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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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rcctorium im Kriegsdcpot und ward Vortragender Rath im Kricgsministerium unter Puy-segur. Beim Ausbruche der Revolution organisiere crniitLafaycttcdie pariser Nationalgarde.Namentlich bei der Zurückführung des geflüchteten Königs in die Hauptstadt zeigte er eineehrenhafte und kluge Mäßigung. Schon >790 ward er zum Oberst, 1791 zum Mitgliededes Militairausschusscs der Constituircnden Versammlung und 1792 zum Brigadegencralund Commandantcn von Metz ernannt. In der Nationalversammlung, in die er als Ab-geordneter des Seine- und des Oisedepartcments trat, rieth er gegen jede gewaltsame Poli-tik, namentlich gegen den Krieg mit Ostreich. Seine Unentbehrlichkeit im Kriegsministeriumschützte ihn lange vor Verfolgung, bis er endlich in Folge eines Auswanderungsversuchsseine Ämter niederlcgen und nach der Schweiz fliehen mußte. Nach Einsetzung des Dirccto-riums kehrte er zurück; doch als Gemäßigter sah er sich bald genvthigt, nach Hamburg aus-zuwandern. Der erste Consul setzte ihn wieder in Thätigkcit; D. organisirte hierauf dieReserven für die ital. Heere, diente kurze Zeit im Stabe des Generals Macdonald und wurde1892 Vortragender Staatsrath, in welcher Eigenschaft er den Entwurf über die Stiftungder Ehrenlegion vorbereitete, und 1805 Divisionsgcncral. Nachdem e.r noch die an Frank-reich abgetretenen Gcbietstheile Italiens reorganisirt hatte, trat er als neapolit. Minister zugleichem Zwecke in die Dienste Joseph Bonaparte's, der ihn zum Großmarschall des Palastesernannte. Im I. 1898 nach Frankreich zurückgekchrt traf er die Änstalten zum Feldzugegegen Ostreich und schloß am 12. Juli 1809 den Waffenstillstand von Znaini. Im Feld-zuge von 1812 versah er das Amt eines Generalintendanten der Armee, sowie auch 1813,wo er die Kapitulation von Dresden abschloß, die aber vom Fürsten von Schwarzenbergnicht genehmigt wurde, worauf sich die Besatzung kricgsgefangen ergeben mußte. Als er1814 aus der Gefangenschaft zurückkehrte, ernannte ihn Ludwig XVIII. zum Staatsrath,übertrug ihm mehre wichtige Verwaltungsgeschäfte bei der Armee und schickte ihn >815nach Metz, wo er die Garde von der Vereinigung mit dem rückkchrcndcn Napoleon abhalteirsollte. Der Kaiser übertrug ihm deshalb nur die Organisation der mobilen Nationalgardcn.

Nach der zweiten Restauration ward D. erst 1818 bei der Kricgsverwaltung wieder ange-stcllt und in den Staatsrath berufen, aber 1822 gänzlich entlassen, weil er in der Kammerstandhaft zur Opposition hielt. Im I. 1830 gehörte er zu den 221 Deputaten, die durchihre Ädresse die Julirevolution einleitcten. Nach dem Sturze Karl's X. organisirte er noch-mals mit Lafayettc die pariser Nationalgarde und ward zum Befehlshaber aller National-garden von Frankreich ernannt, worauf er 1831 die Pairswürde erhielt. Er starb fast ganzerblindet am 16. Oct. 1837. In der mklitairischen Literatur hat er sich bekannt gemachtdurchseinen?recis eles eveneinents militoires, NN essoi SIN I<1 jjuerro Prozente" (I2Bde.,Hamb. 1799 1800; 2. Aufl., 17 Bdc., Par. 1817 25). Nicht zu verwechseln istD. mit dem franz. Divisionsgeneral Alex. Davy D., dem Vater des Alexandre Du-mas (s. d.), der am 25. März 1702 auf San-Domingo geboren wurde und der natürlicheSohn des Marquis Paillcterie mit einer Negerin war. Derselbe trat >786 als gemeinerHusar in die franz. Armee; 1793 harte er durch eine Reihe persönlicher Hcldenthaten schonden Grad eines Divisionsgenerals erlangt und übernahm das Kommando über die Alpen-armee, mit der er unter außerordentlichen Schwierigkeiten bis an den Mont-Cenis vordrang.

Im Oct. desselben Jahres mußte er den Oberbefehl in der Vendee übernehmen, wo ihn seineMäßigung bei der Regierung in Ungnade brachte. Seit 1795 kämpfte er in Italien, gingdann unter Joubert nach Tirol und machte nach dem Frieden von Campo-Formio den Feld-zug nach Ägypten mit. Auf dem Rückwege ward er, an die Küste Unteritaliens verschlagen,von der neapolit. Regierung längere Zeit in einem feuchten Kerker unter Mishandlungengefangen gehalten, sodaß er, obschon durch eine außerordentliche Körperstärke ausgezeichnet,für den Dienst untauglich wurde und schon 1807 starb.

Dumeril (Andre Marie Constant), der Veteran der franz. Zoologen, geb. 1774 inAmiens, studirte in Paris Medicin und ergriff zeitig das Lehrfach. Nachdem er die Doktor-würde erlangt, bekleidete er die Stelle des Prosectors der medicinischen Facultät und seit ^1800 die Professur der Anatomie und Physiologie an der l^col« <!e meclecino. Im 1.1818vertauschte er dieselbe mit dem Lehrstuhle der Pathologie, und bald nachher trat er in diedurch Lacepede's Tod erledigte Stelle am naturhistorischen Museum, die er noch gegenwärtig