Droz (Franc. Lav. Jos.) Druckwerk -185
Stücke auf dem Clavicrc spielte, dem Notcnblaltc mit Augen und Kopf folgte, nach geen-digtem Spiele aufstand und die Gesellschaft grüßte, allgemeinen Beifall fand. In Parisließ er durch einen von seinem Vater gebildeten Gchülfen ein Paar künstliche Hände für einenverstümmelten Mann machen, der damit fast alle Verrichtungen der natürlichen Hände aus-führen konnte. Er starb am 18. Nov. >791 in Neapel, wohin er zur Herstellung seiner Ge-sundheit gereist war. Seine nnd seines Vaters Antomatc sind jetzt in Amerika. (S. Auto-mat c.) — Jean P ierrc D., gcb. znLachauxdcFonds l 7 IN, gcst. 182!!, machte sich in derletzten Hälfte des >8. Jahrh. durch seine Ersindnngcn für die Münze bekannt. Um >783verband er sich mit Boulton in Birmingham zur Prägung der sämmtlichcn engl. Kupfer-münzen. Für die pariser Münze fertigte er eine Prägmaschinc, die mit einem Schlage undmit geringen« Krastaufwande als bei dem gewöhnlichen Verfahren mittels einer bcsvndernVorrichtung nicht nur beide Seiten sondern auch den Rand der Münze zugleich prägt. Nachseiner Rückkehr aus England ward er Aufseher der Mcdaillcnmünzc, ans welcher Periodewir Napolcon's Kopf nach Chaudet auf einer Medaille und eine Sammlung sehr schönerMedaillen auf die damaligen Zeitereignisse haben.
Droz (Franc, ssav. Jos.), ein berühmter franz. Moralphilosoph, gcb. zu Bcsancvnam3I.Oct. >77:;, früher Parlamentsrath in seiner Vaterstadt, seit 182-1 Mitglied der stanz.Akademie nnd seit 1838 Präsident der Akademie der moralischen und politischen Wissen-schaften, deren Viccprästdcnt er schon früher gewesen war, machte sich zuerst bekannt durchden „bissui sur l'art «I'ctrc bciireiiv" (Par. I 806; 6. Aust., I 820), welchen Blumrödcrunter dem Titel „Eudämonia, oder die Kunst glücklich zu sein" (Ilmenau 1826) ins Deut-sche übersetzte. Nicht weniger Beifall als dieser fanden sein „ssloz;« <>e üloiituigiie" (Par.1812; 3. Aust., 181 5), die „A-Icmoires «Io 3acg. kaiivcl" und die „Ütuckes sui lo besu Onimles urts" (Par. 181 7), Auch in seinem Werke „Oe la pliilosopllieinttlaleoudesclitlereiOs«Meines sur I» Science «Io la vie" (Par. 1823), welches den Mvntyon'schcn Preis erhielt,in seiner ,,^;>p!icatio„ «le la morale ä la polititjne" (Par. 1825; deutsch von Blumrödcr,Ilmenau 1827) und in seiner klar, methodisch und gut geschriebenen „Lconnmie politigneo» principes cle la Science «le« ricliesses" (Par. 1829; neue Aust., von Comte, Brüss. > 8 10)zeigte er sich als einen denkenden Kopf und als gründlichen Gelehrten. Ein Theil seiner Werkeerschien als „Oeuvres morales" (2 Bde., Par. 1826). Neuerdings hat er durch seine „blis-toire «ln regne eie ll.ouis XVI ;->en<lant les »nnees on I'on pouvait ;>revenir nu dirigerlarevolution sranc. (Par. 1839; deutsch mitVorrcde von Luden, Jena 1812) auch in Deutsch-land die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt.
Druck nennt man die Wirkung eines ruhenden Körpers, der von einer Krass zur Be-wegung getrieben wird, auf einen ihn berührenden Körper, der dieser Bewegung entgcgen-steht. Da auch Dasjenige, was Bewegung hindert, Kraft genannt wird, so muß in dem wi-derstrebenden Körper ebenfalls eine Kraft sein, welche die Wirkung jener oder die Bewegungdes drückenden Körpers hindert. Diese ist thcils die Kraft der Cohäsion (s. d.), thcils dieWirkung des Zusammenhangs mit andern unbeweglichen Körpern. Man pflegt die bewe-genden Kräfte überhaupt durch Gewichte zu messen, die einen gleichen Druck Hervorbringen.So sagt man, der Druck der Lust auf eine Fläche von einem pariser lUF. betrage 2210 Pf.,d. i. die Fläche werde von dor Luft ebenso stark gedrückt, als sie durch das Gewicht von jenerSchwere würde gedrückt werden. Übrigens pflanzt sich der Druck von einem Thcile des Hin-dernisses zum andern fort; bei festen Körpern aber blos nach solchen Richtungen, welche mitder Richtung des Drucks selbst gleich laufen.
Drucker nennt man in der Malerei die Anwendung dunkler Schatten (s. d.), umnach dem Gesetze des Contrastes gewisse Stellen stärker und in das Auge fallender zu machen.
Druckwerk heißt eine Maschine, welche dazu dient, Flüssigkeiten zu einer Höhe empor-zutreiben, welche größer als 32 F. ist, bis zu welcher Höhe die Flüssigkeiten mit der gewöhn-lichen Säugpumpe (s Pump e) gehoben werden können. Ein Druckwerk besteht aus einerRöhre, welche unterhalb des Wasserspiegels ein nach innen gehendes Vcntilhat und in welcheeine zweite Röhre, das Steigrohr, einmündet. In dem Hauptrohre bewegt sich ein massiver,genau schließender Kolben auf und ab. Beim Aufsteigen des Kolbens entsteht unter dem-selben ein luftleerer Raum, in welchen dann durch das Ventil Wasser steigt, welches beim