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4 (1845) D bis Entern
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532
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532 Durchbrechen Durchfuhrhandel

Westen. Unter dem griech. Kaiser Michael Dukas wurde D. als Herzogthum dem Nikepho.rus von Brienne übergeben. Bei der Theilung des byzantinischen Reichs kam D. an Vene-big. Durch ein Erdbeben im 1.1273 gänzlich zerstört, wurde cs vonAlbancscrn wieder auf-gebaut und kam 1315 als Herzogthum an Philipp von Tarent, dann an Navarra und spä-ter an Neapels Jm J. 1502 wurde es von den Türken erobert, denen cs seitdem verbliebenist. In und um D. werden sehr viele röm. Alterthümer gefunden.

Durchbrechen. Das Durchbrechen der feindlichen Schlachtlinien ist eine dem Spreu- ^gen des Centrums in Feldschlachtcn ähnliche Evolution in Seegefechten. Zu diesem Zwecke iwendet sich eine bestimmte Anzahl Schiffe auf ein gegebenes Signal schnell aus der Linie undgeht mit vollen Segeln quer durch die feindliche Linie, um den Feind schnell auf der andernSeite zu beschießen, wo er oft zwei bis drei volle Geschützladungen erhalten hat, che er daraufzu antworten vermag. Fast alle Seetrcffen zwischen den Holländern und Engländern, und szwischen diesen und den Franzosen, geben uns Beispiele des Durchbrechens der feindlichen Li-nie. Der niederländ. Admiral Nuy ter (s.d.) scheint der Erfinder dieses Manoeuvres zu sein;er führte es vorzüglich gut 1066 bei Dünkirchen aus, w^er mehre Male durch die Flotte desengl. Admirals Monk brach und sein schon abgeschnittencsVordcrtreffen rettete. Inzwischenkam dieses Manoeuvre doch, wenigstens bei den Engländern, in Vergessenheit, bis cs zuerstwieder der Admiral Nodncy in der Seeschlacht am 12. Apr. 1782 zwischen den Inseln Do-minique und Les Saintes anwendete, wo er einen vollkommenen Sieg über die franz. Flotteunter Lagrasse davontrug. John Clerk, der seine Ansichten über das Durchbrechen in dembizsn)' ni> liaval tactics" (Lond. 1782; neue Aust., 180-1) nicderlegte, behauptete bereitsI780denFlaggencapitain des AdmiralsNodney auf dieses Manoeuvre aufmerksam gemacht qzu haben. Allein die Familie Rodncy leugnet, daß der Admiral von Clerk's Idee etwas ge- ^

wußt habe. Mit dem glänzendsten Erfolge wurde dieses Manoeuvre in der Folge von Howe, ^

Duncan und Nelson, von Letzterm namentlich beiAbukir (s. d.), angewendet.

Durchdringlichkeit oder Penetrabilität heißt die Eigenschaft der Körper, ver-möge welcher sie im Stande sind, andere Materien durch ihre Zwischenräume hindurchzu-laffen. Allerdings legt man den Körpern von einer andern Seite auch Undurchdringlichkeit ,bei, ja man macht diese sogar zu einem Charakter der Materie; allein, da hierunter nur daSUnvermögen einer Materie, in den Raum, den eine andere wirklich erfüllt, einzudringen,verstanden wird, so widersprechen sich beide Eigenschaften nicht. Feste Körper sind, wenn sieblos unsichtbare oder feinere Poren haben, wie z. B. die gegossenen Metalle, Glas u. s. w.,ohne Änderung ihres Zustandes nur für die sogenannten unwägbaren Materien durchdring-lich, und nicht einmal für alle; denn wenn auch die Wärme durch jeden Körper hindurchzu-dringen vermag, so geht doch das Licht nicht durch die undurchsichtigen, die Elektricität nichtdurch die nicht leitenden Materien. Feste Körper mit gröbern Poren, wie Schwamm, Lösch-papier, sind im Allgemeinen nur für solche flüssige Materien leicht durchdringlich, welche sichan sie anzuhängen oder sie zu netzen vermögen, wie denn Wasser und Säuren leicht durchFiltra von Läschpapier oder Leinwand hindurchgchen, während Quecksilber, welches dieseStoffe nicht netzt, nur mittels Drucks hindurchgctriebcn werden kann. Die Durchdringungberuht hier aufder Kapillarität (s. d.). Gase dringen vermöge ihres Bestrebens, sich zu ^mischen, sehr leicht durch poröse Wände, z. B. Ballen. Eine besondere Art der Durchdrin- ^gung ist die Endosmose, nämlich das allmälige Durchschwitzen von Flüssigkeiten durchthierische Häute. Diese besonders von Dutrochet untersuchte interessante Erscheinung ist na-mentlich für den Stoffwechsel bei Ernährung lebender Körper durch die Blutgefäße wichtig.

Durchforstung nennt man im Waldbau die Methode, zufolge deren man aus denjungen Wäldern, deren Bestände in gutem Boden ein Alter von 30, in schlechter»! von 40Jahren erreicht haben, alles übergipfelte und unterdrückte Holz hcraushaut, um dadurcheinen kräftigern Wuchs der starken Pflanzen zu bewirken.

Durchfuhrhandel oder Transits Handel nennt man den Handel, welcher es da- ^mit zu thun hat, fremde Maaren durch ein L-.nd in ein anderes zu führen. Der Durchfuhr-Handel ist höchst vortheilhaft für die Spediteurs, welche die Förderung der Waaren durchsLand übernehmen; denn gewöhnlich werden die Waaren an einen Spediteur gesandt, welcherdafür sorgt, daß bei der Durchfuhr die Landesgesetze beobachtet werden, und darauf sieht,