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Englische Pferde

den Ryelands, wurden in der vierten Generation Schaft erzeugt, die an Feinheit den bestenspanischen ziemlich nahe kommen. Zu dieftrZeit wurden von mehren patriotischen Männerngroße Bestrebungen gemacht, diese Verbesserung immer weiter zu treiben, und man schmei-chelte sich mit der Hoffnung, bald mit den berühmtesten span. Hecrden wetteifern zu können.Diese Hoffnung ist indeß nicht in Erfüllung gegangen. Mit desto entschiedener,« Erfolgesind die Bestrebungen nach Ecwichtsvermehrung des heimischen Schafs gekrönt worden.Bei gutgemästcten Hammeln von der verbesserten Dishleyrace sollen auf das Pfund Fleischoft nicht mehr als zwei Loth Knochen kommen. Eine der vorzüglichsten Mastungsarten istunstreitig die Fertweidc auf dem reichen Graslandc des nördlichen Englands und in denMarschen von Essex, Somerset und Kent. Die vorkommenden wichtigsten Schweincraccnsind: die chinesische, rudgewicker, hampshirer, berkshirer, Tonquins, Essex, Suffolk, Norfolk,Shropshirc, Woburn und Dishley. Von den aus Indien eingebrachtcn chines. Schweinengibt es zwei Abarten, die weiße und die schwarze. Auch gibt es eine gemischte Nacc, diedurch einen aus Amerika eingebrachtcn wilden Eber von ziemlich gleicher Gestalt erzeugtworden sein soll und sehr fruchtbar ist. Die größten Schweine in ganz Großbritannien, diefast so schwer werden wie ein fetter Sussexochs, gibt die Nudgcwickracc. Das berkshirerSchwein liefert das beste und feinste Rauchfleisch. Sehr geschäht ist auch ein Bastard desSchweins von Essex und Hertford. Die dishlcyer Schweine, von Bakcwcll wahrscheinlichaus der Verbindung der berkshirer mit der chines. Race hcrvorgcbracht, sind überaus feinvon Knochen und wohlschmeckend. Federvieh wird von den großen Landwirthen Englandsfast nur zu ihrem Bedürfnis gezogen, daher man auch in der Nähe der ländlichen Wohnungennur selten solches erblickt und die Tafeln der Londoner zum großen Theil aus Frankreich damitversehen werden müssen. Am gewöhnlichsten kommen vor Truthähne, Gänse und Enten, welchesämmtlich gemästet werden. Kaninchen hält man in großer Menge in besondcrn Gehegen, so-wol ihres Fleisches als ihres Fells halber. Solche Gehege kommen namentlich auf dem werth-losen Sandlande in mehren der südlichen und Mittlern Grafschaften vor. Vgl.Darstellungder Landwirthschast Großbritanniens" (deutsch von Schweizer, 2 Bde., Lpz. 18383N).

Englische Pferde (klooci-knrses, ckovaux eis race). Obschvn die Pferdezucht inganz England gleich blühend ist und man keinen Unterschied in der Güte der Pferde nachden Provinzen kennt, so unterscheidet man doch drei verschiedene Nacen, von denen die bei-den ersten sich nicht mit Vortheil vermischen lassen, die dritte aber, eine veredelte Race, dievorzugsweise sogenannten engl. Pferde begreift. Zu der ersten Race, welche in Englandeinheimisch zu sein scheint, gehören die ohne besondere Sorgfalt in den Gebirgsländern Corn-wallis, Devonshire und Schottland gezogenen Pferde, die unermüdlich und sichere Bergläu-fer sind. Die zweite Race umfaßt die Zug- und Last- oder Karrcnpferde, die, wahrscheinlichflandrischen Ursprungs, durch sorgfältige Zucht sehr vervollkommnet sind und vorzugsweiseaus den Grafschaften Jork und Lincoln kommen. Die dritte Race, die zahlreichste, die soge-nannten Vollblutspferde, ursprünglich arab. Abkunft, durch Züchtung zu verschiedenartigerBenutzung, namentlich zu Wettrennen (s. d.) sehr abgeändert, begreift alle Jagd-, Reit-,Kutsch- und Cavaleriepferde. Die schönsten darunter, was Ebenmaß und Gestalt betrifft,sind -die sogenannten Nenner (race Korsos, ckevoux eis course), die, zum Reiten wenigerbequem, fast allein zum Wettlauf gebraucht und daran schon mit l8 Monaten oder höch-stens zwei Jahren gewöhnt werden. Die Renner gehören in der Regel zu den ganz rein ge-zogenen Pferden, welche durch acht Generationen in der Familie fortgezüchtet sind. Dienicht ganz rein gezogenen Pferde der dritten Race nennt man, je nachdem sie auf einer-hern oder niedern Stufe der Verbesserung stehen, Viertel-, Halbe-, Dreiviertcl-Blutpftrdc.Auch unter ihnen finden sich noch sehr gute Nenner, am meisten aber sind sie geschätzt alsJagdpferde (Hunters, Kunting Korsos), und zwar um so höher, je sicherer und leichter sie aufungleichem Boden anhaltend lange laufen oder, wie man sagt, einen guten Wind haben undüber Gräben und Hecken setzen. Ebenso wählt man zu Reitpferden (ssckclie-korsos) nichtdie schönsten sondern die sichersten und bequemsten. Die zur Jagd und zum Reiten nichtmehr tauglichen Nenner braucht man als Vorderpferde bei den Postkutschen (couck-korses,stoge-korses). Zu den Deichselpferden nimmt man gewöhnlich starkgebaute Zugpferde.Andere Pferde, die xooies, Fallovv»)» u. s. w., braucht man zum Reiten und als Einspän-