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4 (1845) D bis Entern
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513
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Dumortier 513

i land und Neuguinea, die Entdeckung zahlreicher Inseln und eines Ganzen antarktischerLänder, deren eines er nach seiner Gemahlin Ade'lie nannte, und die Durchforschung derz gefährlichsten und noch wenig bekannten Gewässer, wie der Torresstraße in Australienund der Cookstraße in Neuseeland, erworben, sondern insbesondere auch durch die Bereiche-rung der allgemeinen Sprachkunde mit mehren oceanischcn Dialekten und die Erweiterungder oceanischcn Naturgeschichte, weshalb ihn äuch die Geographische Gesellschaft in Parisals Präsidenten an ihre Spitze gestellt hatte. Eine Frucht seiner ersten Reise war dieLnu-l meratio plantarum in insulis arciiizisIsFi et litoribiis ?<»iti Luxini" (Par. 1822). NachI seiner zweiten Weltumseglung gab er dieVc>)-gFe 6e I'^strolabe" (I0 Bde., Par. 1830fg.) und dieVn^age pittoresque gutonr rill mon»le" (2 Bde., 1834, 4.) heraus; auchsoll er zum größten Theil die neue Reift des Astrolabe und Zelce versaßt haben. Am 8.Mai 1842 hatte er das Unglück, bei einem Unfälle auf der Paris-Versailler Eisenbahn,nebst seiner Gattin und seinem einzigen, 14jährigen Sohne, Jules D., dessen Unterrichter sich selbst mit großer Liebe unterzogen hatte, in so trauriger Weist zu verbrennen, sodaß eSnur dem Professor Demoustier, der ihn auf seiner zweiten Reise um die Welt begleitet hatte,möglich war, seinen Schädel unter vielen andern hcrauszufinden. Durch Subskription sollihm ein Denkmal errichtet werden.

Dumortier (Charl. Bartholome), berühmt als Naturforscher, Publicist und Mit-glied der bclg. Kammer, wurde zu Tournay 1797 aus einer achtbaren Handelsfamilie gebo-ren. Er genoß eine sorgfältige Erziehung, widmete sich ausschließend den Naturwissenschaf-ten und machte zu diesem Zwecke große Reisen durch Deutschland, England und Frankreich.Erst als seit 1825 die niedcrländ. Regierung die den Belgiern verbürgte Freiheit des Unter-richts bedrohte, wandte er sich den politischen Angelegenheiten zu und gehörte bald zu den, Männern des entschiedensten Widerstands. Er redigirte die damals an die Negierung ge-richtete erste Petition um Abhülfe der Beschwerden und veranlaßt dadurch eine so großeMenge anderer Petitionen, daß man diesen Schritt als den ersten zu den Ereignissen des I.1830 anschen kann. Als einflußreiches Oppositionsglied trat er in den Lomits >>atr>nti,;ueund wurde 1829 in die Provinzialstände gewählt. Kurz vor dem Ausbruche der Revolutionschrieb er unter dem Namen Belgiens eine Reihe Briefe über den Zustand des Landes, diesich durch ganz besondere Heftigkeit gegen die Negierung und den König der Niederlande aus-zeichneten. In den Tagen des Sept. 1830 trat er an die Spitze der bewaffneten Bürgergar-den in Tournay wie in der ganzen Provinz Hennegau und zeigte in dieser Eigenschaft Muthund Entschlossenheit, besonders als er fast ohne Begleitung in die von den Holländern be-setzte Citadelle ging, um die Capitulation der Stadt zu verhandeln. Der zu Tournay nichtüberwiegenden katholischen Partei angehörend, ward er zwar nicht in den Congreß gewählt,

! wol aber von den Wahlbezirken Tournay und Soignies zugleich in die erste verfassungsmä-ßige Kammer. Hier eröffnete er seine politische Thätigkeit damit, daß er aufdie Untersuchungder Unglücksfälle antrug, die das belg. Heer im Aug. 1831 beim Einfalle des Prinzen vonDramen erlitten hatte; zu gleicher Zeit bekämpfte er heftig die 2 4 Artikel (s. Belgien),

! in besten die londoner Conferenz Holland mehr bewilligte als früher. Als Berichterstatter^ über die Gemeindeverfassungsgesetze trug er auf die ausgedehnteste Selbständigkeit der Pro-vinzen und Gemeinden an und mußte deshalb seine Vorschläge nicht selten den bedeutendstenVeränderungen unterliegen sehen. Die Heftigkeit, mit der er diese und andere Niederlagenseiner demokratischen Politik hinnahm, verminderte sehr bald, ungeachtet seiner Aufopferungund seines rechtschaffenen Charakters, seinen politischen Einfluß in der Kammer. Mit der Wie-deranregung der belg. Frage gegen das J. 1838 nahm auch seine Popularität einen neuenAufschwung. In einer FlugschriftBelgien und die 24 Artikel" setzte er sehr schlagend undvollständig die Gründe auseinander, warum der Vertrag der 24 Artikel in seiner alten Ge-stalt für Belgien keine Geltung mehr haben könne; auch deckte er darin die Ungerechtigkeiten^ und Jrrthümer auf, die gegen das Interesse Belgiens bei der Vertheilung der Schulden desfrühern Königreichs der Niederlande begangen waren. Diese Schrift, die zuerst in derks-vus ,1s gruxelles" erschien, that eine außerordentliche Wirkung und erlangte In kürzester> Zeit eine ungemeine Verbreitung. Die Regierung, die Volksstimme beachtend^ ernannte" Conv.-Lex. Neunte Aufl. IV, 33