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D.
D auch I), aus welchem letzter« Zeichen vielleicht das erstere sich gebildet hat, ist daS röm.Zahlzeichen für 500. Außerdem dient I) als Abkürzung röm. Vor- und Beinamen, wieDecius, Divus u. s. w. ; auch ist es die Abkürzung für Dominus, Dux u s. w. Der Juristcitirt mit D, d. i. Digest;,, die Pandekten; D. 51. heißt Düs 5Ianibus; D.O. 51. Deo optimvmsximo; D. D. D. in Dedicationen Dst, tloimt, tlicat oder Dst, llicst, cleckicat; D oder tl,in lat. Briefen, wie das deutsche Gegeben oder Geschrieben, oder auch «lies, daher
, s. 0. so viel als ante Oiem; 6. m. beim Clavierspiel clextra manu, d. i. mit der rechten Hand;«1. s. oder D. 8. Dal s egno (s. d.), llt auf Rechnungen lleilit, d. i. bez ahlt. Auß erdem s.
Ton und Tonarten. > —----
fla «bge kl ltjl iü k ^M Mer <1. 6., d. h. vom Anfänge, deutet in der Notenschriftan, daß das Stück vom Anfänge an bis dahin, wo kinis oder das Zeichen steht, unver-ändert wiederholt werden soll.
Dach (Simon), ein deutscher Liederdichter des l7.Jahrh., geb. zu Memel am 29. Juli1605, besuchte die Schulen zu Königsberg, Wittenberg und Magdeburg. Er studirte inKö-" nigsberg, wurde hier 1633 Collaborator an der Domschule, drei Jahre darauf Conrectorund > 639, nachdem er sich im Jahre vorher dem Großen Kurfürsten von Brandenburg,Friedrich Wilhelm, durch ein Gedicht empfohlen hatte, Professor der Poesie an der Universi-tät. Von jetzt an pries D. mit vollem Munde, aber auch aus vollem Herzen den Ruhm unddie »."'.-'"denl' u ra. Hau ses, und auf feine Bitte in einem Gedichte um ein Stück-
chen Land und eine kleine HMi! IihUt« « das klei ne Gut K urheim zum Geschenk. DerTod seines Freundes, des Dichters Nob. Roberthmss7sM^W>>ß«GxK. 1638, der sich seinerfrüher so liebevoll angenommen hatte, versenkte ihn in tiefe Schwermut?). M«ch Langjähri-gen körperlichen Leiden starb er zu Königsberg am 15. Apr. 1659, nachdem er 1656 Nccwrder Universität gewesen. Seine zahlreichen geistlichen und weltlichen Lieder und Oden er-schienen in verschiedenen Sammlungen und fliegenden Blättern, die meisten in den „Geist-, lichen Arien" seines Freundes, des Organisten Heinrich Albert (Königsb., Fol. ; 3. Aufl.,1652—53; nachgedruckt, Lpz. 1657); die Gelegenheitsgedichte auf das kurbrandenb. Hauswurden gesammelt in seinen „Poetischen Werken" (Königsb. 1696, 3.). Seine weltlichen^ Lieder sind leichter und inniger Natur, oft bis zum Kindischen naiv und treuherzig, dabei in
> der Sprache gefällig und zwanglos; in seinen geistlichen Gesängen, deren mehre in den Ge-
sangbüchern sich erhalten haben, waltet eine stille tiefgefühlte Andacht ohne feurige Erhe-bung. Eine Auswahl aus seinen und seiner Freunde, Roberthin und Albert, Gedichten ent-hält Müller's „Bibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrh." (Bd. 5, Lpz. 1823). Vgl.Gebauer, „Simon D. und seine Freunde als Kirchenliederdichter" (Tüb. 1828).
Dachau, ein freundlich gebauter Ort im bair. Kreise Oberbaiern, auf einer Anhöhe; an der Ammer, an der Straße von München nach Augsburg und an einem Kanäle, der ausI der Ammer nach dem Lustschlosse Schleisheim führt, hat ein hochgelegenes Schloß mit schü-^ ' nem Garten und 1250 E., welche sehr betriebsam sind, Bierbrauereien und Branntwein-^ brennereicn unterhalten und bedeutenden Getreide- und Holzhandel treiben. D. war imMittelalter der Sitz von Grafen gleiches Namens, welche 1175 ausstarben, woraufcs durchKauf an Herzog Otto I. von Wittelsbach kam. Im Dreißigjährigen Kriege nahmen es die^ Conv.-Ler. Neunte Aufl. IV. 1