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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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S6Y Fregatte Freiberg

Fregatte nennt man ein leichtes dreimastiges Kriegsschiff mit einem oder zwei Ver-decken, das 20—60 Kanonen führt, mit 125—450 M. bemannt ist und im Range nachdem Linienschiffe folgt.

Freher (Marquard), ein verdienter deutscher Historiker, geb. zu Augsburg am 26.Juli l 565, studirte zu Altdorf und in Frankreich zu Bourges unter Cujacius die Rechte undwurde dann Professor derselben zu Heidelberg. Nachdem er vielfach in diplomatischen Ge-schäften verwendet worden, starb er zu Heidelberg am l 3. Mai 1614. Unter seinen Schrif-ten erwähnen wir die „6erm. rorum scrPtorcs aliquot insiAnes" (3 Bdc., Franks. I80U— II; neue Aust, von B. G. Struve, 3 Bde., Strasb. 1717, Fol.), „Rerum boiiem.«criptores siiczuot snticzui" (Franks. 1602, Fol.), „tlorpus irancicae bistoriae roteris"(Hanau 1613, Fol.), „Ori^in« zwlstinse" und „Virectorium in omnes kere «bronologozrom.-^erm. imp." (neue Aust, von Köhler, Altd. 1720).

Freibataillone wurden in Deutschland zuerst in Preußen durch Friedrich II. in?Siebenjährigen Kriege errichtet, weil cs an leichten Truppen fehlte, um sie den Ungarn,Kroaten und den Freicorps der Franzosen entgegenzustellen. Während des franz.-deutschenKriegs wurden mehre größere Freieorps errichtet, aus allen Truppengattungen zusam-mengesetzt und zu weiten und gewagten Streifzügen in die vom Feinde besetzten Gegenden ge-braucht. Durch sie erhielt der kleine Krieg eine ganz veränderte Gestalt. Die berühmtester.Führer solcher Corps waren Czcrnitschew, Tettenborn, Dörnberg, Walmoden, der HerzogFriedrich Wilhelm von Braunschweig und Lützow.

Freiberg, Bergstadt im königlich sächs. Kreisdirectionsbezirke Dresden, mit 12057 E-,unweit der östlichen Mulde amMünzbache, verdankt den Ursprung der Entdeckung der käsigenSilberbergwerke, in Folge deren Bergleute vom Harz sich gegen l 100 an der Stelle des frühemOrts Christiansdors anbauten. Durch die vielen vom reichen Bergsegen herbeigelockten An-siedler gewann die neue Kolonie schnell eine größere Ausdehnung, und bereits 1196, woKaiser Heinrich VI. die Mark Meißen an sich gerissen hatte, soll F. befestigt und von kaiser-licher Mannschaft besetzt gewesen sein. Unter Heinrich dem Erlauchten war es schon einenamhafte Stadt, die auch viele ritterbürtigc Geschlechter unter ihrer Bürgerschaft zählte;ihre ersten bekannten Statuten und Privilegien aber gehören in die Zeit Friedrich des Ge-bissenen (1294), der gleichzeitig auch ein Bergrecht festsetzte. Bei den vielfältigen Landes-theilungen, welche seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. in dem Hause Wettin vorfielen,blieb F. samrnt den Bergwerken, als das schönste Kleinod, stets Gemeingut des Hauses undselbst in dem leidenschaftlichen Bruderkriege (1445) wußte die Stadt ihre Neutralität zu 'behaupten; durch die Haupttheilung von 1485 aber kam sie (die Bergwerke jedoch erst 1547durch die Wittenberger Kapitulation) für immer in den ausschließlichen Besitz der AlbertinischenLinie. Sie war im Lause eines Jahrhunderts vier mal durch Feuersbrünstc verheert wor-den, um so wohlthätiger mußte es für sie sein, daß der nachgeborene Sohn Herzog Albert's, ^Heinrich der Fromme, sie zu seiner Residenz wählte, und in der That, was der Dreißigjährige !Krieg, der die städtische Bevölkerung von 32000 auf l 0«>00 reducirte und ihren Wohlstand ,!zerstörte, und nachmals der Siebenjährige Krieg unversehrt gelassen, Alles ist HeinrichsWerk und verräth sein Interesse für diesen seinen Lieblingssitz. So das Schloß, ursprüng-lich Frei- oder Freiheitsstein, später Freudenstein genannt, welches gegenwärtig als Magazinbenutzt wird, vorzugsweise aber die von ihm erneuerte Domkirche, nebst der im Chore der- ,selben eingerichteten fürstlichen Begräbnißstätte, wo er selbst und seine Nachkommen bis auf ^Johann Georg IV., gest. 1694, den letzten protestantischen Landesherrn, ruhen. Am sehens-werthesten unter diesen Grabmälern ist das des Kurfürsten Mori tz (s. d.), mit seiner le- jbensgroßen Marmorstatue, gefertigt vom antwerpener Künstler Floris, und der Rüstung, !die er in der Schlacht bei Sievershausen trug. Ein seltenes Kunstwerk eines unbekanntenMeisters in dieser Kirche ist die theilS aus Stein gehauene, theils aus Stucco gearbeiteteKanzel, welche eine kolossale Tulipane vorstellt, deren Kelch, die eigentliche Kanzel, mit denBildnissen mehrer Kirchenväter und des Papstes Sixtus' IV. verziert ist. Die Orgel gehört Iunter die vorzüglichsten Werke Silbcrmann's. Die sogenannte Goldene Pforte des Doms,ein schönes Denkmal byzant. Kunst, ist ein Überrest der bis zur Mitte des 15. Jahrh. an derStelle des DomS gestandenen alten Pfarrkirche zu St.-Martin. Auf Veranstaltung des