos,Argeios und Melas, war ein treuer Freund des Herakles und nach dessen Tode auch seinerNachkommen, wurde aber von dem Tlepolemos, dem Sohne des Herakles, entweder zu-fällig oder aus Eifersucht getödtet. Sein Grabmal wurde in Arges gezeigt.

Liliaceen (lüiiacese) ist der Name einer Gewächsfamilie, welche viele der beliebte-sten, durch Schönheit und Wohlgeruch ihrer Blumen ausgezeichnete Gartenpflanzen ent-hält. Au ihr gehören unter andern die Lilien, Tulpen, Tuberosen und Kaiserkronen. DieLiliaceen haben zuweilen eine faserige Wurzel, meist aber eine schuppige Zwiebel, aus wel-