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4 (1845) D bis Entern
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Dryaden

Drydeu

hervorgetreten waren, zu vermitteln. Um der Zwietracht ein Ende zu machen, di« zwischenSenat und Ritterstand herrschte, weil jenem die Verwaltung der öffentlichen Gerichte durchden letztem entzogen worden war, brachte D. daß Gesetz in Vorschlag, es sollten 300 Ritterin den Senat gewählt, und diesem dann die Gerichte zurückgcgeben werden. Dem warenbeide Stände zuwider, die Ritter zumal, welche D. durch seinen Antrag, es sollte Unter-suchung über die Bestechung der frühem Richter angestellt werden, gereizt hatte. Noch gro-ßem Widerstand fand sein anderes Gesetz, wonach den ital. Bundesgenossen das von ihneneifrig angestrebte, von Rom hartnäckig verweigerte Bürgerrecht gewährt werden sollte.Um es durchzusetzen, ließ D. sich zuletzt in geheimen Bund mit den Italikern ein, aber ehees noch zur Entscheidung kam, ließ ihn O.. Varius im eigenen Hause ermorden. Sterbendsoll er gerufen haben:Freunde, wird der Staat je wieder einen Bürger haben, wie ich war?"Sein Tod gab das Zeichen zum Ausbruch des Bundesgenossenkriegs. Nero ClaudiusD. war der Sohn des Tiberius Claudius Nero und der Livia, von dieser im I. 38 v. Chr.geboren, als sie bereits mit Octavian sich verheirathet hatte, und der jüngere Bruder desnachmaligen Kaisers Tiberius. Nachdem er dem Letzter« im I. 13 Rhätien unterworfenhatte, das nun zur röm. Provinz ward, übertrug ihm Augustus die Provinz Gallien,aus welcher er, nach Unterdrückung eines Aufstandes, im I. 12 über den Rhein ging undso die Feldzüge gegen die Germanen eröffnete. Er kämpfte gegen die Usipeter und Sigambrerzwischen der Sieg und Lippe, schloß mit den Batavern und Friesen Bündniß und fuhr ausdem Lande der Erstem auf einem Kanal, durch welchen er den Rhein mit der Assel vereinigthatte (die kossu vrusi) mit einer Flotte in die Nordsee, um die Bructerer an der Ems unddie Chauken an der Weser anzugreifen. Zn dem zweiten Feldzug im I. II drang er durchdas Gebiet der Usipeter, die er unterwarf, und der Sigambrer bis zur Weser vor, schlugeinen Überfall der verbündeten german. Völkerschaften zurück und legte an der Lippe dasCastell Aliso, ein zweites im Lande der Katten an. Als die Letztem im I. 10 von den Rö-mern abfielen, verheerte D., der nach dem vorigen Feldzug in Rom triumphirt hatte undzum Proconsul ernannt worden war, ihr Land und drang im Z. 9 v.Chr., als Consul, durchdasselbe tiefer ins Innere von Germanien ein als irgend ein Römer. Von der Grenze derSueven wendete er sich gegen Norden, durchzog das Land der Cherusker und gelangte biszur Elbe. Hier versuchte er vergebens den Übergang, errichtete Siegeszeichen und trat, wiees heißt, durch die Erscheinung eines riesigen Weibes bewogen, die ihm in lat. Sprache seinnahes Ende geweiffagt, den Rückzug an, auf welchem er, noch ehe er den Rhein erreichthatte, in Folge eines Sturzes vom Pferde starb, beklagt von Heer und Volk, dessen Liebeer durch seine Tapferkeit nicht minder als durch seine Milde und Freundlichkeit gewonnenhatte. Von seiner Gemahlin, der schönen und keuschen Antonia, der jüngsten Tochter desTriumvir Antonius, hatte er drei Kinder, Germanicus (s. d.), Claudius (s. d.) undLivilla. Die Letztere heirathete, nachdem ihr erster Gatte Cajus Cäsar, des Augustus Enkel,im I. t n. Chr. gestorben war, denDrususCäsar, einzigen Sohn des Kaisers Tiberius,geb. im Z. 10 v. Chr., der im I. n. Chr. den Aufstand der Legionen in Pannonien unter-drückte und im I. 19 den Marbod (s. d.) nöthigte, sein Reich aufzugeben und zu den Rö-mern zu fliehen. Sejanus (s. d.), der ihn haßte und als Tiberius muthmaßlichen Thron-folger fürchtete, verführte seine Gattin Livia und vergiftete ihn selbst im 1.23 n. Chr.Auch ein Sohn des Germanicus, den Tiberius mit seiner Mutter A gripp ina (s. d.) undseinen Bruder Nero den Hungertod sterben ließ, hieß Drusus, und ebenso ein Sohn desKaisers Claudius, der als Knabe starb.

Dryaden oder Hamadry ad en heißen in der Mythologie der Griechen die Schutz-göttinnen der Bäume, namentlich der Eichen, von denen auch ihr Name entlehnt ist. Sielebten und starben mit den Bäumen, und deshalb hatten die Pfleger der Bäume sich ihresbesonder» Schutzes zu erfreuen. Nach Einiger Ansicht sind unter Dryaden im AllgemeinenWaldyymphen, unter Hamadryaden aber besondere Baumnymphen zu verstehen.

Dryden (John), der erste Dichter und Repräsentant der neuen Geschmacksrichtungin England, welche die alte Volkspoesie geringschätzend, an den Vorbildern der Classikcr sichbegeistern wollte, aber im correcten Schaffen nichts erschuf, was noch heute Geltung hätte,war in der Grafschaft Nordhampton am 9. Aug. 1631 geboren. Nach dem Tode seines