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mit dem er nach Paris ging, wo er am 20. März 1812 starb. Die Zahl seiner Compositioncnist sehr groß; auch wurden sic fast durchgehend mit großem Beifall ausgenommen. Bekanntist insbesondere auch die von ihm mit Plcycl hcrausgegebcne „Metkcxlc nonveila, pmn Iopiiliin et notrinunent ;>n„r le (loigster" (Lond. 1796 und öfter). Als Componist zeigte erviel Eigcnthümlichkeit, reiche Erfindung und ein Feuer des Gefühls, welches auch iu seinemtrefflichen, sichern und eigentlich großen Spiele unverkennbar war.
Düsseldorf, im gleichnamigen Regierungsbezirke der preuß. Nhcinprovinz, demvolkreichsten unter allen Regierungsbezirken der preuß. Monarchie, der aus 98'/, mM.789999 E. zählt, der Sitz der Negierung desselben und die ehemalige Hauptstadt des Her«zogthums Berg, am Rhein, mit dem sich hier die Düssel vereinigt, liegt in einer herrlichenGegend und ist eine der schönsten Städte am Rhein. Sie theilt sich in die Altstadt,Neu-stadt und Karlsstadt. Die Straßen sind zum Theil regelmäßig angelegt und die Häuserdurrbgehcnd von gebranntem Stein erbaut. Die Neustadt, welche insbesondere viele schöneGebäuve aufzuwcisen hat, wurde >699-1716 vom Kurfürsten JohannWilhelm von derPfalz erbaut, die Karlsstadt 17 87 vom Kurfürsten Karl Theodor angelegt. Letztere bestehtaus mehren Vierecken, die einen großen Platz cinschließen, und ist namentlich in neuester Zeitbedeutend an Umfang gewachsen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Collcgiat- undHauptxfarrkirche mit den Grabmälern der alten Herzoge von Jülich und Berg, unter wel-chen sich das marmorne Mausoleum des Herzogs Johann auszeichnet, die prachtvolle, aberetwas überladene Andreaskirche, früher den Jesuiten gehörig, die bronzene Neiterstatue desKurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, welchem D. sein Emporkommcn verdankt, aufdem Markt, eine zweite marmorne Statue desselben Kurfürsten in der Mitte des Schloß-hofs, die Sternwarte im ehemaligen Jesuitencollegium, das Antikencabinet und die schöneSammlung physikalischer Instrumente. Das alte Schloß, welches beim franz. Bombarde-ment von >795 zur Ruine wurde, ist jetzt wiederhergcstcllt, und es befindet sich darin dieMalerakademic. Die Zahl der Bewohner beläuft sich auf 39999; sie sind meist Katholikenbis auf 5699 Evangelische und 490 Juden. Die 1699 in D. gestiftete Gemäldegalerie,die reichste an Werken von Rubens (das jüngste Gericht) und andern großen Meistern derniederländ. und flamänd. Schule, sonst die vorzüglichste Zierde D.s, wurde 1895 nach Mün-chen gebracht; nur die kostbare Sammlung von etwa I -1300 Originalhandzeichnungcn und23590 Kupferstichen und Gypsabdrückcn ist zum Gebrauche der Käsigen Kunstakademie(s. Deutsche Kunst) noch vorhanden, und cs wurde dieselbe von Seiten der rheinischenRitterschaft im I. 1841 durch Ankauf einer Sammlung von mehr als 300 Aquarell-zeichnungen nach den besten ital. Meistern vermehrt. Außer der Malerakademic hat D. eineKunst- und Bauschule, ein Gymnasium, eine Realschule und viele andere wohlthätige An-stalten. Ein preuß.-rheinländ. Kunstvercin wurde daselbst 1828 gestiftet. Bedeutend sinddie Färbereien, Baumwoll-, Taback-, Leder-, Wagen-, Tapeten- und viele andere Fabriken.Auch hat D. vielen Gemüsebau, und berühmt ist der von dort in alle Gegenden versendeteSenf. Höchst wichtig sind der SpeditionS- und Zwischenhandel, besonders die Rhcinschiff-fahrt; D.s Hafen, seit 1829 ein Freihafen, ist einer der besuchtesten am Flusse. Nach Hol-land und dem Kleveschen besteht eine sogenannte Bcurt- oder Nangfahrt, welche ausschließ-lich von neun Schiffern betrieben wird, sodaß fünf davon die Transporte nach Amsterdamund die vier andern die Transporte nach Dordrecht und zurück besorgen. Die Dampfschiff-fahrtsgesellschaft zu D. befährt gegenwärtig mit neun Schiffen, welche an Eleganz die allerandern Gesellschaften übertrcffcn, täglich den Rhein sowol bis Mainz als auch bis Rotter-dam, und die übrigen Nheindampfschiffahrtsgesellschaften haben daselbst ihre Agenturen.Mit Elberfeld ist D. durch eine Eisenbahn verbunden, die 1840 eröffnet wurde. D. kam,nachdem die Herzoge von Jülich, Kleve und Berg ausgestorben, an die Pfalzgrafen vonNcuburg und war dann Residenz des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, bis Hei-delberg wieder aufgebant war. Im I. 1795 nach einem heftigen Bombardement von denOstrcichcrn durch Capitulation an die Franzosen übergeben, blieb D. bei Frankreich, bis eSim luncvillcr Frieden >801 an Baiern zurückgegcben wurde. Hierauf kam es zum Herzog-thum Berg, dessen Hauptstadt es war, und 1815 mit demselben an Preußen.
Dutens (Louis), ein durch seine Reisen in Europa und durch eine Menge Schriften,