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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Höllenmaschine

Hollunder

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Theologie zur Bezeichnung des unglückseligen Zustandes der Seelen böser Menschen nachdem Tode zu ihrer Bestrafung und Besserung.

Höllenmaschine heißt in der Kriegskunst ein mit Pulver, Bomben und andernSchuß» und Brandgerüchen ausgerüstetes Fahrzeug, das man gegen Brücken, Häfen,Dämme und dergleichen treiben läßt, wo es gewöhnlich durch Anstoß von selbst explodirkund dadurch Verheerungen anrichtet. Der Italiener Gianibelli (s. d.) bediente sich inder Belagerung von Antwerpen gegen den Herzog von Parma zuerst solcher Höllen, oderSprungmaschinen. Seit dem Attentate auf das Leben des Consuls Bonaparte hat jedochdas Wort eine weitere Anwendung gefunden. Als nämlich Bonaparte am 24. Dec. 180«gegen Abend, umgeben von den Generalen Bessieres, Lannes und Berthier, ins Opernhausfuhr und sein Wagen im vollen Laufe von dem Carrousselplahe in die Straße St.-Nicaiseeinlenkte, schob sich zwischen denselben und die vorausreitende Escorte der Consulargardeein kleiner einspänniger Karren ein, den jedoch der stark berauschte Kutscher Bonaparte'Sdurch eine verwegene Wendung ohne Anstoß und Aufenthalt umfuhr. .Der Zug hatte darHinderniß kaum hinter sich, so explodirte der Karren. Er war mit zwei durch Eisenreifcnzusammengehaltenen Pulverfässern, Bomben und Kugeln beladen gewesen und hatte einefurchtbare Verheerung angerichtet. Die beiden nächsten Häuser waren zertrümmert, ttandere beschädigt, acht Menschen getödtet und 18 mehr oder weniger verletzt worden. Auchder Wagen des Consuls wurde in die Höhe gehoben und an den Fenstern beschädigt, vordem Umwerfen aber durch das heftige Anziehen der Pferde bewahrt. Bonaparte hatte,wie er in seinem „UemorisIcleZte.-Uölr-no" erzählt, im Wagen geschlafen und geträumt, daßer im Tagliamento, wie es einst beinahe geschehen, ertränke. Als er in Folge der Erschükte<rung auffuhr, befahl er nicht anzuhalten, sondern sofort nach dem Opernhause zu fahren,wo er sich mit gewöhnlicher Ruhe und Kaltblütigkeit benahm. Die Police! ließ zwar so-gleich mehre exaltirte Jakobiner verhaften, gelangte jedoch auf keine Spür. Erst als am26. Dec. die Lohnkutscher von Paris dem Kutscher Bonaparte'S, der das Staatshaupt un-willkürlich gerettet, ein Festmahl gaben, kam der Anschlag zufällig der Enthüllung naher.Einer der Anwesenden meinte im Rausche, daß er uiti die Sache wisse. Sogleich verhaftet,sagte er aus, er habe den explodirten Karren jenen Abend aus dem Thorwcge eines Wagen-Verleihers heraußsahren sehe». Dieser Wagenverleiher gestand nicht nur, daß er das Fuhr-werk bretagnisckcn Schmugglern vermiethet habe, sondern zeigte auch den wiederhcrgestell-ten Karren vor. Auch der Verkäufer des Pferdes wurde entdeckt und versicherte, daß dieKäufer desselben Männer aus dem südlichen Frankreich gewesen. Die Police! fand mmdurch Spione im Departement Morbihan das Complot auf. Mehre Chouans und Roya-listen wurden eingezogen, gestanden die That unter Bedauern des Mislingcns und mußtendas Schafot besteigen. Für den eigentlichen Anstifter galt derBandenchcf Cadoudal(s.d.); doch wiesen zugleich Spuren nach England hin. Seitdem nennt man gewöhnlich jedeszusammengesetzte und erplodirende Mordwerkzeug eine Höllenmaschine. Einer solchen be-diente sich auch am 28 . Juli 1835, Fieschi beim Attentat auf das Leben Ludwig Philipp s.

Hvllensijeilt oder Silberätzstein (l^spi.x inlerimlis, Argentum nitricnin fusum,Omrstiemn I,li>-»-e) wird aus krystallisirtem salpetersaurem Silber bereitet, indem mandasselbe durch Hitze seines KrystallwasserS beraubt und schmilzt, sodaß cs in Stangenformgegossen werden kann, in welcher man eS dann gegen die Luft geschützt aufbcwahrt. DerHöllenstein ist von grauer Farbe und wirkt zerstörend auf organische Substanzen ein, wes-halb er in der Chirurgie häufig als Ätzmittel gegen Flcischwuchcrungen, oder um die schlechteAbsonderung von Geschwürsflächen zu verbessern, seine Anwendung findet. In Wasseraufgelöst wird er auch innerlich, wiewol sehr selten, besonders gegen Epilepsie gegeben,hat aber dabei oft die unangenehme Nebenwirkung, daß sich die Haut des Körpers beson-ders an den Stellen, die dem Lichte ausgesetzt sind, dunkel färbt.

Hollunder (Ssmbncus niAru), ein durch ganz Europa, auch in Nordasicn wildwachsender, überaus nützlicher Strauch. Die Röhrchen der jungen Äste werden zu allerleiSpielwerk verarbeitet und, mit Pulver gefüllt, zum Sprengen des Gesteins angewendet;die innere grüne Rinde derselben dient geschabt und gleich den frischen Blättern äußerlichaufgelegt als Mittel gegen Kopfweh und Rothlauf. Das Holz der Wurzeln und älter»