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4 (1845) D bis Entern
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544
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544 Duval (Alex.) Duval (Valentin)

2. Jahrh. v. Chr. ein paar Mal als Flottenführer zur Sicherung der Küsten erwähnt.Diinmviri sscrorum oder sscris fi>ci»nllis hieß die priestcrliche Behörde, der die Bewah-rung und Auslegung der Sibyllinischcn Bücher anvcrtraut war, bis zu der Zeit, wo statt zweizehn Männer dazu ernannt wurden. (S. Decemviri.) Endlich heißen Duumvirischlechtweg, oft auch nach ihrer hauptsächlichen Bestimmung zu Handhabung der Rechts-pflege mit dem Zusätze snri dicnndo, die beiden höchsten Magistratspersoncn in denMuni-cipicn und Colonien, an deren Stelle an manchen Orten auch Triumviri u. s. w. Vorkom-men; sie wurden von dem Senate dieser Städte, den Decurionen (s. d.), gewählt undhakten neben der Rechtspflege auch die Oberaufsicht über die städtische Verwaltung. DenTitel Eonsules führten sie nie, wenn er ihnen auch manchmal aus Schmeichelei beigelegt ward.

Duval (Alex.), einer der beliebtesten neuern theatralischen Dichter in Frankreich, geb.am 6. Apr. 1767 in Rennes, machte im Seedienste den amerik. Krieg mit und war dannSccretair bei der Deputation der Stände der Bretagne, die in Paris bestand, angestcllt, biser als Ingenieur-Geograph bei dem Kanalbau von Dieppe verwendet wurde, worauf er sichder Baukunst widmete. Als die Revolution ihn aus dieser Laufbahn gerissen hatte, führtenihn 17!)l die Verhältnisse und seine Neigung auf die Bühne. Als Freiwilliger machte erdie ersten Feldzüge des NevolutionSkriegs mit. Nachdem er zum Vkestre trsn^sis zurückgc-kehrt, traf ihn das Schicksal der übrigen Mitglieder dieses Theaters, ins Eefängniß gewor-fen zu werden. Nur durch den Muth eines Schreibers im Comite des Wohlfahrtsausschus-ses,, der cs wagte, die Anklagedocumente bei Seite zu schaffen, entging er dem Blutgerüst.Nach dem 8. Thermidor in Freiheit gesetzt, widmete er sich nun ganz der Literatur und galtin kurzem für einen der glücklichsten Lustspiel- und Operndichter. Von seinen Stückenhaben sich mehre auf dem Repertoire erhalten. Im I. 18l2 wurde er Mitglied der franz.Akademie und 1839 vom Minister Montalivct zum Conservateur der Bibliothek des Arse-nals ernannt. Er starb am 19. Jan. 1832. In seinerll.ettre s Nr. Victor H»Fn de I»littei-sture romsntiqne" (Par. 1833) vcrtheidigte er die classische Schule und gab der ro-mantischen den Verfall der dramatischen Kunst in Frankreich Schuld. Eine Sammlungseiner Schriften erschien schon 1822 (9 Bde., Par.).

Duval (Amaury), einer der ausgezeichnetsten Gelehrten Frankreichs, der ältere Bru-der des Vorigen, geb. am 28. Jan. >760 zu Rennes, bildete sich zum praktischen Rechtsgc-lchrten und trat schon im 29. Jahre mit Auszeichnung als Redner imParlamente von Bre-tagne auf. Später verließ er jedoch diese Laufbahn, um sich dem diplomatischen Fache zuwidmen, und wurde 1785 Gesandtschaftssecretair in Neapel. In Italien sammelte er wäh-rend seines mehrjährigen Aufenthalts reichenStoffzu einem schon früher entworfenen Werkeüber die Alterthumskunde. Als er 1792 in Nom war, erhielt er durch Basseville, dem da-maligen Gesandten der franz. Republik, die Stelle eines Sccretairs. Bei dem Pöbelaus-stande in Nom im Jan. 1793, der dem Gesandten das Leben kostete, kam er selbst in die größteGefahr. Bei den geringen Aussichten, die sich in der diplomatischen Laufbahn damals zeig-ten, wendete er sich bald nachher ganz gelehrten Arbeiten zu und begann in Verbindung mitChamfort, Ginguene, Say u. A. dievöcsde plnlosopingue", woran er den thätigsten An-theil nahm. Im I. 1897 wurde diese Zeitschrift mit demNercure de krsnee" vereinigt,den D. bis 1816 herausgab. Schon unter dem Directorium wurde er Bureauchef für Wis-senschaft und Kunst im Ministerium des Innern und >811 Mitglied des Instituts. Im I.1815 verlor er die erstere Stelle; doch blieb er Mitglied der Akademie der Inschriften undschönen Künste. Er starb zu Paris am 12. Nov. >838. Seine SchriftDes sepulturesober les snciens et les modernes" wurde mit dem Preise gekrönt. Er gab den Text zu De-non'sNonuments des srts <1u dessia clier les peuples tsnt snciennes cpie modernes"(3 Bde., Fol.), zu Baltard'sksris et ses Monuments" (3 Bde., Fol.) und zu Moisy'slkontsines de ?sris, snciennes et ovuvelies" (1813, Fol.); besorgte die Ausgabe desMontaigne (1829) und Scarron (1821) und war ein fleißigerMitarbeikeranderUistoirelittörsire de Is Vrsnce", für die er Bd. 1317 arbeitete.

Duval (Valentin), Bibliothekar des Kaisers Franz 1., ein durch seine frühem Lcbens-schicksale und die Art seiner Studien merkwürdiger Gelehrter, geb. 1695 als Sohn eines armenBauers zu Artonay in der Champagne, hieß eigentlich Jameray und wurde, nachdem ex