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4 (1845) D bis Entern
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738 Englische Ackerbaugesellschaften Englische Krankheit j

gesetzgebung erwarben sich Sir Sam. Nomilly (s. d.), Sir Nob. P e e l (s. d.) und Sir ^James Mackintosh (s. d.). Von 1823 an bis 1830 wurden nicht weniger als H28alte Parlamcntsacken (Statute ia,rs) ganz und 443 thcilwcise, als den ZeitverhältnissenWidersprechend, zurückgenommen. Nascher und kräftiger wurde diese große Angelegenheitbefördert, als Lord Brougham (s. d.), seit dem Nov. 183» Lordkanzler von England,mit seiner rastlosen Thätigkeit in das Ganze eingriff. Seitdem ist so Manches geschehen, ^was nicht allein an sich selbst ein großer Fortschritt war, sondern was auch zu weitern nütz-lichen Reformen die Bahn eröffnet hat. Viele veraltete Gesetze wurden gänzlich beseitigt unddie Härte anderer gemildert und namentlich die Todesstrafe in mehren Fällen abgeschafft.Wenn aber der Fortschritt nur ein langsamer und allmäliger war, so war er zugleich ein siche-rer, und wenn auch das Hausder Lords wohlgemeinten Verbesserungsvorschlägcn fortwährendsich hemmend entgegenstellte, so hat die Erfahrung gelehrt, daß die Beharrlichkeit des Hausesder Gemeinen endlich zum Siege führt. Vgl. Philipps,Geschichte des angclsächs. Rechts"(Gött. 1825), Crabb,Geschichte des engl. Rechts" (deutsch von Schöffner, Darmst. 1839),Millars,Historische Entwickelung der engl. Verfassung" (deutsch von Schmidt, 3 Bde., ^Jena 18192!) und Abraxas,Die engl. Staatsverfassung in ihrer Fortbildung durchReformen" (2 Bde-, Köln 1833).

Englische Ackerbaugesellschaften. Außer dem allgemein engl. Ackerbauvereinebestehen in England mehr als hundert kleinere landwirthschaftliche Vereine und Clubs,welche, über das ganze Land verbreitet, sehr wohlthatig wirken. Namentlich gilt das von Idem erstgenannten Vereine, der von der Königin einen Freibrief und den Namenagricultural societ)' erhalten, welche Beförderung des engl.Ackerbaus zum Zwecke und den Her- i

zog von Richmond zum Präsidenten hat. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich auf2300. ZurHeranbildung junger Landwirthe, und um den Ackerbauern in Einführung und Ausführungdes.Neuern und Bessern mit gutem Beispiele vorangehen zu können, hat sie eine Muster-wirthschast mit einem Capitale von 1 0000 Pf. St. errichtet. Auch gibt sie ein Journal her-aus und hält in den größer» Städten abwechselnd Zusammenkünfte und Ausstellungen, beidenen für die besten Producte ansehnliche Preise gewährt werden. Nächstdcm gedenken wir ^noch der Loarck »f agricnltnre, gestiftet 1793 auf Veranlassung des Parlaments von SirJohn Sinclair. Dieselbe bereitetdie aufAckerbau, Viehzucht, technische Industrie und HandelBezug habenden Gesetze vor und steht dem Parlamente als berathendc Behörde zur Seite;zugleich hat sie sich die genaueste Erforschung des Landes zur Aufgabe gestellt. Sie bestehtaus 30 Mitgliedern, welche sich vom Dec. bis Juni wöchentlich ein bis zweimal versammeln.Englische Besitzungen in Ostindien, s. Ostindien.

Englischer Gruß oder Ave Maria, d. i. gegrüfietseist du, Maria, wird in derkatholischen Kirche zunächst die Ansprache des Engels (Luc. I, 28) genannt, wodurch er derMaria verkündigte, daß sie den Erlöser gebären sollte. Mit Beziehung daraufwurde seitdem6. Jahrh. das Fest des Englischen Grußes oder der Verkündigung Mariä am 25. März ge-feiert. Dann aber hat man auch das kürzere Gebet an die Jungfrau, das rhcils jeder Predigtvorausgeht, thcils bei den kleinen Kugeln des Rosenkranzes (s. d.) gebetet wird, von seinenAnfangsworten Englischer Gruß oder Ave Maria genannt. Die Sitte, jeden Sermon miteinem solchen Ave einzuleiten, soll der Dominicaner Vincentius Ferreri aufgebracht haben;Erasmus verglich sie mit der bei den heidnischen Dichtern gewöhnlichen Anrufung der Muse. ,Übrigens hat der Text des Englischen Grußes viele, zum Theil sehr schöne poetische und mu-sikalische Bearbeitungen hervorgerufen.

Englisches Horn (corno inglese), ein jetzt selten angewendetes Blasinstrument,das zur Oboe in einem ähnlichen Verhältnisse steht, wie das Basscthorn zur Clarinette.

Es klingt um fünf Töne tiefer als die im Violinschlüssel geschriebenen Noten besagen.Englische Kirche, s. Hochkirche.

Englische Krankheit (kimcbitis, franz. I» cllsrtre, engl, tlie rickets) ist eine von Iskrofulöser Anlage ausgehende Krankheit des gestürmten Knochensystems. Sie tritt meistnach dem Hervorbrechen der ersten Zähne, weniger in den zunächst darauf folgenden Jahren, !noch seltener im schon mehr entwickelten Menschen und nach vollendeter Entwickelung gar '

nicht mehr auf. Den Anfang machen Unregelmäßigkeiten in der Verdauung; hierauf de- I