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vonFleurus und Waterloo befehligte er das erste Armcccorps; doch alle seine Anstrengungenwaren vergebens. Nach der Kapitulation von Paris zog er sich mit den Trümmern seinesCorps hinter die Loire zurück und floh, da er auf der Liste der Generale stand, die vor einKriegsgericht gestellt werden sollten, nach Baiern, wo er in der Nähe von Baireuth währendder Restauration ein Landgut bewirthschaftete. Nach der Julirevolution kehrte er nachFrankreich zurück und erhielt 1832 den Oberbefehl in der Vendee, den er auch wieder über-nahm, nachdem er vom 28. Sept. 1834 bis28. Aug. 1835 Generalgouvcrneur in Algiergewesen. Im Mai 1843 wurde er Marschall von Frankreich und starb am 25. Jan. 1844.
Drovetti (Bcrnardin), ein um die Erforschung Ägyptens sehr verdienter Mann,geb. um 1775 in Livorno, trat frühzeitig in die franz. Ärmee, in welcher er als Obcrstlieu-tenant an dem ägypt. Feldzug Äntheil nahm. Später ernannte ihn Bonaparte zum franz.Generalconsul in Ägypten. Diese Stellung benutzte er eifrig zur Aufdeckung und Aufhel-lung der altägypt. Denkmäler, und auch nachdem,er unter der Restauration durch RousselimGeneralconsulat erseht worden war, blieb er in Ägypten und setzte seine Bestrebungen fort.Nach allen Seiten hin unternahm er Ausflüge und beschäftigte viele Jahre hindurch einegroße Anzahl Menschen mit Ausgrabung von Alterthümern. Außerdem kaufte er von denArabern und Reisenden Alles auf, was zur Erläuterung der ältesten Geschichte Ägyptensdienen konnte. Aus diese Weise wurde seine Sammlung die bedeutendste, welche vielleichtje von einem Privatmann zusammengebracht worden ist; den einen kostbarsten Theil der-selben kaufte der König von Sardinien für das turiner Museum; der andere ebenfalls höchstkostbare, welchen die franz. Regierung an sich brachte, bildet den Kern des pariser Museumsägypt. Alterthümer. Beide Theile enthalten zwar nur wenige große Statuen, aber mehretausend Idole, Skarabäen, Medaillen, Jntaglios und andere das religiöse und häuslicheLeben der alten Ägypter erläuternde Merkwürdigkeiten, ferner mehre Mumien und an 20VPapyrusrollen. Seitdem er sich mit dem Handelshause Tourneau in Alexandrien als Mit-theilhaber verbunden, war sein ganzes Streben nur dahin gerichtet, seine Auffindungen inGold zu verwandeln. Er schloß sich 1820 dem Feldzug gegen die Bewohner von Siwah an.Unter dem Schutze Mehemed Äli's konnte er nebst Cailliaud und andern Reisenden, dieihn begleiteten, das Innere vvn Gharmy in Augenschein nehmen, das bisher noch kein Euro-päer gesehen hatte, die Oase durchstreifen, Plane «ufnehmen, Änsichten entwerfen und diealten Denkmäler ausmessen und zeichnen. Nicht unerwähnt ist zu lassen, daß man D. gleichdem Briten Salt Schuld gibt, in der Wahl der Mittel zur Erlangung von Alterthümernnicht scrupulös gewesen zu sein. Wieder zum Generalconsul ernannt, wurde er 1830 vonMimault in diesem ersetzt und lebt gegenwärtig als Privatmann abwechselnd in Frankreichund England. Unter D.'s Mitwirkung erschienen die von Jomard herausgegebenenz-es ü >'o<isi5 Ue Hiebe8 et clsns les Ueserts sitnee8 s I'orient et s I'occilleut <Ie laTliebaiele, etc." (Par. 1822, Fol.). D.'s und Cailliaud's Nachrichten und Zeichnungenbenutzte Jomard auch bei Herausgabe der „Voz-sxe ü 1'o-,8i5 <1e8;-onsb" (Par. 182 3, Fol.).
Droz (Pierre Jacquet), berühmter Mechaniker, geb. am 28. Juli 1721 zu Lachauxde Fonds im Fürstenthume Neufchatel, war für den geistlichen Stand bestimmt, verließ aberdiese Bahn aus lebhafter Neigung für mechanische Arbeiten und ward Uhrmacher. Über ge-wöhnliche Handwerksarbcit sich erhebend, suchte er bald einzelne Theile des Uhrwerks zu ver-vollkommnen; auch gelang es ihm, in den gewöhnlichen Uhren ein Glocken- und Flötenspiclanzubringen. Seine Versuche, das kerpetuum mobile (s. d.) zu erfinden, brachten ihnauf manche andere wichtige Entdeckung. So fertigte er unter andern eine Pendeluhr, welche,mittels der Vereinigung zweier Metalle von ungleicher Dehnbarkeit, ohne aufgezogen zu wer-den, im Gange blieb, so lange die Theile nicht durch Reibung abgenutzt waren. Großes Auf-sehen erregte insbesondere sein Schreibautomat, das, durch ein im Innern der Figur befind-liches Triebwerk, Hände und Finger sichtbar bewegte und schöne Züge schrieb. Seine letzteArbeit war eine astronomische Uhr; noch ehe er sie beendet, starb er zu Biel am 28. Nov.1790.— Sein Sohn, Henri Louis Jacquet D., geb. am I3.Oct. 1752 zu Lachaux deFonds, beschäftigte sich schon von früher Jugend auf unter Anleitung des Vaters mit Me-chanik. Als Jüngling von 22 Jahren kam er nach Paris, wo unter andern von ihm erfun-denen Werken ein künstliches Äutomat, darstellend ein junges Mädchen, das verschiedene