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4 (1845) D bis Entern
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538
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538 Dürkheim Duroe

vertheidigte er in de» I. 1831 und > 832 gegen die Tories seine College» und die Maßregel,in der England eine höhere Stufe seiner politischen Entwickelung errang. sS. Reform-bill.) Nach dem errungenen Siege mußte indessen der Unterschied zwischen ihm und de» ge-mäßigten Whigs, namentlich seinem Schwiegervater, stärker hervortretcn. D-, als ein un-abhängiger, wenn auch keineswegs schwärmerischer Staatsmann, gedachte nun die Bahnder Reform weiter zu verfolgen, während die eigentliche Whigpartei die Neformbill als eineSchlnßmaßregcl betrachtete. Seine Thätigkeit im Cabinet war hiermit vorüber; ohne so-gleich sein Portefeuille niederzulegen, waren es nun besonders wichtige auswärtige Missionen,denen er sich unterzog. Als Lord Lambton zum Grafen von Dur Ham erhoben, gingerim Juni >832 als außerordentlicher Gesandter nach Petersburg, wo man ihn mit großerAuszeichnung empfing. Der Zweck dieser Reise war wol weniger, wie man vermuthete,auf eine Verwendung für die Polen gerichtet, als vielmehr auf die belg. Angelegenheiten undauf die Herstellung des guten Vernehmens zwischen Rußland und England. Durch daspersönliche Interesse, das er dem russ. Hofe cinflößtc, zog er sich jedoch, ungeachtet seiner fürEngland günstigen Wirksamkeit, von den Tories Verhöhnung, von den Whigs Neid, vonden Radikalen laute Mißbilligung zu. Nach seiner Rückkehr trat er aus dem Ministerium,machte im Aug. 1833 während der Anwesenheit Ludwig Philipp's eine Reise nach Cher-bourg, der man ebenfalls einen öffentlichen Charakter beilegte, und erhielt 183-1 eine Sen-dung nach Paris, deren Gegenstand wahrscheinlicher oriental. Frage ausmachtc. In jenerZeit war er bei dem schwankenden Benehmen Lord Brougham's im Obcrhause der Einzige,der die Volksintcresscn mit Nachdruck vertheidigte. Ein neuer bedeutender Wirkungskreissiel ihm nach dem Ausbruche der canadischcn Unruhen (s. Kanada) zu, indem er zum Ge-ncralgouvcrnenr und Eeneralcapitain sämmtlicher nordamerik. Colonicn ernannt wurde.Er sollte nicht nur die Wirren des Augenblicks ordnen, sondern auch Vorschläge zu einerdefinitiven Gestaltung der nordamerik. Verhältnisse machen, und niit fast unumschränktcnVollmachten durch die sogenannte Canada-Acte versehen, langte er am 21. Mai >838 zuQuebec! an. Seine Schritte, die alsbald wohlthätig auf die Beruhigung der Kolonie wirk-ten und auch Anerkennung fanden, wurden indessen von seinen zahlreichen Parteifeinden inEngland mit Argusaugcn bewacht und sogleich in den beiden Häusern der bittersten Kritikunterworfen. Im Juni halte D., weil er weder eine allgemeine Amnestie noch eine Gerichts-verhandlung in der noch immer aufgeregten Lage des Landes für gerathen hielt, kraft seinerVollmachten die revolutionaircn Häupter in Kanada auf unbestimmte Zeit nach der InselBermuda verbannt. Dieses Urtheil ohne richterlichen Spruch, das allerdings ans dem Ge-sichtspunkte der Verwaltungspolitik gerechtfertigt schien, ward namentlich von seinen Geg-nern aufgcgriffen, und Lord Brougham brachte am 8, Aug. eine Bill vor das Oberhaus,welche die Maßregel zwar entschuldbar, aber für eine Überschreitung der Vollmacht erklärteund auf Annullirung der Ordonnanz antrug. Nach kurzem Widerstande von Seite» derMinister, wobei Lord John Russell wenigstens die Verbannung nach Bermuda als Gewalt-uberschreitung zugab, ging die Bill durch. D., aufs höchste erbittert, appellirte jetzt an daskanadische Volk, nahm seine Entlassung und langte am 30. Nov. 1838 in England wiederan, um seine Verthcidigung vor den Häusern zu führen. Kränklich und mit der Überzeugung,daß er als ein selbständiger, den Partcirücksichten abgeneigter Charakter vor der Hand fastvereinzelt stehe, zog er sich nun von den öffentlichen Geschäften zurück. Er starb am28.Juli1810 zu Cowcs auf der Insel Wight. In seinem Privatleben war D. völlig fleckenlos undvon der liebenswürdigsten Persönlichkeit; sein Tod machtein den politischen VerhältnissenEnglands einen tiefen Riß, denn beim Rücktritte der Whigs von der Verwaltung blieb nunnur die Rückkehr zu einer Toryregierung übrig.

Dürkheim , eine am Ostfuße des Hardtgebirgs gelegene Stadt in dem bair. KreisePfalz, an der Jsenach, hat ein Schloß, die Hardenburg genannt, und zählt 4500 E-, welchewichtigen Weinbau und Weinhandel treiben und Papier und Taback sowie Metallarbeitenfabricircn. In der Nähe befinden sich die Saline Philippshall, die Ruinen der ehemaligenAbtei Limburg und Reste der aus den Römerzeiten hcrrührenden Hcidenmauer.

Durlach, s. Baden.

Duroc (Michel), HerzogvonFriaul, General des franz. Kaiserreichs, geb. am