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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Zahn (Hof.) Jahr

Eine große Theilnahme erregte 1844 sein Ausruf, ihn in so weit zu unterstützen, daß ihmsein Besththum in Freiburg verbleibe. Wie in seinen Ansichten, so ist er auch in seinemÄußern noch ganz der Mann von 1813. Demagog ist er eigentlich nie gewesen; nur in seinein Eifer für Preußen und dessen König ging er weiter, als in Hähern Regionen belieb!wurde. Außer der mit Eifelen herausgegebenenDeutschen Turnkunst" (Berl. 1818) er.wähnen wir von seinen, durch kernige, freilich auch m>rnchmal etwas gezierte Sprache aus-gezeichneten SchriftenDas deutsche Volksthum" (Lüb. 1810; 2. Aust., 1817);Ru-nenblätter" (Naumb. 1814);Neue Runenblätter" (Naumb. 1828) undMerken zumdeutschen Volksthum" (Hildburgh. 1833), worin er die maßlose, undeutsche Richtung derBewunderer der franz. Julirevolution angriff.

Jahn (Jos-), ein verdienter katholischerTheolog und Schriftsteller, geb. 175vzuTas-witz in Mähren, widmete sich vorzugsweise dem Studium der oriental. Sprachen und wurdedann Professor der Theologie an der Universität zu Wien. Im I. > 807 legte er freiwilligseine Stelle nieder, wurde dann Kanonikus und starb zu Wien im I. 1816. Er schrieb so-wol eine chald. und syr., wie eine arab. und endlich auch eine hebr. Grammatik (Mn1809). Den meisten Ruf erwarb er sich durch dielntrockuctio in liiiros sacros vetemlostamenti" (Wien 1804; 3.Aufl. 4825). Außerdem haben wir noch von ihm eineBib<lischt Archäologie" (2 Bde., Wien 1797>800; 2. Ausl. 181718) und eine»6ow-insnturm« criticus in lilrros prvpüeticos vetsris testuineati" (Wien 1815).

Jahn (Joh. Christ.)Conrector an der Thomasschule zu Leipzig, einer der geachtet-sien und für die Förderung der classischen Gymnasialbildung thätigsten SchulmännerDeutschlands, geb. am >5. Jan. 1 797 zu Stolzenhain im preuß. Herzogthume Sachsen,wurde seit 1812 auf der Landesschulc zu Meißen vorbereitet und bezog 1818 die Universitätzu Leipzig, um unter Hermann's und Spohn's Leitung Philologie zu studiren, mit welchemLetztem er sehr bald in ein wahrhaft freundschaftliches Verhältniß trat. Bereits imI. I8ISerhielt er hier eine außerordentliche Und 162 1 eine ordentliche Collaboratur an der Thomas-schule, die er 1823 mit einer Adjunctur an der Landesschule zu Grimma vertauschte. ImI. 1825 legte er dieselbe indeß freiwillig nieder, habilitirte sich ein Jahr darauf in Leipzigdurch die AbhandlungDe Ovickü et 8ul>ini epistolis" und nahm 1830 eine ihm abermalsangetragene Collaboratur an der Thomasschule an. Nachdem er seine Thätigkeit bei derUniversität längst aufgegeben und mehre ehrenvolle Anerbietungen des Äuslandes abge-lehnt hatte, rückte er 1835 in das Conrectorat dieser Anstalt auf. Schon frühzeitig beschäf-tigte sich I. mit dem Studium der drei namhaftesten röm. Dichter, des Ovid, Hora; undVirgil, deren Kritik und Erklärung durch ihn um ein Bedeutendes weiter gebracht wordenist, wie die von ihm verbesserte dritte Auflage der Gierig'schen Ausgabe von Ovid'sMe-tamorphosen" (2 Bde., Lp;. >821), die Bearbeitung des Horaz (Lpz. 1824; 2. Ausl.1827), des Virgil (Lpz. 1825; 2. verb. Ausl., 1838), die leider noch unvollendete grasekritische Ecsammtausgabe der Werke des Ovid (2 Bde., Lpz. 182832), die anonymerschienene treffliche Schulausgabe von Ovid's ,,'4'ristia" (Lpz. 1829) und seincGratulo-tionsschriftVs Hor-ttii eurmine primo" (Lpz. 1845, 4.) hinlänglich bestätigen. Ein all-gemeines Verdienst erwarb er sich aber durch Übernahme der Redaction der von ihm imI. ! 826 begründeten und bis jetzt mit gleicher Umsicht und Einsicht fortgeführtenJahr-bücher für Philologie und Pädagogik", die sehr bald auch über Deutschlands Grenzen hin-aus Anklang und Verbreitung fanden, da sie durch ausführliche, gediegene und unparteiischtRecensionen, durch treffliche bibliographische Berichte und Übersichten, durch vollständigeMitthrilung von Schulnachrichten, durch sorgfältige Anzeige von allen dahin gehörigenMonographien und Programmen vor allen ähnlichen Zeitschriften sich auszeichnen und beiden Gährungen in der Alterthumswiffenschaft und dem Kampfe des Humanismus mitdem Realismus nur für eine ruhige und würdevolle Besprechung der Angelegenheiten derSchule im Allgemeinen, und der zeitgemäßen Einrichtungen und Verbesserungen desEymnasialunterrichls insbesondere, ihre Spalten geöffnet haben.

Jahr nennen wir gewöhnlich den Zeitraum, in welchem die Erde ihren Lauf umdie Sonne einmal vollendet und nach dessen Verlauf die davon abhängigen Veränderun-gen in der Natur sich wiederholen, gleiche Erscheinungen der Tageslgnge, der Kalke und