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4 (1845) D bis Entern
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Englische Sprache und Literatur

ländischen Dichtkunst, daß man vielleicht mit Unrecht in die Schranken zweier Richtungengewiesen, der nach dem Romantischen und nach dem Sentimentalen; Byron (s. d.), Thom.Moore (s. d.) und Shelley (s. d.) waren die Träger der crstern. Wordsworth(s. d.),Coleridge (s. d.), Southey (s. d.) und John Wilson (s. d.) die Stützen der letzter».Byron's gewaltiger Dichtergeist bekundete sich in seinemCbibls klsrobi", Moore's zarteMelodie inI^sIIs Roolcb", Shelley s stürmische Leidenschaft in seinen für die Bühne nichtgeeigneten Tragödien. Wordsworth, der Sänger lyrischer Balladen und des leichten Liedes,war bei aller Einfachheit in Gedanken und Ausdruck ein reiches, tiefes, in Deutschland oft ,misverstandenes Dichtergemüth, doch auch tändelnd mit seinem Gefühl und nicht immerHerr der Phantasie; Coleridge, der Kenner des Menschenherzens, nur oft zu wohl gefällig inSchilderung des Furchtbaren, es zur Abenteuerlichkeit ausmalend; Southey, minder poeti-schen Geistes, ein glücklicher Erzähler ruhiger Naturscenen und einfacher Phantasiegebilde,doch auch Flitter für Gold nehmend; Wilson, trefflich im beschreibenden Gedichte, zu wel-chem er den Stoff am liebsten aus den Gefühlen des Volks wählte. Den so vertretenen Rich-tungen schloffen andere namenswerthe Dichter sich bald mehr, bald weniger an. Zu den Ro-mantikern gehört Walter Scott (s.d.), der Sänger des Nitterthums, in seinemI.sv oltbs Isst minstrel", zu den Sentimentalen Thom. Campbell (s.d.), in seinen viel gelesene»Llsssnres ok dope". Außerdem verdienen Erwähnung George Crabbe (s.d.), Sani.Rogers (s. d.), Leigh Hunt (s. d.), Barry Cornwall (s Proctor), Bernard Barton,James Montgomery, Pollock, John Cläre (s. d.), James Hogg (s.d.), der Schä-fer von Ettrick, AllanCunningHam (s.d.), Watts, Hervcy, William Howith, Hood,Elliott (Poems", 1835), Drimer (blsi'obl lleöurnn", 1835), Willis (,MeI->nis !»n>otber poems", 1835), Nicoll (Poems »nck Izrics", 1836), Chester (,,'pke ok tbe

Lllen", 1836), der Naturdichter Crocker (liingle)- Vsle", 1837), Herbert, von wel- ^chcm das schöne EposAttila" (1 838), Morris (IHru urbsmcs", 1830), Bulwer (dir»»ml otber poems", 1812), Powell (Poems", 1832), Felicia H emans (s. d.), LaetitiaLandon (,,'1'be von os tke pescoclc »Ntl otber pnems", 1835), Emmcline Wortley, Louisa jTwamlcy, Eliza Cook, Elizabeth Barrett (,,'I'be 8er»pbim", l 830) und Mary Chalenor .(6rsz , s biülsck, Slnl otber Poems", 1833). über die dramatischen Dichter s. Eng-lisches Theater.

Später als die Poesie bildete sich die engl. Prosa. Die Übersetzung der Bibel undeiniger griech. und röm. Clafsiker war der Keim, aus welchem sie zur Reife und Schönheitsich entwickelte. Das begann jedoch nicht vor der Mitte des 16. Jahrh., und die Geschicht-schreiber Sam. Daniel (s. d.) und Walter Raleigh (s. d.) dürfen als die Ersten zu be-trachten sein, die sich über den Chronistenstil erhoben. Eine Stufe höher stiegen Habingdonund Milton (s. d.) in ihren historischen Werken, Phil. Sidncy (s. d.) in seinen Abhand-lungen und Hobbes (s. d.) in seinen philosophischen Schriften. Weitere Schritte thaten >gegen Ende des >7. Jahrh. der Kanzelredner Ti llotso n (s. d.), der politische Schriftsteller !

Will. Temple (s. d.), der Philosoph Locke (s. d.) und der geistreiche Shaftesbury (s.d.)in seinen durch Witz und Phantasie belebten philosophischen Forschungen. Viel geschah danndurch die zu Anfang des 18. Jahrh. entstandenen Wochenschriften, denll'atler" (1709), §

8pectator" (1711) undOusrciisn" (1713). Nicht minder fördernd wirkten John-son (s. d.), Moore (s. d.), Hawkesworth, Keiner jedoch nachdrücklicher als Addison (s. d.),wie durch seine eigenen, so durch Überwachung der Aufsätze Anderer im8pectst«r". Balderhielt jeder Stil seinen Bildner; der satirische in Swift (s. d.), der didaktische in Hutche-son (s. d.), John Brown (s. d.) und Adam Smith (s. d.), der briefliche in Lady Mon-tague (s. d.), Chesterfield (s. d.) und Junius (s. d.), der des Romans in Richard-son (s. d.), Fielding (s. d.), Sterne (s. d.), Smollet (s. d.) und Goldsmith (s. d.),der kritische in Sam. Johnson (s. d.), der historische in Hume (s. d.), Robertson (s. d.)und Gibbon (s. d.). Edmund Burke (s. d.) gab in seinen politischen Schriften vollendete jMuster einer klassischen Sprache. Die neuere und neueste Zeit hat hier wenig oder nichtsgeändert. Carlyle' s (s. d.) deutsch-engl. Stil ist eine barocke Erscheinung, die weder Bei-fall noch Nachahmer findet, und das Einmischen fremder, vorzüglich franz. Worte und Phra- ^