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der freien Benutzung der benachbarten Dörfer überlassen. Nachdem aber im >7. Jahrh.die Grenze zwischen Hannover und Preußen bestimmt worden, entwarf Friedrich der Großeden Plan, den preuß. Antheil entwässern zu lassen. Doch erst Friedrich Wilhelm ll. führtediesen Plan >788—96 aus. Die sogenannten Drömlingcr Bauern führten im Mittelalterund bis auf die neuere Zeit herab manche kühne Thal aus. In Kriegszeiten bedrängt, flüch-teten sie sich auf die mitten in den Sümpfen liegende Horste, von wo aus sie dann ihreFeindeübersielen. Auf solche Weise vernichteten sic schon zur Zeit Heinrich's I. eine Abtheilung derin Sachsen eingefallenen Magyaren. Ebenso schlugen sie während des DreißigjährigenKriegs im I. >639 die kaiserlichen Truppen bei Stendal und im I. >642 einen schweb.Heerhaufen in die Flucht.
Dronthcim, im Dänischen Trondhiem, bei den Alten Nidarvs, die Hauptstadtdes norweg. Stiftsamts gleiches Namens, ihrer Größe und der Einwohnerzahl nach die vierteStadt des Königreichs Norwegen, liegt an dem Nid, der einen tief ins Land hincintretendenMeerbusen bildet und ihr mancherlei Vortheile zum Betriebe eines nicht unbedeutendenHandels gewährt. Die Stadt ist gut gebaut und hat schöne regelmäßige Straßen. Unterden öffentlichen Gebäuden zeichnen sich aus der sogenannte Kongsgaard, ein Palast, unddie alte ehrwürdige Domkirche, die aber, ihrer Größe ungeachtet, nur ein geringer Überrestder vormals berühmten St.-Olafskirche ist. D. ist der Sitz eines Bischofs und hat mehrewissenschaftliche Anstalten, eine Kathcdral-, Sonntags-, Frei-und Arbcitschule, eine Bi-bliothek, Münzsammlung und mehre Anstalten der Wvhlthätigkeit, darunter ein Taubstum-meninstitut und eine Irrenanstalt. Die Zahl der Einwohner beläuft sich über >2006. Sietreiben Handel und führen namentlich Zimmerholz, Stockfische, Heringe, Thran, Felle undKupfer und Eisen von den benachbarten Hüttenwerken aus. Außerdem beschäftigen sie sichmit Gewerben und einigen Industrien und unterhalten Zuckerrafsinerien und Brennereien.In dem Hafen von D. liegt auf einem Felsen die Festung Munkholm. Auf der Landsciteist sie durch die drei Forts Möllenberg, Christianstern und Christiansfjeld beschützt. Wasser-fälle und Landseen, tiefe Uferschluchten, eine Menge Inseln und landeinwärts hohe Gebirgs-züge sowie eine Menge Landhäuser machen die Umgebungen der Stadt höchst romantisch.Erbaut wurde D. unter König Olaf I. um 997. Wiederholt litt die Stadt durch Brändegroßen Schaden; überhaupt brannte sie während der letzten 500 Jahre >5 mal gänzlich oderzum größten Theile ab, so zuletzt >827 und >84l.
Droschke oder Troschkeist ein ursprünglich russ. Fuhrwerk, ohne Verdeck und mitniedrigen, mit Kothledern bedeckten Nädern. Die Droschken sind gewöhnlich zweisitzig, ha-ben aber noch einen dritten, der Länge nach gehenden Sitz, auf welchem eine Person rücklingsoder seitwärts sitzen kann; doch gibt es auch viersitzige Droschken und gegenwärtig Droschkenmit Verdeck. Da die Miethwagcn für kurze Fahrten, die in Petersburg und Warschau zuerstaufkamen, die Droschkenform annahmcn, so hat sich diese Benennung, als man in andernStädten dergleichen Einrichtungen machte, auch auf diese Wagen fortgepflanzt, die aber mitden russ. Droschken nichts als den Namen gemein haben. Die ersten Miethwagcn der Artkamen in Frankreich unter Ludwig XIII. auf, aber erst >669 in besondere Aufnahme.
Drosometer, auch Drososkop, heißt der Apparat, dessen man sich bedient, um dieMenge des in irgend einer bestimmten Zelt erzeugte» feuchten Niederschlags aus der Atmo-sphäre, des Thaues, zu messen. Früher nahm man zu diesem Zwecke Metallplatten, welcheden Thau leicht annehmen, setzte sie für die bestimmte Zeit dem Thau aus und schloß ausihrer Gewichtszunahme auf die Menge des Niederschlags. Noch besser ist es, aufgezupfte.Baumwollenballen zu nehmen und dieselben frei auszuhängen.
Drost hieß in Nicdersachsen im Mittelalter der adelige Verwalter eines Bezirks odereiner Voigtei, der den Landesherrn vertrat und vor dem sich jeder Bewohner des Bezirksohne Unterschied des Standes zu stellen hatte. Gegenwärtig ist es ein bloßer Titel für Ade-lige in Hannover. Dagegen wurde in dem zuletzt genannten Staate >822 der Titel Land-drost als AmtSname wieder eingeführt für die Präsidenten der sechs Regierungen oderLanddrosteienzu Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade, Osnabrück und Aurich.
Droste-Hülshoff (Clemens Aug. von), deutscher Kirchenrechtslehrer, geb. zu Kös-feld in Westfalen am 2. Febr. >793, studirte unter Hermes in Münster Philosophie und