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7 (1846) Heim bis Juwelen
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litik. Gleich seinem Oheim Fox widersctztc er sich besonders dem von der Aristokratie betrie-denen Kampfe gegen die franz. Revolution und tadelte die verfassungswidrigen Maßregel»,mit denen man die Unzufriedenheit des Volks unterdrückte, ohne dessen Beschwerden zu be-rücksichtigen. Mit vielen andern tüchtigen Männern hielt er schon damals die Abstellungder ungeheuren Mißbrauche nur durch eine Parlamentsrcform für möglich. Ebenso warer gegen die Union von Irland, welche das Ministerium bloß durch eine grobe Bestechungdurchsetzte. Als endlich >802 der Friede zu Amiens geschlossen war, reiste H., von deinvarlamentarischcn Kampfe in seinem überdies reizbaren Körper zerrüttet, nach der pyrenäi-schen Halbinsel, wo er während eines dreijährigen Aufenthalts die span. Literatur und Ge-schichte studirte. Die Früchte seiner Muse waren die trefflichen Biographien von Guillende Castro und Lope de Vega (Lond. 1805; 2. Aust., 2 Bde., >817), und die Übersetzungdreier span. Komödien (Lond. > 8»7). Nach seiner Rückkehr zeigte er sich auch wieder inden Reihen der Opposition. So unterstützte er lebhaft den Antrag auf Anklage des Colo-nialministers Melville, der mit außerordentlicher Willkür sein Amt führte. Im I. 18«>8,nach dem Tode Pitt's, trat H. als Staatssecretair in das sogenannte Ministerium der Ta-lente. Als sich aber mit Fox s Tode, am > 5. Scpt. 1800, die Unterhandlungen mit Frank-reich zerschlugen, schied er ebenfalls aus und führte nun 2 t Jahre hindurch ohne Ermüdungden Kampf gegen die torystische Politik. Im I. 1808 erhob er sich mit Wärme für dieEmancipation der Katholiken (s. d.) und betrieb zugleich die Unterstützung desspan. Freiheitskampfs. In allen wichtigen Fragen jener Zeit, wie >811 in der Sache derDissenters (s.d.), >815 bei der Verhandlung über die Criminaljustiz, >811 in der Diskus-sion über Aufhebung der Sklaverei u. s. w. verfocht er die Grundsätze der Freiheit undHu-manität. An den Verhandlungen des Congrcsses zu Wien im I. 181 1 nahm er als Pri-vatmann einen so lebhaften undfreimüthigenAntheihdaß ihm die Weisung zu Theil wurde,sich aus Wien zu entfernen. Wenn er auch gerade jetzt gegen die durch den Tieg befestigtenTories nicht einmal die Aufhebung der Ausnahmegesetze durcbzusetzcn vermochte, so machteer sich doch seinen politischen Gegnern durch schneidenden Sarkasmus und eine nie ruhendeOpposition furchtbar. Als sich im März >818 Montholon und Tantini beim Parlamentüber die rohe Behandlung des Kaisers Napoleon auf St.-Helena beschwerten, drang H. aufdie Mittheilung der bezüglichen Aktenstücke durch die Minister, mußte aber auch diesen An-trag von der Mehrheit verworfen sehe». Dafür suchte Lady H. das Loos des Gefangenendurch Zusendung von Bückern, Zeitschriften und mancherlei Bequemlichkeiten zu mildernund empfing dafür vom Kaiser ein altes Juwel, das derselbe einst vom Papst Pius VI. beiAbschließung des Waffenstillstandes von Tolentino zürn Geschenk erhalten hatte. In demberüchtigten Proceffe gegen-die Königin Karoline Amalie Elisabeth (s. d.) sprachH., wie gewöhnlich, gegen das Ministerium. Endlich 1850, als das Neformministeriui»unter dem Grafen Grey (s. d.) zu Stande kam, trat auch H. wieder in die Verwaltungein. Seiner gestörten Gesundheit wegen konnte er jedoch kein Portefeuille übernehmen,sondern man ernannte ihn zum Kanzler des Herzogthums Lancaster, durch welche Sinekureer das Recht eines stimmfähigen Mitgliedes im Cabinetsrath erhielt. In dieser Eigenschaftnahm er auch an dem Ministerium Melbournes), d.) Theil. In der letzter» Zeit ergriffH. im Parlamente seltener das Wort; im Cabinetsrath vertrat er mit Clarendon in derLrient. Frage das freundschaftliche Nerhältniß zu Frankreich. Der Kunst und Wissenschaftebenso zugeneigt wie der Politik, war sein an Kunstschätzen reiches Haus ein Sammelplatzvon Künstlern und Gelehrten. H. starb am 22. Oct. 18-10 zu London. Er schrieb eineBiographie seines Oheims Fox, die er mit dessen Werke „ttistor)- oktkie «ar!)- psrt oktdereign ntHug äsme« II." (Lond. >808) veröffentlichte; auch ist er der Herausgeber der„Vlemoins vs VVglklegruve" (2 Bde., Lond. 1822). Seine Kinder führen denNamenVas-fall, den er von seiner Gemahlin entlehnte, nicht mehr, sondern haben den väterlichen Fa-miliennamen Fox wieder angenommen. — Sein Sohn, Henry Edw. Fox, Lord H-,brit. Oberst, ist mit einer natürlichen Tochter König Wilhelm's IV. vermählt.

Holländer nennt man eine nach holländ. Art eingerichtete Maschine in den Papier-mühlen, welche hie Lumpen mittels einer mit eisernen Schienen beschlagenen Walze mei-nem Troge vollkommener zermalmt und reinigt, als eS durch Stampfen geschehen kann.