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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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537
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Durham Durham (John George Lambtou) 537

heimerihmbeistand. DieOiwra^iO.vureii" (Arnheim 1603, Fol.) enthaltenblosdie bei-den erwähnten mathematischen Schriften und die über den Festungsbau. Vgl. Heller,DasLeben und die Werke D.'s", wovon aber blos der zweite Band, welcher die Werke D.'s ent-hält, erschienen ist (Lpz. 1831), Noch,D.'s Leben" (Lpz. 1791) und (Campe'S)Reliquienvon D." (Nürnb. 1328): Bei der Säcularfcier seines Todes am 7. Apr. 1828 wurde inNürnberg der Grundstein zu seinem Standbilde gelegt, das Nauch verfertigte und der nürn-berger Bildhauer Burgschmidt in Erz ausführtc.

Durham, eine der östlichen Grafschaften Englands, unter dem Titel einer Pfalzgraf-schaft, hat ein Areal von 45'/, OM. und eine Bevölkerung von etwa 25-1090 Seelen. DerBoden des Landes ist im Norden und Westen gebirgig und daher ziemlich rauh und unfrucht-bar; der östliche größere Thcil mehr eben und schön und mild. An der Küste erheben sich hohe,schneeweiße Kalkfelsen mit imposanter Aussicht aufdas Meer. DieBewohner treiben Ackerbauund Viehzucht, auch Bergbau und nähren sich außerdem durch rege Industrie und beträcht-lichen Ausfuhrhandel. Hauptsächlich fabriciren sie Eisen - und Bleiwaaren, Glas, Papier,Leder, irdenes Geschirr, Vitriol, Salmiak, Leinwand und Drell. Viele reiche und angeseheneengl. Familien haben hier ihre Landsitze. Die Hauptstadt ist Durham, mit 15000 E.auf steilem Hügel am Wcar in reizender Umgebung, der Sitz eines Bischofs, welcher zugleichPfalzgraf von Durham ist und sehr bedeutende Einkünfte genießt. Unter den öffentlichenGebäuden verdienen besondere Erwähnung der große, auf einem hohen Felsen gelegene Dommit dem Grabmal des Beda Venerabilis; ferner das Schloß, die alte Oswaldskirche, die Pa-läste des Bischofs und des Gouvernements und das Schatzkammerhaus. Eine Quelle, 8-0-vali<r bliing genannt, sprudelt in der Stadt mitten aus dem Flusse Wear empor. D. ist inder Geschichte des Mittelalters thcils durch die Kämpfe derNormänner mit den Angelsachsen,Iheils durch die Kriege zwischen den Schotten und Engländern wichtig geworden. Hier wares, wo am 20. Oct. > 3-10 König David Bruce von Schottland durch die Engländer völligbesiegt und gefangen genommen wurde.

Durham (John George Lambton, Graf von), ein ausgezeichneter engl. Staats-mann, gcb. am > 2. Apr. 1792, stammt aus einem schon Jahrhunderte in der GrafschaftDurham angesessenen Geschlechtc. Nachdem er schon 1797 seinen Vater verloren, wurdeer durch seinen Stiefvater, Charl. William Windham, erzogen und dann auf der Schule zuEton und auf der Universität zu Cambridge gebildet. Im I. 1813 trat er für seine Graf-schaft in das Unterhaus, wo schon sein Vater als Whig und Freund von For seine Stimmegegen torystische Vorurtheile erhoben hatte. Reich und unabhängig, begabt mit klarem prak-tischen Verstände und einem von einer edeln Natur getragenen Wohlwollen, begann er seinepolitische Laufbahn mit seltener Festigkeit und einer ehrenwerthen Offenheit. In seiner erstenRede nannte er die Losreißung Norwegens von Dänemark durch den wiener Frieden einenAct, der die Geschichte, Sprache und den Volkswillen mit Füßen trete, und im folgendenJahre bezeichnet« er die Vereinigung Genuas mit Sardinien als einen Treubruch von Sei-ten Englands. (S. Castlereagh.) Von demselben Standpunkte aus bekämpfte er mehreMaßregeln der inncrn Politik, wie die Kornbill des jetzigen Grafen Nipon, die Bill überBewilligung von 10000 Pf. an die königlichen Prinzen, die Bill über die Fortdauer dcSFremdengesetzcs und des Nestrictionsactes und im I. 1818 die Jndemnitybill, welche aufUnverantwortlichkeit der Minister hinauslief. Im I. 1819 gab ihm, bei Discussion der so-genannten sechs Acte (s. Chartismus), dieManchester Massacre" Gelegenheit, die Rechtedes Volks aufs kühnste zu vertheidigen; auch stimmte er für den Antrag, der einen Tadelgegen die Minister wegen ihres Benehmens gegen die Königin Karolinc bezweckte. Zugleichsuchte er den öffentlichen Sinn in seiner dem Torysmus bisher verfallenen Provinz zu weckenund durch öffentliche Meetings zu befestigen. Im Apr. 1821 war cs D-, der im Unterhaus:einen vollständigen Plan der Parlamentsreform entwickelte, dessen Grundzüge später bei dervor das Haus gebrachten Wahlreformbill benutzt wurden. Bei Auflösung des CabinctsLord Goderich's, im I. 1828, ward D. zum Pair ernannt, und zwei Jahre später, bei derBildung des Ministeriums des Grafen Grey, seines Schwiegervaters in zweiter Ehe, trater als Lord Siegelbewahrer ins Cabinet. In dieser Stellung nahm er den bedeutendstenAntheil an der von der Negierung vorgelegtcn Neformbill. Mit der beharrlichsten Festigkeit