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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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505
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Duhesine - DuiliuS 505

Duhesmc (Guillaume Philibert, Graf), franz. Divisionsgcneral, gcb. >760 zuBourgneufin Burgund, wurde als ein gebildeter Mann 1781 vom General Dumouriezzum Oberst eines Frcicorps ernannt, das er aus eigenen Mitteln gebildet hatte. Der Eifer,womit er seine Soldaten an dieDiSciplin zu gewöhnen suchte, bewog demnächst den GeneralLamarlicce, ihm das Commando von Nuremonde anzuvertraucn. Während vun die franz.Armee über die Maas ging, behauptete D. de» für die Verbindung mit Holland wichtigenPosten von Herestall. Zugleich führte er auf eigene Hand einen kleinen Krieg, in welchemer Züge großer Kühnheit und Tapferkeit an den Tag legte. Nach der Niederlage bei Neer-winden, am 16. März 1793, verbrannte er im Angesichte des Feindes die Brücke über dieLoo und ging dann über die Schelde. In dem Gefechte am 6. Juli im Holze zu Villeneuvebrachte er, obschon aus zwei gefährlichen Wunden blutend, die vor den Östreichern fliehendenJnfanteriecvlonnen mit gezogenem Degen zum Stehen. Bei Eröffnung des Feldzugs von1794 behauptete er mit geringer Mannschaft unter einem vernichtenden Feuer der OstreicherLa-Capelle, und während der Obergeneral Pichcgru Landrecies zu entsetzen suchte, bemäch-tigte sich D. der Stellung bei Priche und eroberte die östr. Schanzen. Im Mai 1794 be-fehligte er die Avantgarde der Truppen, welche die Feinde von der flandrischen Grenze ver-treiben sollten; er ging über die Sambre, machte durch seine Kühnheit die Unfälle von Grand-Zcan theilweise gut, trug am 26. Juli zum Siege bei Fleurus bei und belagerte unter KleberMastricht, woraufer zum Divisionsgeneral ernannt wurde. Im I. 1795 war ec bei derArmee an der Küste von Brest thätig, wurde darauf zur Nheinarmee verseht, mit der er nunan allen Ereignissen der Feldzüge 1796 und 1797 Theil nahm. Im I. 1798 erhielt er dasCommando des rechten Flügels bei der römischen Armee unter Championnct. Währendder Letztere nach Rom marschirte, nahm D. die Ortschaften Civita-dcl-Tronto, Vomano,Pescara und endlich Sulmona, wo er bei einer Besprechung mit dem General Lcmaire vonden insurgirtcn Einwohnern überfallen und gefährlich verwundet wurde. Ohne diesenStreich zu rächen, setzte er seinen Marsch, Schritt für Schritt gegen die Insurgenten unterAnführung des berüchtigten Progni kämpfend, fort und nahm unter großem Blutvergießenden befestigten Platz Jsernia. Nach Vereinigung mit der Armee wirkte er mit bei der Ein-nahme von Neapel am 23. Jan. 1799, unterwarf dann Apulien und Calabrien und wen-dete Alles an, das Land wieder zu beruhigen. Mit Championnet zugleich in Folge der Strei-ligkeitcn mit dem Civilcommissar Faypoult abgcsetzt, erhielt er kurz darauf unter dem Er-ster» ein Commando in der Alpen - und im Frühjahre 1806 in der franz.-batavischen Armee.Jm J. 1805, nachdem er zum Grafen und Ritter der Ehrenlegion erhoben worden war,führte er ruhmvoll eine Division der ital. Armee über die Etsch, dcn Tagliamento und Jsonzound nahm Theil an der Eroberung von Neapel. Von 180810 kämpfte er in Spanienund vcrtheidigte namentlich mit seltener Tapferkeit Barcelona. Auf die Anschuldigung Auge-rcau's, daß er mancherlei Ausschweifungen nicht unterdrückt habe, wurde er nach Frankreichzurückgesendet und blieb nun ohne Anstellung. Erst im Feldzüge von 1814 erhielt er eineDivision unter dem Marschall Victor und kämpfte mit verzweifelter Tapferkeit bei La-Ro-thure, Montercau und ArciS. Nach der erste» Abdankung Napoleon'S wurde er Gencral-inspecteur der Infanterie. Als aber der Kaiser von Elba zurückkehrte, erklärte sich D. fürdenselben und erhielt die Pairswürdc und den Befehl über die Junge Garde. Er blieb aufdem Schlachtfelde von Waterloo. Bekannt ist feine Schriftkrecio Iiistnriczue <Is l'inM»terie legere et cle ->eu iullueuce clans la tircticzue «1e» cliükvrents siecles" (Lyon 1806,2. Aufl., Par. 1811).

Duilills- Aus dem röm.-plebejischen Geschlecht, das diesen Namen führte, istnamentlich Cajus D. berühmt, der als Consul im I. 260 im ersten punischen Kriegemit der erste» röm. eigentlichen Kriegsflotte den ersten großen Seesieg der Römer bei Myläan der Nordküste von Sicilicn über die Karthaginienscr, besonders durch Anwendung dervon ihm erfundenen Enterhaken, erfocht. Das Andenken an den Sieg ward, nachdem D.im Triumph in Rom cingczogen war, durch Aufstellung einer mit den Schiffsschnäbelnder eroberten Schiffe gezierten Säule (Coliunns rostr-its) erhalten, von deren Inschrift dasBruchstück einer vcrmuthlich schon im Altcrthum gefertigten Nachbildung sich in Nom be-findet, während die daselbst aufbcwahrtc Säule nur eine moderne Nachbildung ist.