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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
530
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580 Duquesne Durango

stände der Chirurgie und pathologischen Anatomie. Einige seiner Schüler vereinigten sichzur Herausgabe seinerI^exons orales lle clinique cliirurgickllo laites ä I'bl«>tel-l)ieu"(4 Bde., Par. 183034 ; deutsch von Weyland, Par. 183234, und von Bech und Leon-hardi, 2 Bde., Lpz. 183234). Seine Grundsätze über Behandlung der Verwundungenim Kriege, worüber er in den Kriegsjahrcn >814 und 1815 und in den Julitagen >830viele Beobachtungen anzustellen Gelegenheit hatte, wurden von Paillard und Marx unterdem Titell'rsite tlieorique et pr-ltique tles blessures psr armes lle gnerre" (2 Bde.,Par. 1834; deutsch von Kalisch, Berl. 1836) herausgegcben. Vgl. Cruveilhier,Vie lleII." (Par. 1841) und Bouisson,karsllele lle Delpeeb et lle D." (Montpell. 1841).

Duquesne (Abraham, Marquis), einer der großen Seehelden Frankreichs im 17. Jahrh.,wurde 1610 zu Dieppe geboren und von seinem Vater, einem durch eigenes Verdienst zumSchiffscapitain emporgestiegenen Seemanne, für das Seewesen sorgfältig gebildet. Bereitsim I. >637 zog er als Capitain eines Kriegsschiffs in dem Kriege Frankreichs mit Spaniendie öffentliche Aufmerksamkeit durch die glücklichsten Erfolge auf sich. Im 1.1639 leistete erin der Schlacht bei Coruna, 1641 bei Taragona und >643 auf mehren Punkten der franz.Macht die ausgezeichnetsten Dienste. In Folge der Unruhen verließ er während der Minder-jährigkcit Ludwig's XIV. sein Vaterland und trat in schweb. Dienste, wo er den Grad einesViceadmirals erhielt. Als solcher schlug er nach Ausbruch des Kriegs mit Dänemark im I.1643 die dän. Flotte bei Gothenburg, sodaß die dän. Landarmer die Belagerung des Platzesaufgcben mußte, und eine Reihe Niederlagen, die er der vereinigten dän. und holländ. Flottenacheinander beibrachte, zwangen Dänemark 1645 zu dem nachtheiligen Frieden vonBröm-sebro. Nach Frankreich zurückgekchrt, fand er die Spanier I65v zur Unterstützung von Bor-deaux bereit, das sich gegen die franz. Regierung erklärt hatte. Sofort brachte er aus eigenenMitteln ein Geschwader zusammen, führte cs an die Mündung der Gironde und zwang dieStadt zur Unterwerfung. Als Ludwig XI V. später den Holländern den Krieg erklärte, kämpfteD. gegen Ruyter undTromp 1672 und 1673 mit Glück imKanal und den niederländ.Ge-wässern. Der Aufstand Messinas gegen die span. Herrschaft rief ihn sodann nach dem Mit-telmeere zur Unterstützung der Insurgenten. Mit geringen Strcitkrästen kämpfte er hier einganzes Jahr gegen die vereinigte Seemacht Spaniens und Hollands, bis cs ihm 1676 gelang,die feindliche Flotte an der Küste von Catanea gänzlich zu schlagen, worarff Frankreich vonSicilien Besitz nahm. Ludwig XIV. trug indessen Bedenken, dem tapfer« Diceadmiral, alseinem Protestanten, den höchsten Grad in der Flotte zu gebm; er belohnte ihn mit der Be-sitzung Bouchet bei Etampes und dem Titel eines Marquis. Bei der Aufhebung des Edictsvon Nantes wurde D. allein von der allgemeinen Verbannung der Protestanten ausgenom-men. Von 168183 züchtigteer die Raubstaaten Tripolis und Algier. Seine letzte Hcl-denthat war die Demüthigung Genuas. Er starb zu Paris am 2. Febr. 1688. Wie vielegroße Seehelden, war D. im Privatleben von milden und bescheidenen Sitten.

Dur, d. h. hart, im Italienischen msggiore, im Französischen msjeur, nennt man die-jenigen Tonleitern und Accorde, denen die große Terzie eigen ist.

Dnrandus (Guilielmus), einer der berühmtesten scholastischen Philosophen, dem seinZeitalter den Beinamen des Voctor resolutissünus beilegte, war zu St.-Pourcain in Cler-mont geboren, weshalb er sich auch O. a 8sncto korciano nannte. Er studirte in Paris,lehrte dann in Nom, wurde >318 Bischof zu Puy und 1326 zu Meaux, w» er 1332 starb.Anfangs ein Anhänger des Thomas von Aquino, wurde er nachmals dessen Gegner. AlsHeller Geist strebte er stets n'ach Bestimmtheit der Begriffe und Deutlichkeit des Ausdrucks.Heftig trat er den Scotisten entgegen. (S. Scholastische Philosophie.) Sein Haupt-werk ist ein Commentar zum Petrus Lombardus (1568, dann von Merlin, 1515, und öfter;zuletzt Ven. 1586, Fol.).

Durango, einer der westlichen unter den vereinigten mexikanischen Bundesstaaten,hat einen Flächeninhalt.von 2660 H>M. und 256066 Bewohner, darunter noch viele, freieIndianer. Der Hauptreichthum des Landes besteht in Erzeugnissen des Mineralreichs, undobgleich der Bergbau unter den politischen Stürmen sehr gelitten hat, so fördert er doch nochviel Silber, Gold und Kupfer zu Tage. Außerdem werden in D. ausgezeichnete Maulthieregezogen, welche für die besten in Mexico gelten. Die Hauptstadt Durango, der Sitz der