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Stimmt fie einett fteirtern Sfjeil beg ©d)ilbeg alg ben inerten ein, fo heijit fte Keine iebigeBierung (Ievure), eine $igur, welche in ber Heralbif bcs franj. Äaiferrcichg unb in ben engt.SBappen eine bebeutenbe Stolle fpielt. ©röfjct alg ber oierte S£^eit beg ©chilbeg fitgrand canlon, quadrans honorarius major. Saufen im ©cf)itbe jwei ftfjräge Sinien gegen*einanber unb tfjeifen baffelbe in brei ^ta$e, Don benen bie beiben äufern eine unb biefetbeSinctur haben, fo entfielt in ber Wlittc bie ©pige (pointe, cuspis). Siefe ifr entweber auf*rcci)tftcf)enb (chappe), ober gefiürjt (chaume), je naef)bem bie Sinien am obern ober untern©d)ilbranbe jufamntenlaufen; fchrägrechtg ober fchräglinfg, wenn bie Sinien im rechten oberlinfen obern ©djtlbwinfel jufammcnfiofjen unb im umgefehrten Jalle fchrägrechtg oberfchräglinfg gefiürjt. Stedjtg wirb bie ©pi|e genannt, wenn bie Sinien am rechten, linfg,wenn fie am linfen ©d)ilbranbe jufammenlaufen. Berühren bie jufammenlaufenben Siniennicht ben ©d)ilbranb unb gehen nur big in bie Btitte beg ©chilbeg, fo tjl bieg eine abgefürjte,erniebrigte ©pijsc (pointe mantele). Sie legte ber einfachen Figuren i|t ber ©tänber ober•Siegel (giron, conde, conus). ©ie befielt aug ber Fjalbert Bierung, alfo aug bent achtenSteile beg ©chilbeg unb wirb burch eine fcfjräge Sinic, bie aug einer ber ßefen beg ©d)itbeglaufenb an eine ihr entgegenfommenbe halbe fenfredt)te ober halbe Duerlinie in ber Stiftebeg ©djilbeg flöfjt, gebitbet. Sie jufammengefepfen Heralbgfiguren entfielen aug ben ein-fachen unb finb fotgenbe: 1) bag .Streu}, 2 ) ber ©parren unb 3) bie ßinfaffung ober bet©d)ilbegranb. Sic Heratbgfiguren überhaupt haben ihr bejlimmtcg Staf für ben Staunt,ben jie einnehmen müffen; fo ,(.58. wenn empfahl im ©chilbe ift, muß baffetbe in brei gteid)eS£t)eile getheitt erfcheinen. Bei mehren pfählen ober Balten gilt bie Stege!, baf bann bie©dutbfläche einen fpiafc mehr §ät>len muß, alg SSatfcn it. f. w. oorhanben finb. Bei breipfählen mürbe alfo bag ©d)ilb in jteben gleid)e $h e ^ e 3 df)cilt erfcheinen. SBirb biefeg Ber*haltnif nicht.beobachtet unb erfcheinen bie Sigttren Keiner, fo nennt man fie verjüngte (di-mimitas), unb ber oerjüngte fPfahl f>dft bann ©fab. Jöcralbgftguren, welche weniger alg bie^»ätfte ber oorfebriftgmäßigen Breite haben, nennt man wol auch Reiben, obgleich biefe Be-nennung eigentlich nur bern ©djrägbalfen jufief)t, wenn er flatt beg britten wenigeralg ben felgten ber gatten ©chilbfladw einnimmt.
ift ber Stame einer fdjwcb. jijamilie, bie aug Scutfdflanb fiamntt, wo fie©dfeffer hieß. Ser fchweb. ©fammoatcr 3of)- 3af. G. war ein tapfererDfftjiertutSienfte jtatl’gXlI. unb ftarb 1731 alg Dbrifi. — ©ein©obn, Slug. ©raf ß., geb. 1710,hat fid) namentlich algßtbauer bergeflunggwerfe ju©oeaborg unb alc5 ©ctjöpfer berfdjweb.©checrenflotte einen berühmten Stamen gemacht. 3nt ©iebenjährigen Kriege führte er furjtSeit ben Oberbefehl, fonnte aber bann, oon ber geheimen fPolitif ber dföntgin unb anberrtUmjtänben gebunben, wenig augrichten. ßr würbe in ben ©rafettfianb erhoben unb ftarb 1772alg jßclbniarfchall. — Sticht Weniger berühmt ift ber ©oljn beg Sefjtetn, .Starl Slug, ©rafoon©., geb. 1745. ßr biente fet)r jung in Sommern an ber ©eite feineg Baterg, jtubirtebag franj. ©eewefen tn Breft unb half feinem Batcr bei bet Slnlegung oon ©oeaborg unbbem Bau ber ©cheerenflotte. Stoch beoor er bag breißigfte 3al)r erreicht hatte, war er fdjonDbrifi. Beim Beginn beg ftnnifdjen Jtricgg im 3- 17 8 S würbe er junt Slbmiral ernannt,ßr führte ben Befehl in ber erfien ©ecfdjlacht ju ©oenffftmb am 24. Slug. 1789 unb hattefd)on eine Slbtheilung ber ruff. glotte gefchlagen, alg bie Hauptmacht berfelben im ©unbeeinbrang. . ©ein ^lan, ftd) jurücfjujiehen, würbe »om Könige ©uflao Hl. nicht gutgehet»ßen; baher legte er ben Befehl nieber. Stach bem Sobe ©uftaö’g Ul. (teilte ihu bie neueStegierung 1792 mit bem Sütel eineg ©encralabmiralg an bie @pi|e beg ganzen ©eewefeng;aber eg paßte Weber fein lebhafter ©eift für eine folche mafchinenartige SSirffamfeit, nochftimmte feine Senlart mit bem ©elfte ber bamaligcn Stegierung; weghatb er aud) oon biefer©teile wieber abtrat, um fid) nun für fein übrigeg Sebcn oon allen öffentlichen ©efebaftenjurücfjujieh* , n unb ftd) ganj bem ©tubium ber Staturwiffenfdjaften unb ber Jtunft ju wib-men. Bon feinem Bater, welcher meifierhaft jeichnefe, tn Dl malte unb graoirte, hatte ©.fowol feine militairifc|en alg feine fünfHertfdjen Slnlagen geerbt unb Stufe gefunben, jieauljubilben. ßine im 3- 1789—82 nach Statien unternommene Steife hatte itjn für bagSlntife begeifiert unb ihn ju feiner „Steifebefchreibung" (©toefh- 1186 , mit .Rupf.) unb jt»her tlafjifd)en ©d)rift „Sie ^)t)ilofopl)tc ber fd^önen fünfte" (©toefh- 1786) oeranlafjt.