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4 (1845) D bis Entern
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540
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540 Durutte Duffe?

Durutte (Jos. Franc., Graf), franz. Gcncrallicutcnant, gcb. am I-t. Juli > 767 ,trat zu Anfänge der Revolution in die franz. Infanterie. Er stieg in den Feldzügen derRepublik schnell zu hohem militairischen Graden auf und wurde 1 863 zum Divistonsgcnecalund Commandanten der zehnten Militairdivision zu Toulouse ernannt. Im Kriege von1860 gegen die Östrcicher war er besonders in Italien thätig beim Übergänge über die Piaveund den Tagliamento. Im I. >812 hielt er mit seiner Division Berlin besetzt, dann Dan-zig, und gegen Ende des Jahres folgte er der Armee nach Rußland. Unter Negnier hatte eram > 3 . Febr. I 8>3 den wesentlichsten Antheil an dem mörderischen Gefechte bei Kalisch.In dem Feldzuge von > 8>3 bildete er mit den beiden sächs. Divisionen das siebente Armee-corps unter Regnier. Nachdem er in den Schlachten bei Bautzen und Großbeeren tapfer ge-siechten, rettete er durch den hartnäckigen Widerstand, den er am 6. Sept. dem BülowsschenCorps in der Schlacht bei Dennewitz leistete, vielleicht das franz. Heer vor gänzlicher Zer-trümmerung. Hierauf nahm er Theil an der Diversion gegen Berlin und der EntsetzungWittenbergs. Als am > 8. Oct. in der Schlacht bei Leipzig die sächs. Truppen zu den Ver-bündeten übertraten, wurde das sächs. Geschütz sogleich gegen D.'s Division gerichtet, diedadurch furchtbar litt. Beim Rückzuge der franz. Armee bildete er einen Theil der Arriere-garde. Im Feldzuge von >8 >4 entsetzte er Thionville; auch vertheidigte er mit großer Stand-haftigkeit Metz. Nach dem Sturze des Kaisers erhielt er von Ludwig XVIII. den Befehlüber die dritte Militairdivision zu Metz. Dessenungeachtet übertrug ihm Napoleon nach seinerRückkehr das Commando der vierten Division im Armeecorps Drouct's. In der Schlachtbei Belle-Alliance kämpfte er mit verzweifelter Tapferkeit. Nach der zweiten Restaurationwurde er nicht wieder angestellt und zog sich ganz aus dem öffentlichen Leben zurück.

Dusart (Cornelius), ein holländ. Maler, geb. zu Harlem > 665 , gest. > 764 , war einSchüler des Adrian van Ostade und malte wie dieser Scenen des ländlichen Lebens. In Be-tracht der Energie der Farbe und des Tons kommt er seinem Meister sehr nahe; seine Bildersind daher sehr gesucht, ebenso aber auch die nicht ganz unbedeutende Anzahl seiner Kupfcr-blätter, die er in einer geistreich freien Manier behandelte.

Dusch (Joh. Jak.), einer der bessern deutschen Dichter und Prosaiker zu Anfänge derklassischen Periode, geb. zu Celle am > 2 . Febr. 1 725 , studirte zu Göttingen neben Theologieinsbesondere schone Wissenschaften und engl. Literatur. Nach beendeter Studienzeit war ermehre Jahre Hauslehrer und privatisirte dann von >756 an in Altona, wo er nachher amGymnasium angestcllt wurde und den Titel als dän. Justizrath erhielt. Er starb zu Altonaam > 8 . Dec. > 787 . Als Dichter hat er sich vornehmlich in der didaktischen Gattung undim komischen Epos versucht. Mit Wahrheit der Gedanken verband er einen gefälligen Vor-trag, aber es mangelte ihm eine lebendige Phantasie; seine Darstellung ist bald zu blühendund geziert, bald matt und schleppend, und in den didaktischen Dichtungen der Lehrzweckallzu sichtbar. Seine Prosa ist in manchen seiner frühern Schriften, z. B. in denMorali-schen Briefen zur Bildung des Herzens" (2 Bde., Lpz. > 759 ; 2 . Aust., > 772 ), geziert undschwülstig und streift in das Gebiet der Poesie. Seine Romane, z. B. die viel geleseneGe-schichte Karl Ferdiner's" (3 Bde., Bresl. > 776 86 ; völlig umgearbeitct unter dem Titel,Der Verlobte zweier Bräute", 3 Bde. in 6 Theilcn, Bresl. und Lpz. > 785 ) undDiePupille", die J. G. Müller nach des Verfassers Tode herausgab (Altona > 798 ), zeichnensich für ihre Zeit durch Vermeidung des Unnatürlichen, Unsittlichen und Schwächlichempsind-samen in Charakteren und Sprache vortheilhaft aus. Vielen Beifall fanden auch seineBriefezur Bildung des Geschmacks" (6 Thle., Lpz. 1764 73 ; 2. Aust., > 773 79 ).

Duffe? (Joh. Ludw.), einer der bedeutendsten Pianofortespieler und Componisten fürdieses Instrument, geb. zu Czaslau in Böhmen > 761 , zeichnete sich anfangs als Künstlerauf der Harmonika aus. Im I. >786 ging er nach Paris, später nach London, wo er >796in Verbindung mit seinem Schwiegervater Conchettini eine Musikhandlung und Noten-stecherei anlegte. Im I. 1 799 wendete er sich nach Hamburg, später nach Berlin, wo er derVertraute und Begleiter des durch seinen rühmlichen Tod, wie durch seine großen Talente,namentlich für Musik, bekannt gewordenen Prinzen Louis von Preußen wurde, auf dessenTod er auch eine Sonate unter dem Titelkllegie" schrieb. Nach des Prinzen Tod^ erhielter >866 eine Anstellung bei dem Fürsten von Isenburg, im folgenden Jahre bei Talleyrand,