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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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535
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Durchschnitt Dürer 535

lind Ellipsoide. Unter dem scheinbaren Durchmesser einer Kugel versteht man denWinkel, unter welchem ihr Durchmesser, aus der Ferne gesehen, uns erscheint, oder, genauerausgedrückt, den größten Winkel, de» zwei von einem Punkte aus nach entgegengesetztenSeiten einer in der Entfernung sichtbaren Kugel gezogenen Gesichtslinien miteinander bildenkönnen. In diesem Sinne ist z. B bei den Himmelskörpern von einem scheinbaren Durch-messer dieNcde, der desto größcrist, je größer der wirkliche Durchmesser eines Himmelskörpers,desto kleiner aber, je größer die Entfernung desselben ist. Daher kann es geschehen, daß zweian Größe sehr verschiedene Himmelskörper doch denselben scheinbaren Durchmesser haben,wie die Sonne und der Mond, indem hier die relative Kleinheit des letzrern durch seine großeNähe ausgeglichen wird, ja zuweilen mehr als ausgeglichen, sodaß er sogar größer als dieSonne erscheint; cs kann ferner geschehen, daß derselbe Himmelskörper zu verschiedenenZeiten sehr verschieden scheinbare Durchmesser hat oder in sehr verschiedener Größe er-scheint, je nachdem er uns näher oder von uns entfernter ist. So hat Venus, wenn sie unsam nächsten ist, einen fast siebenmal größer» scheinbaren Durchmesser, als wenn sie vonuns am weitesten entfernt ist. Aus dem scheinbaren Durchmesser eines Himmelskörpers kannman, wenn außerdem noch die Entfernung bekannt ist, leicht den wirklichen Durchmesser suudhiermit den Inhalt) desselben berechnen ; überhaupt jede dieser drei Größen aus den beidenandern. Bei den Fixsternen, die uns auch in den besten Fcrnrühren als bloße Punkte erschei-nen, ist von keinem scheinbaren Durchmesser die Rede, weshalb auch ihr wirklicher nicht be-kannt ist und selbst dann nicht bestimmt werden könnte, wenn ihre Entfernung uns bekanntwäre, was im Allgemeinen nicht der Fall ist.

Durchschnitt, s. Profil.

Durchsichtigkeit heißt die Eigenschaft der Körper, dem Lichte den Durchgang zu ver-statten. Sie findet bei verschiedenen Körpern in sehr verschiedenem Grade und in allmäligerAbstufung von vollkommener Durchsichtigkeit oder Wafferhclle, wie beim reinen Wasser,Diamant, Bcrgkrystall, Glas u. s. w., durch das Halbdurchsichkige und Durch-scheinende bis zum Undurchsichtigen (Opaken) statt. Ans der Dichtigkeit und che-mischen Beschaffenheit eines Körpers läßt sich auf seine Durchsichtigkeit »och kein Schlußmachen; dieselbe hängt nämlich von einer gewissen Gleichartigkeit der Masse ab, wie sie sichnur bei großen Krystallen, sogenannten amorphen Körpern, z.B.Glas, und Flüssigkeiten fin-det; jede Ausscheidung einzelner abgegrcnzterTheilc im Innern einer Masse stört die Durch-sichtigkeit; daher sind krystallinische Körper meist undurchsichtig, Gemenge von Wasser undOl erscheinen milchig, Krystallc werden undurchsichtig, wenn sie ihr Wasser an der Luft ver-lieren (verwittern), Glas wird trübe, wenn es in seiner Mischung eine Änderung erfährt.Am vollkommensten durchsichtig sind immer farblose Körper, da gefärbte stets einen bestimm-ten Lheil der Lichtstrahlen absorbiren. Aber selbst der durchsichtigste Körper läßt das Lichtnicht ohne allen Verlust hindurch. (S. Licht.)

Düren, eine Stadt in frcundlichcr Umgebung an der Noer, im preuß. Regierungsbe-zirke Aachen, mit mehren Kirchen und Klöstern, einem Gymnasium und 7 566E., welche sehrbetriebsam sind und Fabriken in Papier-, Tuch-, Woll-, Leder-, Eisen - und Quinquaillcrie-waaren unterhalten, hieß zur Zeit der Römer Marcodurum und soll seinen Ursprung demMarcus Agrippa verdanken. Die fränkischen Könige hielten daselbst mehre Kirchenversamm-lungen und Reichstage, und Kaiser Ruprecht erhob den Ort zur Reichsstadt.

Dürer (Albrecht), der Stifter einer zahlreichen deutschen Malerschule, geb. zu Nürn-berg am 20. Mai I -17 >, war der Sohn eines geschickten Goldschmieds aus Ungarn und er-hielt von seinem Vater einen sorgfältigen Unterricht. Früh entwickelte sich sein Talent, undobgleich er im l 5. Jahre schon bedeutende Fortschritte in der väterlichen Kunst gemacht hatte,so entschied er sich doch für die Malerkunst. Michel Wohlgemuth, damals der beste Maler inNürnberg, nahm ihn 1 186 in die Lehre. Nachdem er ausgelernt, bereiste er von l 196 anDeutschland, den Elsaß und die Schweiz. Im 1.1191 kehrte er in die Heimat zurück,wo er, seinem Vater zu Liebe, des berühmten Mechanikers Hans Frey zu Nürnberg Tochterheirathcte, die, ein unfreundliches Wesen, in der Folge ihm sein Leben gar sehr verbitterte.Im I. 1566 ging er nach Venedig, wozu ihm sein Freund, der nürnberger Rathsherr Willi-bald Pirkheimer, ein Capital vorschoß, und malte hier die Marter des heil. Bartholomäus für