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einnimmt. Auch wurde er 1816 ,'n die Akademie der Wissenschaften ausgenommen. AlsArft ist D. weder bekannt noch je sehr beschäftigt gewesen, allein um so größer sind seineVerdienste um vergleichende Anatomie, allgemeine und spcciclle Zoologie. Seine Arbei-ten sind nicht allein sehr gründlich und zuverlässig, sondern zeugen auch von philosophi-schem Geiste, so namentlich seine „2»c»I<>gie si,a!)ti<j»e" (Par. 1806; deutsch von Fro-riep, Weil». 1807). Auch sein ,,'Iraite «lementsire cl'tiistoire naturelle" (4. Aust., Par.
1830) ist sehr brauchbar. Sein Hauptwerk, dem zur Vollendung noch zwei Bände fehlen,ist die mit Bibron gemeinschaftlich bearbeitete „Lr;,et<>Iogie generale" (Bd. 1—5, Par.^ l 834—39 und Bd. 8, Par. 1841), die erste systematische Beschreibung aller bekanntenReptilien, durch welche eine große Lücke der zoologischen Literatur erfüllt wird.
Dumfries, eine der westlichen Grafschaften des südlichen Schottlands, von 63'/i OM.mit 74000 E., ist größtentheils bergig und hügelig. Die Cheviothills durchziehen das Land^ und haben zum Theil eine beträchtliche Höhe; die vorzüglichsten Flüsse sind der Nith, An-! nan, Esk und Annoch. Die Einwohner beschäftigen sich mit Feldbau, Viehzucht, Fischerei
l und Grubenbau. Die Grafschaft zerfällt in drei Thäler, das Esk-, Nith- und Annanthal,
? und der Hauptort ist Dumfries am schiffbaren Nith, der sich nicht weit davon in denSolwaybusen ergießt. Die Stadt hat ein Schloß, ein akademisches Collegium, mehre Kir-chen und Bcthäuser der Dissenters und 11600 E., welche sich von Strumpfstrickerei, Gerbe-. rei, Lcinweberei, Brauerei und Lichtfabrikation nähren, Handel und Küstenschiffahrt treiben.
! Dumonceau (Jean Bapt.), Graf von Bergen, holländ. Marschall, geb. um
' > 760 zu Brüssel, bildete sich für das Bauwesen aus, trat aber bei dem Aufstande der Nie-
derlande gegen Ostreich im I. 17 87 zu den Insurgenten und führte mit Geschick ein kleines,selbstgebildetes Frcicorps. Die schnelle Unterdrückung der Jnsurrcction brachte ihn mit vie-, len seiner Landsleute nach Frankreich, wo er, als 1792 der Krieg mit Ostreich ausbrach, die< belg. Flüchtlinge organisirte und über dieselben als Oberstlieutenant den Befehl übernahm.Seine ausgezeichnete Tapferkeit bei Jemappes und im 1.1793 bei Neerwinden verschaffteihm den Grad eines Brigadegencrals. Sehr rühmend ist der Menschlichkeit zu gedenken,mit welcher er in jener Zeit gegen die gefangenen Emigranten verfuhr. Nach seinem Planedrang er 1794 nach der Schlacht bei Fleurus mit Pichegru in Holland vor und wurde Com-mandant von Amsterdam. Die neue Batavische Republik gab ihm 1795 den Titel einesGenerallieutenants. Im 1.1796 dämpfte er mit Festigkeit und Mäßigung die aufrühreri-schen Bewegungen in dem neuen Staate. Darauf trat er 1797 an die Spitze einer batavi-schen Division, die die Landung in Irland unterstützen sollte, nnd schlug am 19. Nov. 1799bei Bergen mit entscheidendem Erfolge die in Holland eingefallenen Russen und Engländer.Im I. 1800 führte er ein batavisches Corps nach Franken und nahm nach der Schlacht vonHohenlinden die Citadelle Marienburg bei Würzburg in Besitz. Im I. 1805 erhielt er denAuftrag, die batavische Armee zu organisircn und zur Landung an der engl. Küste mitzu-wirken; bald darauf aber mußte er zur Armee Bernadotte's an der Donau stoßen. Nachder Verwandlung der Republik in ein Königreich ward er als Gesandter nach Paris geschickt,und als der Krieg mit Preußen ausbrach, kam er wieder zur Armee. Nachdem er Hamelngenommen, wendete er sich nach Bremen und erhielt 1807 die Würde eines Marschalls von
> Holland. Nach dem Feldzüge in Pommern wurde er in den Staatsrath berufen, und als er
^ 1809 die Engländer auf Walchern zurückgeschlagen, belohnte man ihn im folgenden Jahre
mit dem Titel eines Grafen von Bergen. Obschon er sich der Vereinigung Hollands mitFrankreich widersetzte, so erhob ihn Napoleon doch zum Grafen des Kaiserreichs und Ritterder Ehrenlegion und gab ihm das Commando der zweiten Militairdivision. Im Feldzugevon 1813 leistete er Napoleon besonders große Dienste, indem er am 26. Aug. die Russenauf den Höhen von Pirna vertrieb und nach der Schlacht bei Kulm zwischen den prcuß.und östr. Corps einen geordneten Rückzug vollzog. Bei der Übergabe von Dresden gefan-gen, kehrte er erst 1814 nach Frankreich zurück, wo ihn Ludwig XVlll. in seinen Würden^ bestätigte und ihm das Commando der zehnten Militairdivision anvertraute. Nach der Rück-
> kehr von Elba wollte Napoleon ihm ein Commando im Heere anvertrauen; D. aber schlug
^ dies aus. Die zweite Restauration brachte ihn endlich in sein Vaterland zurück, wo er, be-