COS GntpefcoffeS ©mpfäitgttif?
ftrf) burd) SKutf), jfüf)nheit ttnb Umjtd)t aug. 5Rad) ber SRefiauration würbe er 1825 einge*jogen, in einem eifernen Jfäftg ber Verhöhnung beg ^öbetg preiggegeben unb enblid) jurnStrange »erurrtjeiit; boc£> wehrte er ftdj bei ber Einrichtung bermafen, baf er burd) bicSolbafen erflogen werben mufte.
©ntpeböfleö, ein gried). ^f)i(ofopi) aug Slgrigent in Sicilien, lebte um 450 p. Gt)r.Sei feinen SRitbürgern ftanb er alg Slrjt, Vertrauter ber ©öfter, Verfünber ber 3ufunftunb Sefdjwörer ber fRatur in folgern 3lnfet)en, baf fte il)m bie Eerrfd>aft angeboten habenfallen; allein alg ein geinb ber Unterbrücfung unb ber Grhebung über Slnbere fd)tug er fteaug unb Permod)fe fte, bie Slrifiofratie abjufd)affen unb eine Semofratie einjufülwen. GrfoU ftd) in ben tratet beg Sltna gefiürjt l)aben, um beim Volte burd) fein plö|lid)eg Vet»fchwinhen ben ©lauben an eine tjöljcre SIbfunft }u etweefen; allein wghrfdjeinlid) ift biegeine $abel, wie bie burd) ben Spötter Sudan oerbreifete Sage, baf ber Sltna bie Sanbalcnbeg etfeln ^3l)ilofopf)en aufgeworfen unb fo bem Volte ben ©tauben an beffen ©ottljeit be*nommen habe. Slnbere erjagten, er habe, bei fel)r hohem Sitter, ben SEob im SReere gefun»ben. Sei G. ift ber philofophifdfe ©ebante, felbft in einem tjö^ern ©rabe alg bei *Par*menibeg (f. b.), ber aud) in gebunbener SRebe fdjrieb, an bag poetifdje Silb unb ben SRtptfjug gebunben. Sein Stanbpunft ift im Stllgemeinen burd) bie Ginwirfung ber eleatifc£)en^l)ilofopl)ie auf bie Sehre ber frühem ionifd)en Vaturpbilofophen (^3l)pftologen) bebtngt.SReben Pier ooneinanber unabhängigen ©runbfloffen, Sit ft, SEaffer, geuer unb Grbe, bieer burdj mptl)ologifd)e Vamen a(g 3eug, $ere u. f. w. be^eichnete unb bie ftd) bann big 51 tben neuern grofen Umbitbungen ber Vaf urmiffenfehaften alg bie fogenannten Pier ßlenienteerhalten haben, behauptete er bag Safein jweier bewegenber unb wirtenber üräfte, bergreunbfdjaft (Siebe) unb ber geinbfehaft (Streit), jener alg beg pereinigenben, biefer alg begtrennenben ^3rincipg. So tritt bei ihm ber ©egenfetf jwifdjen Stoff unb .ffraft beftimmterauf alg bei ben frühem ^h*l°f°Pf) en - ®' c SEettentftehung bachfe er ftd) fo, baf in bie Ponber ätraft ber Siebe jufammengehaltene uranfängtidje Ginbeit (Sphärog) ber Streit algUrfache ber Sonberung einbrang. 3n biefem Slugfonberunggproccf, burd) weldjen bie ein»jelnen fRaturbinge entfiehen, fcheint er eine gewtffe Stufenfolge, ebenfo eine atlmälige Gut*wiefetung beg Vollfommenen'aug bem Unoolltommcnen unb einen periobifchen SEecbfel ber2 Beltentfiel)ung unb beg SBeltuntergangcg angenommen ju haben. Slucb ift aug ben grag»menten feines Sehrgebidjfg nicht gan$ tlar, inwiefern er unter ben Glementen bag geuer fürbag Subftraf beg Streitg, bag SBaffer für bag Subftraf ber Siebe gehalten, unb ber über»wiegenben &f)ätigteit beg einen ober beg anbern fPrincipg befonbere Salbungen jugefchriebenhabe. Unter feinen Meinungen über einjelne Vaturerfcheinungen ift befonberg feine Sehrepon ben Slugftrömungen ber Singe ;u erwähnen, bie in bie entfpred)enben Öffnungen(^>oren) anberer Singe einbringen, aug welcher Sinnahme er in Verbinbung mit bem Sage:©teicheg werbe nur pon ©leid)em erfannt, bie Gntfieljung ber ftnnlichen 2 ßaf)tnehmungenertlären ju fönnen glaubte. Sem uralten ©tauben an eine Seelenwanberung fuctjte er eineethifche Sebeufung ju geben unb näherte ftd) hierin pt)tf)agoreifd)en Slnftd)ten. Vgl. Sturi,„Empedocles Agrigent." (2 Sbe., Spj. 1805), „Empedoclis et Parraenidis fragmentacte.", herauggegeben Pon Slmab. fPepron (Spj. 1810), „Empedoclis Agrig. carminum re-liquiae", herauggegeben Pon Sim. ätarfien (Slmfi. 1838), Sommaffd), „Sie SBeisbeit begG., philofophifd) bearbeitet" (Verl. 1830) unb Somenico Scina, „Memorie sulla vitaet la filosofia di E. (2 Vbe., Palermo 1813).
©mpcrfftafic ober Gnneperftrafe,ein 2hal in ber ehemaligen ©raffdjaft SRarf,etwa jwei SReiten lang jwifdjen hagen unb ©eoelgberg, an bem glujfe Gmpe ober Gnnepe,ift PonSlnfang big Gnbe fo mit SBafferwerfen, namentlid) Gifenwerfen, befegt, baf ein neueganjulegen faft nicht mehr möglich ift-
(gmfjfättßlichfeit ober OteceptiPifät, auch Grregbarfeit genannt, im ©egenfafeber Spontaneität (f.b.), befiehl barin,baf eine Jtraft burd) bie Ginwirtung einer anbern$u einer gewiffen SEhätigfeit Peranlaft wirb. Sind) bem menfd)lidjen ©eifie legt man biefeGigenfchaft bei, inwiefern er nicht felbfithätig wirft, fonbern burd) äufere Ginbrücfe jttrSEh<üi 0 frit beftimmt wirb.
©mfjfttttgtti# , f. 8 e ug un g.