Durante
Durazzo
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höchsten Behörden und eines Bischofs, mit 26999 E., am Flusse Sanceda, auf einer 6499F. hohen Plateauflache, wurde >551 gegründet und besitzt mehre prächtige Kirchen und Klö-ster. — Die kleine Stadt Durango in der span. Provinz Biscaya, mit 3699 E., welcheEisen - und Stahlwaaren und besonders gute Degenklingen verfertigen, war früher der Sitzeiner Grafschaft und wurde in neuerer Zeit dadurch merkwürdig, daß der span. PrätendentDo» Carlos hier längere Zeit sein Hauptquartier hatte.
Durante (Francesco), einer der größten ital. Kirchencomponisten, geb. >693 in Nea-pel, verdankte seine erste Bildung dem berühmten Aless. Scarlatti. Nach Nom zog ihn derRuf Pasquino's und Pittone's. Nachdem er daselbst einige Jahre mit Ernst und Eifer denmusikalische» Studien abgelegen, kehrte er nach Neapel zurück, wo er sehr jung Kapellmeisterund Director des Conscrvatoriums der Poveri di Giesu Christo wurde, dem er bis zur Auf-hebung des Instituts imJ. >749vorstand. Hieraufhieltersich in Deutschland aufund beisci-ner Rückkehr wurde er >743 Vorsteher des Conscrvatoriums zu Neapel, wo er >755starb.Er componirte fast ausschließlich Kirchenmusiken und leistete namentlich in der kirchlichenVocalmusik Ausgezeichnetes. Unt-t seine Schüler gehören die berühmtesten Componisten des>8. Jahrh., wie Pergolcse, Sacchini, Piccini, Euglielmi, Traetta, Jomelli u. A.
Durantis (Wilhelmus), ein Nechtsgelehrter des 1 3. Jahrh., gewöhnlich nach seinemHauptwerke Specu lator genannt, wurde in Puimisson in Languedoc >237 geboren undstudirte in Bologna. Nachdem er hier und in Modena als Lehrer des kanonischen Rechts auf-getreten, ging er in päpstliche Dienste, in denen er zu hohen Würden aufstieg. Nachdem erschnell die niedere Stufe des Dienstes überschritten, begleitete er >274 den Papst Gregor X.zur Kirchenversammlung nach Lyon. Unter Papst Martin IV. wurde er l 281 geistlicher Vi-carius in den Gebieten von Bologna und Nomagna und >283 auch weltlicher Statthalterderselben;imJ.I285 Bischof von Mende in Languedoc, welches Amt er jedoch erst >291 an-trat, und zuletzt Statthalter von Nomagna und der Mark Ancona. Er starb zu Rom amI. Nov. >296. Unter seinen Schriften sind die vorzüglichsten das „Speculum juckiciale", dererste Versuch eines Systems des gesammten praktischen Rechts, das nachher bis ins 17.Jahrh.herab gegen 49 Ausgaben erlebte; der „6omment->rius i» conciliuin IngUuneuse" über diezu Lyon erlassenen Dccretalen; und das „Rationale clivinornin oflicionnn", enthaltend eineBeschreibung aller gottesdienstlichen Handlungen und insbesondere noch dadurch merkwür-dig, daß es unter die frühesten Erzeugnisse der Buchdruckcrkunst (Mainz >459) gehört.
Duras (Claire, Herzogin von), bekannt als Schriftstellerin, geb. zu Brest >778, wardie Tochter des Schiffscapitains Grafen von Kersaint, der zu Anfang der Revolution eineNolle spielte und 1793 als Opfer der Guillotine fiel. Seine Tochter war damals noch sehrjung und flüchtete sich erst nach den Vereinigten Staaten, dann nach England, wo sie sich mitdem Herzog von Duras, der hier im Gefolge der königlichen Familie lebte, vermählte. Gegendas I. > 890 kehrte sie mit ihrem Gemahl nach Frankreich zurück, ward mit Frau von Staclund andern merkwürdigen Personen jener Zeit bekannt und versammelte einen auserlesenenKreis um sich. Während der Napoleon'schen Herrschaft lebte ihr Gemahl ziemlich eingezogenund begann erst nach der Rückkehr der königlichen Familie, der er bis London entgegcnreiste,seine Laufbahn als Hofmann wieder. Die Herzogin, welche etwas vom freisinnigen Geisteihres Vaters beibehalten hatte, ließ sich durch die Hofgunst nicht blenden. Sie nahm beson-ders Interesse an der Beförderung gemeinnütziger Anstalten und stiftete auf eigene Kosteneine Volksschule, in der sie die Methode des gegenseitigen Unterrichts cinführte. Zur Veröf-fentlichung einer Novelle „Omika" (1823), in der sie die Folgen aristokratischer Vorur-teile schilderte, wurde sie nur durch das dringende Bitten ihrer Freunde bewogen. Der Bei-fall, den dieser erste Versuch fand, munterte die Verfasserin zu einem zweiten auf. Es wardies „Rclousrü" (>825), der aber, ungeachtet seines größern Gehalts, weniger Beifall er-hielt als der erste, der auch auf die Bühne gebracht wurde. In ihrer schriftstellerischen Lauf-bahn wurde sic durch den Tod unterbrochen, der sie zu Nizza im Jan- >829 überraschte.
Durazzo, das alte Dyrrhachium, eine.befestigte Stadt im ober« Albanien, amAdriatischen Meere, mit etwa 9999 E. und einem guten Hafen, war im frühen Alterthum einZankapfel für Griechen, Bulgaren und Serbier und dann der Griechen wichtigste Feste im
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