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lung mathematischer und physikalischer Instrumente hat erst in neuern Zeiten eine höherepraktische Brauchbarkeit erhalten und besitzt außer andern Merkwürdigkeiten einen arab, !Globus von Messing, um 1289 von Mohammed, dem Sohne des Astronomen MuwajedElardhi aus Damask, verfertigt. Vgl. Lohrmann, „Sammlung der mathcmatisch-physika-lischen Instrumente und der Modcllkammer" (Dresd. 1835). Neben ihr ist noch die sei! I>813 im obern Zwingcrpavillon befindliche, vom Kurfürsten Johann Georg angelegte Mo-dellkammer zu erwähnen. 6) Die Gemäldegalerie am Stallgebäude, unter D.s Kunst-sammlungen das erste Kleinod, enthält über I5»0 Bilder. Ihre Hauptpartien bilden dieWerke ital. und niederländ. Meister; in der ital. Schule ist sie eine der reichsten und er-lcsensten Sammlungen und in derselben sind namentlich hervorzuheben die Bilder vonNafael (die Sixtinische Madonna, drei bis vier Jahre vor des Künstlers Tode gemaltund 1826 von Palmaroli restaurirt), Correggio (die Nacht, früher in Modena, und dieMadonna des heil. Sebastian), Tizian (der Zinsgroschcn und die Venus), Andrea delSarto (Abraham's Opfer), Francia, Paul Veronese, Eiulio Nomano (Maria mit demWasserbecken), Leonardo da Vinci (Francesco Sforza), Earofalo, Bcllino, Pietro Peru-gino, Annibale Caracci, Guido Neni, Carlo Dolce, Cignani u. A. Aus der niederländ.Schule besitzt sie 31 Bilder von Rubens, 21 von Van Dyk, viele von Nembrandt, trefflicheBilder von Snyders, Joh. Breughel, Nuysdael (die Jagd), Sachtleeven, Wouverman,Everdingen, Berghcm, Gerhard Dow, Teniers, van der Wcrff, Ostade, Potter, Hondekoeteru. s. w. Unter den Werken deutscher Meister ist Hans Holbein's heil. Jungfrau die Perle.Aus der franz. Schule sind mehre Bilder von Nie. Poussin, vorzüglich aber die Landschaftenvon Claude Lorrain auszuzeichnen. Vgl. Matthäi, „Verzeichniß der Gemäldesammlung !der dresdener Galerie" (Dresd. 1833). 7) Das Kupferstichcabinet im Zwinger, aus mehr ?als 366660 Blättern bestehend, ist in zwölf Classen nach artistisch-historischen Gesichts- cpunkten geordnet und enthält nicht nur die vorzüglichsten Kupferstiche nach den Malern -der verschiedenen Schulen, sondern auch viele Blätter von großer Seltenheit und eineansehnliche Sammlung von Originalhandzcichnungen, darunter viele aus der altdeutschen !Schule, aber auch mehre von ital. Meistern, z. B. Rafael, Leonardo da Vinci, Michel An-gelo u. s. w. Eine zweite um nicht viel kleinere Kupferstichsammlung ist die allerdingsnicht dem öffentlichen Zutritte geöffnete Sammlung des Königs, unter deren Handzeich- rnungen sich unter andern auch der bethlehemitische Kindermord von Rafael befindet. >>8) Die Antikensammlung im Japanischen Palais enthält "in zehn großen Sälen, außer eini- .gen Denkmalen des ältesten griech. Kunststils (Candelabcr-Basis von pentelischem Mar-mor), mehre treffliche Bildwerke (die Pallas Prvmachos, ein kolossaler Minervensturz, ein jAthlet, früher Antinous genannt, Amor und Psyche, ein Satyrisk, die drei Hercula-nerinnen, Muster von Gewandbildern, merkwürdig als die ersten zu Anfang des 18. Jahrh.entdeckten Spuren Hcrculanums, der Sohn dev Niobe, ein Athletensturz, früher als Mer-cur ergänzt, Minerva, die vier Ballspicler, die sogenanntesAgrippina, wahrscheinlich Ariadne) !und einige Mumien, von welchen zwei Pietro della Valle 1615 aus Ägypten mitbrachte. "Vgl. Becker, „.^iiAustciun" (neueAust., Lpz. 1832—37) undHase, „Verzeichniß der alten )und neuen Bildwerke in Marmor und Bronze in den Sälen der königlichen Antikensamm- ^lung zu D." (5. Ausl., Dresd. 1836). 9) Die Sammlung von Gypsabgüssen im Stall- fgebäudc, deren Hauptbestandtheil die von Rafael Mengs in Italien gemachten Abgüsse an- s>tikerBildwerke bilden, sowie die der Elgin'schcn Marmorbildwerke im Britischen Museum, Üwelche 1839 hinzukamcn und im Zwinger ausgestellt sind. Vgl. Matthäi, „Beschreibungdes Mengs'schen Museums" (Dresd. 1832). 16) Das Grüne Gewölbe im königlichenSchlosse, ein reicher Schatz von Edelsteinen, Perlen und verschiedenen Kunstarbeiten inGold, Silber und Elfenbein, seit 1832 durch einen Theil der Kunstkammer vermehrt, ent-hält namentlich auch einen großen, 6^., Zoll hohen, 3'/4 Zoll breiten Onyx. Vgl. Landsberg,„Das Grüne Gewölbe" (9. Ausl., Dresd. >833). II) Die Porzellansammlung im Japa- ^nischen Palais ist reich an asiat. Porzellan und in technologischer Hinsicht wichtig durcheine Reihe sächs. Porzellane, welche die Fortschritte der Fabrikation von den ersten Anfäii-gen bis zur jetzigen Vollendung zeigt. .Vgl. G. Klemm, „Die königliche sächs. Porzellan-und Gefäßsammlung nebst dem Spcckstrincabinet und Duddhatcmpcl im Japanischen Pa-