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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
751
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! Englische Sprache und Literatur 751

! ftn beschränkt sich meist auf den Roman und ist eine aus der fashionablen Conversation inj die Schrift übergegangene Unart, die keinen Bestand gewinnen wird.

' Insoweit die engl. Literatur durch Schrift festgehalten und diese Schrift Prosa ist,

knüpft sich ihr Anfang an die von Will. Caxton (s.d.) mittels seiner um 1473 nach Londongebrachten und in Westminster errichteten Buchdruckerei vervielfältigte Übersetzung derI Bibel, mythisch-religiöser Werke und einiger alter Classiker. Wenn aber die Zeit, in welchedieser Anfang fällt, "die Zeit eines dreißigjährigen Kampfs zwischen den Häusern Jork und, Lancaster, derErweckung des Sinns für Literatur und damit dem Anbau derselben im höchsten

/ Grade ungünstig war, so bereitete sie dagegen das Feld herrlich zum Anbau vor durch die

i Erstarkung des Bürgergcistcs, nachdem der größte Theil des normannischen Adels unter-

§ legen. Denn dieser Bürgergeist war es, welchem die engl. Literatur ihre cigenthümlichc Bil-

> düng und die literarische Welt eins ihrer reichsten Besitzthümer zu danken hat. Die Staats-

j bcredtsamkeit einführend, welche bis gegen Ende des I 8. Iahrh. England allein kannte, zeigte

! er seinen Einfluß auf die Nationalliteratur zuerst unter der Königin Elisabeth, 1558

I I 663, und es begann für solche unter ihr ein neuer Zeitraum, welcher ihren Namen trägt

^ (bllirobstkli,,, ügn). Philosophie, Mathematik und Geschichte wurden mit Eifer getrieben

' und durch Sammlungen bereichert, jedes wissenschaftliche Streben, das für das gewerbliche

Leben von Gewicht war, sorgsam gepflegt. Vgl. Gray,klistorical sbctcb «k tim nrigi» ok' cu^b'sbrose litersturs and ok its jirogress tili tbe reign ok llsmes l" (Land. 1835).

^ Diese Richtung erhielt sich auch im >7. Iahrh.; allerdings hinderten der Bürgerkrieg unter

s Karl I., der Sieg der Puritaner und Cromwell's zehnjährige Herrschaft die Kunst und

^ Wissenschaft am Fortschreitcn; allein zugleich wurde dadurch die Kraft der Gesinnung des

Volks gemehrt, aus welcher der gesicherte Nechtszustand hervorging, den cs sich aus der Re-volution von 1688 gewann. Frei bewegte sich von nun an das geistige Leben der Nation,denn selbst der stanz. Einfluß,, der es eine Zeit lang bedrohte, ließ den innern Kern der engl.Literatur unversehrt. Das 10. Iahrh. blieb nicht zurück. Von ihm datirt die für die Litera-tur sehr wichtige, in die Öffentlichkeit hinausgetretene Wirksamkeit der theils durch Unter-stützung Seiten der Negierung, theils von Privaten allein gestifteten Vereine zu Föde-runa der Künste und Wissenschaften. Die Ro^sl societ)' in London gibt jährlichibre Denkschriften herausUbilnsojikic-d transactions"; ebenso der gleichnamige Verein inEdinburg, der aus zwei Classcn besteht, der physikalischen und der literarischen. Dasselbethun bald mehr, bald weniger die wissenschaftlichen Vereine neuester Stiftung, namentlichdie Werner'sche naturhistorische Gesellschaft zu London, die geologische und naturforschendezu Cambridge, die Gartenbaugcsellschaften zu London und Edinburg, die naturgeschichtlichezu Glasgow, die Linnessche, cntomologische, zoologische, astronomische, geographische undBaukunstgesellschaft zu London. Hierzu kommen die in londoner Privatvereinen über ver-schiedene Zweige der Wissenschaften gehaltenen und veröffentlichten Vorlesungen; so die derinstitutinn mittels der eigenen Zeitschriftllonrnal »k Science, literuture and tbearts"; ferner die der London institntion und der koyal societ)- ok litersturs, welche letztereaußerdem Ehrcnmünzen und Jahresrcntcn verleiht; dann die von der Society kor tbe dik-snsinn ok usetn! lenonIedAe herausgegebenen, für das Volk bestimmten und seinem Fassungs-vermögen angepaßten Schriften über Mathematik, Naturwissenschaften, Technologie, Ge-schichte u. s.w. unter dem EesammttitelInbrsi-y ok usekui Knowledge"; endlich die in eige-nen Werken erscheinenden Leistungen derkritisb sssociation kor tbe advaneement okscience", vielleicht nicht im Verhältnisse zu ihren reichen Mitteln, doch immer ein großarti-ger Beitrag zur Cultur der Wissenschaft. Hieran schließt sich die gestiegene Thätigkeit dergelehrten Zeitschriften, besonders der kritischen, die zugleich durch strenges Augenmerkauf die Form der Darstellung bei Beurtheilung wissenschaftlicher Werke allgemeine Verbrei-tung eines gebildeten prosaischen Stils bezwecken. Und mehr oder weniger sind alle engl.Zeitschriften gelehrten und kritisirenden Inhalts. Nein belletristische Zeitschriften kennt dieengl. Literatur nicht. Zu den geachtetsten und bedeutendsten gehören gegenwärtig vor AllendasLdioburgk revieve" und das in London als Nebenbuhler ausgetretenetzusrterly rs-v'b", jenes in seinen politischen Ansichten und Bestrebungen Whig und liberal, dieses Toryund ultraconscrvativ. Übrigens sind beide scharfe und strenge, aber kenntnißreiche Kritiker/