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> ernannten ihn drei Departements zu ihrem Abgeordneten; da er aber das vierzigste Jahrnoch nicht erreicht hatte, so kam er in den Rath der Fünfhundert. Im I. >798 von seinemDepartement zum dritten Mal als Abgeordneter erwählt, beschäftigte er sich im Gesetzgeben-den Körper hauptsächlich mit Vorträgen über das Untcrrichtswescn. Seit der Errichtungdes Consulats zog er sich von der Politik zurück, nachdem er jedoch 18N8 durch den Ban-krott eines Notars sein Vermögen verloren, nahm er eine Finanzstelle an, aus der ihn1814 die Restauration vertrieb. Er starb zu Paris am 18. Aug. 1835. Unter seinen, Schriften sind hervorzuhcben die „Vescription «Iss princip-uix lieux de kr-uice" (6 Bde.,Par. l788—9V), „Ltreanes ä In nokle.-se" (1790) und andere Schriften gegen den Adel,welche er wieder abdrucken ließ in seiner „Histoire sbreFee «los ditkerents cultes" (2 Bde.,2. Aust., Par. 1825), „Histnire civile, piiz-siipie et morale <Ie Uaris" (7 Bde., Par. 1821 ;S. Aust., besorgt von I. L. Belin, 8 Bde., Par. 1841), welches höchst anziehende Werk vonden Anhängern der Bourbons sehr verdächtigt wurde; „Ls«p>isse l>istori«p,e des pri»«ip»»xövenements «io Is revolution Irsnysise, depiiis In convocstion des Ltatz (»eiieraiix jus-«;ii'a» retabüssemeiit <Ie la maisan des 6«>»r!ioas" (6 Bde., Par. 1823 — 25) und „1i.esrellxieuses de koitiers, episode iiistorilziie" (Par. 1826). Außerdem gab er von 1790 andas Journal „Lvangelistes du jo„r" heraus, das gegen die Verfasser der „^ctes des »pa-tres" gerichtet war, und von 1791 —93 ein kleines Blatt „I.e tliermometre du j«>»r".
Duller (Eduard), als Dichter und Romanschriftsteller rühmlich bekannt, geb. zuWien am 8. Nov. 1809, widmete sich auf der Universität daselbst dem Studium der Philo-sophie und der Rechte, unterließ jedoch nicht, sein dichterisches Talent zu üben und schrieb be-reits in seinem 17. Jahre sein 1828 im Theater an der Wien mit Beifall aufgcführtesDrama „MeisterPilgram", welchem die Tragödie „Der Rache Schwanenlicd" folgte. Diei einem freisinnig strebenden Talente nicht günstigen heimatlichen Verhältnisse bestimmten^ ihn, nach München zu gehen, wo er seinen Balladencyklus „Die Wittelsbachcr" (Stuttg.1831) dichtete und an Spindler's „Damenzcitung" and „Zeitspiegel" der thätigste Mit-arbeiter wurde. Nachdem er 1831 Spindlcr nach Baden-Baden begleitet und sich >832nach Trier gewendet hatte, gründete er 1834 in Frankfurt am Main die Zeitschrift „DerPhönix", die sich bald einen mit Recht geachteten Namen erwarb, im Geiste eines nicht extra-vaganten, aber entschiedenen und würdigen Liberalismus redigirt wurde, Verhältnisse halberjedoch 1838 aufhören mußte. In dieser Zeit erschienen ferner von ihm dieGedichte „AnKönige undVLlker" (Stuttg. 1831), die ziemlich mittelmäßige Novelle „Berthold Schwarz"(Stuttg. 1832), „Freund Hain" (Stuttg. 1833) mit Moritz von Schwind's trefflichen Holz-schnitten, „Franz von Sickingen" (Franks. 1833), ein Drama, welches ihn milder trier-schen katholischen Geistlichkeit in die ärgerlichsten Conflicte brachte, „Der Antichrist" (Lpz.1833; 2. Aust., 1836), „Erzählungen und Phantasiestücke" (2 Bde., Franks. 1834), „DieFeuertaufe" (2 Bde., Franks. 1834), „Geschichte und Märchen für Jung und Alt" (2 Bde.,Stuttg. 1834 — 35), „Kronen und Ketten" (3 Bde., Stuttg. 1835), „Phantasicgemäldc"(Franks. 1836), „Loyola" (3 Bde., Franks. 1836—37) und „Kaiser und Papst" (4 Bde.,Lpz. 1838). In neuester Zeit wendete er sich von der poetischen Production und dem hi-storischen Roman mehr ab; doch erschienen von ihm noch Dichtungen unter dem Titel „Der^ Fürst der Liebe" (Lpz. 1842) und zum Besten des kölner Dombaues, in Gemeinschaft mitFreiligrath herausgegeben, das Gedicht „1862". Dagegen hat er sich mit Ausdauer auf dasGebiet der Geschichtschreibung geworfen. Es erschienen von ihm die „Geschichte des deut-schen Volks", mit Holzschnitten (2 Bde.; 2. Aust., Lpz. 1841), „Geschichte der Jesuiten"(Lpz. 1840), eine Fortsetzung von Schiller's „Geschichte des Abfalls der vereinigten Nieder-lande", als Supplement zu Schiller's Werken (3 Bde., Köln 1841), ferner „Neue Bei-träge zur Geschichte Philipp des Großmüthigen, Landgrafen von Hesse», ungcdruckteBriese" (Darmst. 1842) und die fünfte Section für das „Malerische und romantischeDeutschland", „Die Donau" (Lpz. 1839). Gegenwärtig privatisirt er als Nedacteur derZeitschrift „Das Vaterland" in Darmstadt. Eine edle, echt vaterländische, dem Fortschritte. zugewandte Gesinnung zeichnet ihn im Allgemeinen aus; im Roman und der Versdichtungbekundete er Schwung des Gcmüths und Kraft der Sprache, denen jedoch zuweilen eine ge-wisse Gewaltsamkeit und Dunkelheit Abbruch thun.