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4 (1845) D bis Entern
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Drouais

Alumnen und Repetenten am Convictorium zu Bonn den Gebrauch der Schriften vonHermes und den erstcrn durch die Beichtväter zugleich den Besuch Hcrmes'scher Vorlesungenverbieten; ja er suspcndirte die Professoren Achterseldt und Braun vom Seelsorgeramteund fodcrte von Allen, welchen er die Weihe oder ein Amt ertheilen solle, ein schriftlichesGclvbniß auf 18 von ihm aufgestellte Thesen, von denen die 18. den Recurs an die Regie-rung ausschloß. Auf die vermittelnden Vorschläge des Curators der Universität zu Bonnglaubte D. nicht eingehen zu dürfen, fuhr vielmehr fort, auch andere des Hermesianismusverdächtige Männer aus ihren Ämtern ungehört zu entfernen. Dazu kam nun sein Ver-fahren in Bezug auf die gemischten Ehen, das zu dem vor seiner Wahl gegebenen Verspre-chen nicht stimmte. Mit einem Male nämlich erklärte D. im Sept. 1837, er finde die ka-tholische Trauung ohne das Versprechen der katholischen Erziehung der Kinder in Wider-spruch mit dem Breve von 1839 und gestatte sie deshalb nie ohne ein solches Versprechen;das Übereinkommen von 183-1 könne für ihn nur insoweit normgebend sein, als es demBreve gemäß sei. Demzufolge von der Regierung mehrmals aufgefodert, entweder seinefrühere Zusage zu halten oder seine Amtsverrichtungen, wenigstens bis zum Austrage derSache in Rom, cinzustellen, weigerte er sich auf das bestimmteste, dies zu thun, worauf dannim Nov. seine Äbführung nach Minden erfolgte. Hier gab er sich seiner frühem ascetischmLebensweise hin. Die nachmaligen Unterhandlungen mit ihm behufs seiner Resignationführten unter Mitwirkung des Papstes endlich dahin, daß der Bischof Geissel von Speierzum Coadjutor D.'s ernannt wurde und die Verwaltung der Erzdiöces überkam. Nach des-sen Einführung erhielt D. im I. 18-11 die Erlaubniß, nach Köln zurückzukehren, nahm je-doch seinen Aufenthalt zu Münster, wo er seitdem privatisirt. Seine kirchlichen Grundsähehat er dargelegt in dem Schriftchen „Über die Religionsfreiheit der Katholiken bei der von denProtestanten zu begehenden Jubelfeier" (Münst. 1817) und in dem größer« Werke „Überden Frieden unter der Kirche und den Staaten" (Münst. 18-13), gegen welches namentlich vonMarhcineke und Ellendorf schrieben. Auch ließ er „Predigten, in frühem Jahren gehalten"(Müust. 1813) erscheinen. — Sein älterer Bruder, Kasp. Maxim, vonD., Bischof;»Münster, geb. 17 7 0, erhielt schon > 7 7 9 die Dvmpropstei zu Minden und gelangte noch in dem-

selben Jahre in das Domcapitel zu Münster. Im 1.1793 zum Priester geweiht, wurde er ini

folgenden Jahre Weihbischof des münsterschen Domcapitels und zugleich 1793 Bischof zu Je-richo in partibus inliüelium. In der Folge nahm er als Wcihbischos von Münster an demNationalconcilium Theil, welches Napoleon I8I I berufen hatte, und beantragte dabei diedringende Bitte an den Kaiser, den zu Savona gefangen gehaltenen Papst frei zu geben. Im1.1825 auf den bischöflichen Stuhl zu Münster erhoben, trat er 1831 der zwischen dem da-maligen Erzbischof von Köln und dem preuß. Legationsrath Bunsen geschlossenen Einigungüber die gemischten Ehen unbeschränkt bei und segnete 1837 zu Oldenburg die Ehe des Kö-nigs von Griechenland ein, obgleich derselbe zuvor festgestellt hatte, daß alle seine Kinder inder griech.-katholischen Kirche erzogen werden sollten. Als ihm die päpstliche Allocutionvom Dec. 1837 bekannt geworden war, erklärte er der Negierung, er dürfe und werde vonnun an hinsichtlich der gemischten Ehen einzig nach dem Breve von 1839 verfahren underließ im I. 1838 eine Verfügung an seine Pfarrer, durch welche das Übereinkommen von1831 im Wesentlichen aufgehoben wurde. — Franz Otto von D-, der jüngere Bruderdes Vorigen, geb. am 13. Sept. 1771, erhielt bereits 1789 die Dompropstei zu Münster.Als er demnächst mit seinem jüngern Bruder Clemens August längere Zeit zu Nom ver-weilte, empfing erdort 1797 das Subdiakonat und noch in demselben Jahre zu Münsterdas Diakonat, sodann 1809 die Dompropstei zu Hildcsheim. Seine Schrift „Über Kircheund Staats (Münst. 1817; 2. Ausl., 1838) geht von denselben Ideen aus wie die seinesBruders „Über die Religionsfreiheit der Katholiken". Er starb am 26. Febr. 1826.

Drouais (Jean Germain), einer der bedeutendsten Maler aus David's Schule, geb.zu Paris am 25. Nov. 1763, stammte aus einer der Kunst sehr zugewendeten Familie.Nicht nur sein Vater und Großvater waren Maler; auch seine Mutter malte in Miniatur.Er war der erste Schüler David's, nachdem dieser sein Atelier in Paris eröffnet. Sein erstesBild, das er zur Mitbewcrbung um den großen Preis im I. 1783 fertigte, genügte ihm sowenig, oaß er es wieder zerriß, obschon sein Lehrer, als er die Stücke sah, ihm seine vollkom-

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