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TantalitS, wurde er 1818 von der Akademie zu München zum cvrrespondirenden Mitgliedernannt. Doch wenige Jahre nach seiner Rückkehr ins Vaterland mußte er in Folge einerschweren Krankheit dem Studium der Geognosie und Chemie entsagen. Um so eifriger warer nun, sich in andern Richtungen hin thätig zu beweisen. Abgesehen von der Humanitätgegen die Untcrthanen auf seinen Gütern, denen er mit bedeutenden Opfern einen großenThcil der Frohnen erließ, stiftete er 1818 die Landwirthschaftsgescllschaft in Galizien. AufVeranlassung der Stiftung der Ossolinski'schen Bibliothek zu Lemberg im I. 1827 schrieber die Abhandlung „Über die Pflichten eines Bibliothekars" (Lemb. >829) und erhielt inFolge davon 1829 den Ruf, die Leitung der Bibliotheken und gelehrten Anstalten in War-schau zu übernehmen, den er jedoch ablehnte. Später gab er den in St.-Florian bei Linz auf-geftindcnen poln.Psalter mit einer historisch-philologisch-kritischen Einleitung (Wien >834)heraus und als Entgegnung auf eine Kritik dieses Werks die Schrift „Zur Geschichte desältesten poln. Psalters u. s. w." (Wien 1835).— Auch seine Neffen, Joseph undAlcx.von D-, haben sich bereits als Dichter in der poln. Literatur vortheilhaft bekannt gemacht.
DÜttkircheu, stanz. Dunkerque, d.i. die Kirche an den Dünen, im ehemaligen stanz.Flandern, jetzt zum Departement des Nordens gehörig, sechs M. von Calais, eine der erstenHandels- und Fabrikstädtc Frankreichs und eine Festung zweiten Rangs, zählt 25090 E-und hat eine Seeakademie, eine Zeichen- und eine mathematische Schule sowie eine Bau-schule. Der Hafen, welcher 200 Schiffe faßt, ist einer der besuchtesten in Frankreich, obschonwegen einer Sandbank an seinem Eingänge nur kleine Schiffe cinlaufen können, und vorWind und Sturm gesichert. Durch Kanäle steht die Stadt mit Bergues, Bourburg, Fur-neS und Nieuport in Verbindung. Sie hat bedeutende Fabriken in Eisenblech - und Kupfer-geschirr, Taback, Stärke und Töpferwaaren, Porzellan und Spiegel, große Seifensiedereien,Schiffbauereien und Scilerwerkstätten, Bierbrauereien und Branntweinbrennereien. Jähr-lich gehen viele Schiffe nach Island und Neufundland auf den Walfisch-, Stockfisch - undHeringsfang. Neben den Fischen und den Erzeugnissen der eigenen Industrie treibt sic star-ken Handel mit Colonialwaaren, Getreide und Steinkohlen. Die Stadt ist schön gebaut undwird von breiten und geraden Straßen durchschnitten. Unter den öffentlichen Plätzen zeich-nen sich der Champ de Mars (sonst kiace ck'srmes) und der Dauphineplah mit Jean Bart'sStatue aus. Unter den öffentlichen Gebäuden sind das Rathhaus, welches 1642 erbautwurde, die in dcrBauart das Pantheon in Rom nachahmende St.-Eloykirche von 1440, dieKasernen, welche 6000 M. fassen, das Marinegcbäudc u. s. w. hcrvorzuheben. D. war inaltern Zeiten der beständige Gegenstand der Eifersucht zwischen Frankreich und England.Um 1540 wurde es durch die Engländer den Spaniern entrissen, 1558 von den Franzosenerobert, im Frieden aber den Spaniern zurückgegcben. Der Prinz von Conde nahm es1646, doch sehr bald entrissen es den Franzosen wieder dieSpanier. Von neuem 1658durchTurcnne erobert, erhielten es zufolge geschloffenen Vertrags die Engländer. Ludwig XIV.,der es 1662 um 5 Will. Livres von Karl II. zurückkaufte, bot Alles auf, um diesen Platzunbezwinglich, und den Hafen zu einem der bequemsten in Europa zu machen. In den Krie-gen zwischen England und Frankreich hatten die Freibeuter von D. dem engl, und holländ.Handel großen Schaden zugefügt; dieses und der wachsende Flor dieser Stadt bewogen Eng-land, es zu einer Hauptbedingung des utrechter Friedens von 1713 zu machen, daß Frank-reich auf eigene Kosten die Festungswerke wieder abtrage und dieses Meisterwerk der Kriegs-baukunst vernichte. Man suchte sich zwarfranzösischcrseits durch Grabung eines neuen Kanalszu Moerdyk, eine Stunde von D., zu entschädigen; auch bemühten sich die Einwohner vonD., den Hafen in der Stille wicderherzustellen; allein die Engländer drangen immer vonneuem auf die Vernichtung dieser Arbeiten. Der pariser Friede von 1763, den Englandvorschrieb, wiederholte in Rücksicht auf D. die Bedingung des Friedens zu Utrecht. LordChatam erwiderte dem franz. Unterhändler, Grafen Bussy, der sich vergebens bemühte, inRücksicht D.s andere Bestimmungen festgesetzt zu erhalten: „Das engl. Volk betrachtete dieSchleifung D.s als ein ewiges Denkmal der Unterjochung Frankreichs, und der Ministerwürde seinen Kopf wagen, der es sich erlauben wollte, darin andere Bestimmungen zu ma-chen." Es wurde sogar ein engl Commissair in D. angestellt, der über die Erfüllung diesesPunkts wachen und von Frankreich unterhalten werden mußte. Allein im pariser Frieden