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4 (1845) D bis Entern
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699
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©mßftttfcfatnfetf (StttfntiStnuö 699

©mßftttbfamfeit ^cift bic gäljigfeif bed menfd)lid)en Gemünd, burd) getoiffe ®tn»briitfc leicht $u ben entfptechenbcn Gmpfinbungen befiimntt $u »erben; in engerer S3ebeutungeine auöge^ctcfjnete ©mpfänglid)feit unb ©rregbarfeit für lebhafte ©mpftnbungen unb fRül)*rungen. @£tt'öt>nlicf> pflegt man inbef biefem SBorte einen !Rebenbegrijf»on Ziererei u. f. ».betjulegcn. S3on ber ©mpfinblichf eit ift bie ©ntpfinbfamfeit babutd) unterfd)ieben, bafjene einen ©emütl)d}ufianb bejeidjnet, in »elchern man leid)t $u unangenehmen ßmpftnbun»gen angeregt »irb, »ad eine einfeitige, auf ©d)»äd)e unb itränSlic^feit beruhte Dichtungunb 33erfiimmung ber förderlichen unb geifiigen Äraft »oraudfeft.

©mpftttbung nennt man bie Auffaffung bed Rufern in bad Snnere ober bie Auf-nahme eined finnlichen Gtnbrucfd in bie ©eele; im engem ©inne jebc burd) ein förperlid)e«Organ »ermittelte 33orftellung, inbern fte eben jeft ald eintretenb betrachtet »irb; bann aberaud) ben ©emüfhdjufianb, infofern et in Sufi ober Unlufi beacht, fei biefe burch äufere oberinnere Anregung entfianben, mithin bad Gefühl. Sn ber altern fPfpchologie hieß bad ©nt*pfinbungdoermögen bie gähigfeit, ©inbrüefe, befonberd »on aufen fommenbe, in§S3e»uftfein ju faffen unb galt bann für gleid)bebeutenb mit ©innlid)f eit (f. b.). Siegtage nach bem Ursprünge ber ©mpftnbungen ifi übrigend fef>r »etfehieben beant»ortet »orben.Sie ältefie unb rohefie Anftdft ift bie »on ben fogenannten ©innedeinbrüefen, ald ob »on benSingen eine Art materieller ©toffe audfirömte unb in bie ©mpftnbungdorganc einbtänge;berfelbe ©ebanfe liegt, nur et»ad »erfeinert, auch ba ju ©runbe, »o man bie ©mpftnbungd*»orfiellungen für Abbilber ber Singe hält. Aid man bie ©ch»ierigfciten in bem 83egtiffeeiner fotchen äufern ©in»irfung bed Jförperlichen in bem ©eifitgen ein^ufehen begann, fuchteman ficE> mit ber Annahme ju helfen, baf bie ©eele ihre ßmpftnbungd»orfiellungen auf einefpontane SBetfe felbfi erjeuge unb baf biefe mit ben SSetänberungen ber Aufemoelt nurburch eine »oraudbefiimmte ^»armonte übereinflimmen; fo namentlich Setbnif (f. b.).©ine foldje fpontane ©rjeugung müfte auch ber Sbealidmud, ber bie objectioe ^Realität betAufen»elt leugnet, annehmen. 3n neuerer Seit hat .perbartbte ©mpfinbungen ald innere,burd) bie SSerbinbung ber ©eele mit bet Aufen»elt heroorgerufene, aber »on ber Qualitätber Objecte nichtd abbilbenbe Shätigfeitdacte ber ©eele aufgefaft unb gezeigt, baf bie gönn,»eiche bie Gmpftnbungd»orfielIungen begleitet, nid^t felbfi et»ad ftnnltcf) SBaf)rgenommened,fonbern bie golge ber 33erl)ältniffe ifi, in »eichen bie 23orjieIIungen felbfi ald .Kräfte unter«einanber »irfen.

©tttphäp, f. 9iachbtucS.

©mj)|»hteufe, f- ©rb;*ind.

©mjnriÖtnuS ifi biejenige Senfart, »eiche bie33egrünbung bed SBiffend in bet @r»fahrung (f. b.), alfo in ber Auffaffung bed thatfächlich Gegebenen fudjt. ©mpirifcheSSBiffenf d) aften h e '§tn baher »orjugd»eife bie, »eiche auf bie ^Beobachtung unb ©amm-lung bed 3lh af fäch6d)en ih rer 5Ratur nach ange»iefen ftnb, 5 . 35. ©efc£>id)te, Slaturfunbeu. f. ». Sa nun SSegriffe unb ©ebanfen, »eiche in gar feiner nach»eidlicf)en 33e$ief)ung jubem Gegebenen flehen, immer bem S3erbad)te ber ©rbichtung audgefeft ftnb, fo »erben biemetflen Gebiete ber menfchlichen gorfd>ung auf einer empmfd)en ©runblagc ruhen. 3nfo»fern jebocE) bie ©rfahrung immer nur einzelne gacta barbietet, ohne mit ber bloßen Auffaf-fung berfelben ein SBerflanbnif barüber $u eröffnen, fo fleht ber ßmpiridmud, ald bie 2 Ra«pime, fein SEBiffen auf bic ©renjen ber ©rfahrung fchlecfjthin ju befchränfen, in einer innern33er»anbtfd)aft mit bem ©enfualidmud, ber fein anbered Seugntf für irgenb eine ©rfennt»nif anerfennt ald bad ber äufern ©tnne. Ser ©egenfaf) bed ©mpiridmud ifi bann ber SRa»tionalidmud, ber auf bem S3ebürfniffe einer nicht, blöd beobad)tenben ©ammlung fonbernbenfenben Verarbeitung bed Gegebenen beruht unb ftch mehr ober »eniger felbfi ba geltenbmacht, »o man feiner öjpülfe ganj entbehren ju fönnen glaubt. Siefe allgemeinen SSefiim»mungen mobifteiren ftch nun 33tS»h un 9 auf »erfd^iebene SBiffenfdjaften »erfchieben. ©oifi 5 .35. ber fiarre 35uchfiabenglaube in ber 2h eo ^9it ©mpiridmud, bie prüfenbe Ärttif betüberlieferten Sogmen SRatior.alidmud. 3« ber ^h>t°f°Ph* e h atte btefer ©egenfaf burchitant bie SSebeutung befommen, baf ber ©mptrtdmud bic ©efammfhett aller ©rfenntniffeaud ber äufern ©rfahrung abteite, ber fRationalidmud in ge»iffen reinen SSetfianbed * unbVetnunftbegriffen eine »on ber ©rfahrung unabhängige O-uelle bed SBiffend nimmt. Sed*