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nach de», Eisenhammer" unter dem Titel „Fridolin", sowie durch seine Bearbeitungen derDichtwerke Anderer, z. B. mchrer Dramen von Caldcron, der „Brüder" des Term;, na-mentlich aber des „Käthchen von Heilbronn" von H. von Kleist bewiesen, wie sehr er esverstehe, bühnengerecht ;u schreiben. Geringere Verdienste hat er als Originaldramendich-ter, doch gefielen „Das Turnier von Kronstein" (>822), „Der Doppelgänger" (Hannov.l 83.1), „Maria Petcmbcck" (Hannov. 1833) u. s. w. Seine Stücke erschienen unter denTiteln „Theater" <2 Bde., Rudolst. 181l); „Neuestes Theater" (Bd. I —5, Pcsth 1822—23; Bd. I; neue Allst., >835) und „Dilcttantenbühne"(Bd. I, Wien 1826). — Seinezweite Gattin, Iulievon H., gcb. Eöhring, geb. zu Hannover 18M>, die Tochter des Hof-schauspielers Göhring, betrat 1818 die Bühne in Hannover und fand zur Zeit ihrer Blüteauf ihren mannichfachcn Kunstrciscn überall verdienten Beifall.
Holberg (Ludw., Freiherr von), der Schöpfer der neuen dän. Literatur, geb. am 6.Nov. 1684 zu Bergen in Norwegen, studirtc zu Kopenhagen Theologie und wurde dannHauslehrer. Seine» Vater, der sich vom gemeinen Soldaten zum Obersten aufgeschwun-gen hatte, sowie seine Mutter hatte ihm der Tod entrissen, als er noch auf der Universitätwar. Trotz der bedrängten Umstände, in welche er hierdurch versetzt worden war, gelang csihm doch, sich durch Unterricht so viel zu erübrigen, daß er nach und nach Holland, Deutsch-land, Frankreich und .dann auch England besuchen konnte. Nach Kopenhagen zurückge-kehrt, lebte er dort wieder einige Jahre als Sprachlehrer, wurde dann außerordentlicherProfessor und erhielt den Auftrag, die deutschen Universitäten zu besuchen, ging aber nachParis, wo er von 1714— 15 wissenschaftlich sehr beschäftigt lebte. Im I. 1718 wurde erProfessor der Metaphysik und 1726 Consistorialassessor und Professor der Bcredtsamkeitzu Kopenhagen. Jetzt sing er an, sich in der Satire zu versuchen, in welcher Juvcnal ihmals Muster vorschwebte. Er schrieb zunächst das heroisch-komische Gedicht in Jamben,„Peder Paars" (l 716—26; deutsch von Scheibe, Kopcnh. >764), das ihn schnell in Nusbrachte. Demselben folgten „Hans Mikkclsens fire Skjemtedigte" (1722) und später „HansMikkelsens Metamorphosis ellcr Forvandlinger" (1726). Ein Zufall brachte ihn darauf,für die Bühne zu arbeiten, wo er den eigentlichen Wirkungskreis für sein großes Talentfand. Schnell hintereinander schrieb er eine große Anzahl Lustspiele, die unter dem Titel«Hans Mikkelsens Comedier" (7 Bde-, >723—64; deutsch, 5 Bde., Kvpenh. und Lpz.1759—78; und in einer Auswahl von Ohlenschlägcr, 4 Bde., Lpz. 1822—23) erschie-nen, auch ins Schwedische und Französische übertragen wurden und sämmtlich großen Bei-fall fanden. Durch sie wurde er der Stifter der komischen Bühne der Dänen. Auch sicherndie lebendige kräftige Laune, der gediegene Scherz und die originellen Charaktere seinerLustspiele ihm überhaupt in der Reihe echter Lustspieldichter unter den Neuern einen derehrenvollsten Plätze. War auch Vieles nur auf seine Zeit und die damalige Bildungsstufeseines Volks berechnet, so zeigt es doch von dem wahren und echt komischen Charakter sei-ner Stücke, daß sie noch immer gern gesehen und gelesen werden. Auch sein satirisch-humo-ristischer Roman „Nils Klim's unterirdische Reise", in lat. Sprache, der gleich nach sei-nem Erscheinen in mehre Sprachen übersetzt wurde (deutsch von Mylius, Bresl. l 7 88,und von Wolf, Lpz. 1829; dänisch von Baggesen, 1789, und von N. Dorph, mit histo-risch-literarischen Erläuterungen von Werlauff, 1841) brachte ihm großen Ruf. Als Ge-schichtschreiber hat H., indem er zuerst mit daran dachte, den gehäuften Stoff in eine ent-sprechende Form aufzunehmen, ebenfalls bleibende Verdienste sich erworben; namentlichwird seine „Geschichte Dänemarks" (3 Bde., zuletzt 1762 — 63, 4.) wegen der lebendigenDarstellung sehr geschätzt; auch seine „Allgemeine Kirchengeschichte" (2 Bde., 1738—^O, 4.), die „Jüdische Geschichte" (2 Bde., 1742, 4.) und seine „Vergleichenden Lebensbe-schreibungen berühmter Helden und Heldinnen in Plutarch's Manier" (4 Bde., Kopcnh.1753—57) sind noch immer zu gebrauchen. In der moralisch-populüircn Darstellung,wie sie damals gäng und gäbe war, versuchte er sich in den sogenannten „Episteln" (5 Bde.,1748—54), welche manche Eoldkörner der Reflexion enthalten, während die „MoralischenFabeln" (1751) kaum seines Namens werth sind. Seit 1747 in den Freiherrnstand crho-^n, starb er am 27. Jan. 1754 und vermachte den bedeutendsten Theil seines VeyrnögensEonv. - «ex. Neunte Aufl. VII- 17