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4 (1845) D bis Entern
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597
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©fjtenfitöm ©fjtettffücEe 597

man aud) mef>r unb mefjt jurücfgefommen, fowie aucE) bie 2lbbitfe bet 3njutien »ielfadjals ungeeignete Strafe erfatwt worben ift. 9tur bic gelinbefte ßhrenffrafe, ber 5Ber»etS,pflegt nod) alb Strafminimum »orsufommen. ßf)rlopgfeit als golge »on gewiffen fernerenStrafen Peilt pd) aus benfelben ©rünben als ungeeignet bar, unb an beren Stelle habenneuere Strafgefeigebungen ben SScrlufi ber bürgerlichen ©£) r e n r e ch t e (f. b.) gefe|t, mitbenen jugleid) bie ßntfc(jung oon öffentlichen Ämtern jufammenhängf, »eiche Weniger füreine befonbere Strafe als »ielmef)r für eine golge ber Strafe anjufehen ift.

©^rettftl'önt, »on ©eburt ein Schwebe unb ßabinetöfectefair bei ©ufta» HI., nahmnach beffen Sobe im 3- 1793 SEhcil an bet gegen bie ÜRegcntfchaft beS -öcrjogS »on Süber»manlanb gerichteten 23erfchwöritng, welche ©ufta» IV. »or ber burd) baS Sefiament ©u=paöS III. gefe|lich beftimmten Seit für »olljäftig $u erflären ben fpian hatte., unb anberen Spifce ber 23aron $rmfelt (f. b.) fianb. Stach ber ßntbeefung berfelben würbe 6 .,ber ftch berebt unb geiftreich »ertheibigte, jum Schwert »erurtheilf. ßr ging mit Stube unbßntfchloffenheit jum SBlutgericftc. Seine hagere ©eftalt unb fein langer rotber 23art, benman ihm »äbrenb einer ncunmonatlichen ©efangenfehaft nicht abgenommen hatte, gabenihm ein »itbeS unb tühnce 2lnfef)en. Stuf bem S3lutgerüfte las er mit Äaltblütigfeit bie ba»felbfi angehefteten SiobeSurtheile, unb fchon war ber Scharfrichter bereit, ben SobeSpreid) $uführen, als man igm ©nabe anfünbigte. Sie Sobeöprafe würbe in lebenslängliche ©efan»genfehaft auf ber geftung Jtarlftein umgewanbelt. 211S ©ufta» IV. $ur Stcgierung gelangte,tarn auch ß. wieber in Freiheit; hoch ftatt ber ©unftbejeigungen, beren feine SRitfchulbigentheilhaftig würben, muffe er ftch mit einem 3 at)rgef)alt begnügen unb lebte feitbem in gänj»lieber Slbgefchiebenheit.

©hlk Itffücfe (pieces honorables) ober .iperalböfiquten helfen ber SSBappenf unpeigene giguren, welche aus ber ungleichen SSertheilung ber Snncturen in ben ^piäfen eines2Bappenfcf)ilbS entfiehen. Sie fontmen alfo nur in geteilten Schiiben »or, wo bie einjelnen^Pläfce »erfdjiebene Sincturcn haben. Stimmt eine Sinctur fo »iel $))la£ ein alö bie anbere,fo entfloht eine Section, unb fobalb bie eine überwiegenb ift ober mehre ipiäfe einnimmt,eine eperalbSpgur. Sie .fjeralböpguren bilben ben ©egenfaf ber gemeinen giguren, welchelegrere, auch SSÜber genannt, entweber natürliche ober fünftlichc ftttb, je nachbcm fie auS na»tätlichen Singen, 5 .23. Spieren u.f. w. ober aus Jtunper$cugniffcn, $.23. ÜBaffen, befielen.Sen Urfprung ber ^teralbspguren leitet man »on ber ©ewohnheit ber ätrieger her, bteSchilbe mit allerlei farbigen Strichen $u »erjieren. 3»t 2lllgemeinen theilf man bie-fiteralbö»figuren in eigentliche unb uneigentlichc. ßS fann nämlich ein Sdplb nur burch Linien ge»theilt werben, unb biefe Sinien müffen an ben 9fanb beS SchilbS ffofen, mithin auch bie^cratbSpguren felbft; in btefem galle ift eS eine eigentliche. Stofen bie &heilungSlinicn nichtan ben Sd)ilbeSranb, fo ift bie barauS entftehcnbc gigut entweber feine äjerqlbSpgur obereine uneigentliche j $u tiefen rechnet man $. 25. 9tinge, ätugeln u. f. w. 3 m Übrigen theilt] man bie .fteralbSfiguren in einfache, bie auS SchilbeStljeilungen entfiehen, unb jufammen»gefegte, welche aus ben einfachen gebilbet werben, gür bie einfachen eperalbSpguren gibt eS folgenbe ^bedungen beS SchilbeS: 1) [entrecht, barauS entftefjt ber f a b l (pal, palus, co-lnmna), 2 ) duertheilung, bie gigur ift ber Qucrbalf en (fasce, fascia, taenia) j ber ^ 3 lafüber bem Salten heif t Sd)ilbeöhaupt (chef), ber barunter Sdplbeöfuf (23oben, Champagne),3) bie Steilung fdjrägrcchtS, bie gigur ip ber Schrägbalfen (baltheus, Seifte, Schräg,Lande) ; ber obere $Pla$ ift baS rechte Schräghaupt, ber untere ber rechte Schrägfuf (chefdiagonal unb Champagne diagonale dextre) ; 4) Sljeilung fdjräglinfS, bie gigur heiff Iin«fer Schrägbalfen (23anbelier, harre, contrebande) , ber obere unb untere 5piaf f)etffert linfeSSchräghaupt unb linfer Schrägfuf. Sa man bie Steilung beS SchilbeS burd) mehre Sinien»ornchnten fann, fo ip es natürlich, baf ein Sdplb mehre pfähle, Quer» unb Schrägbalfenhaben fann. 3« biefem gälte müffen bic Süncturen ungleich »«theilt fein, unb bie im Staunteüberwiegenbe Sinctur bilbet baS gelb, bie Weniger 9iaum cinnehmenbe bie gigur. 2lufer=bem gibt eS noch folgenbe, aus gegeneinanberlaufenben Sinien entpehenbe einfache -fjeraibs»figuren. Sie Söieruttg ober lebige 23ierung (franc quartier, canton dhonnenr), fo ge»| nannt $um Unterfchiebe »on einem ^£>ette beS quabrirten SchilbeS, entpeht burch ci nc h a ^ e! fenfrechte unb halbe Querlinie, welche im SDJittelpunft bei SchilbeS jufammentreffen.