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4 (1845) D bis Entern
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470 Dresden

terer wird wegen der hohen Temperatur und der mineralischen >Bestandtheile seines Was- ,

sers nur sehr wenig benutzt. Straßenbeleuchtung erhielt die Altstadt 1705, die Neustadt j

1728, die Friedrichstadt 1780 und die Vorstädte der Altstadt 1784; die Gasbeleuchtung ^

wurde 1828 in der Altstadt eingerichtet und seitdem auch in deren Vorstädten bis zurFriedrichsbrücke und in der Neustadt. Das Gas wird in zwei Gasometern bereitet, deren ^eins am nordöstlichen Ende des ehemaligen Zwingerwalls, das andere aber in der Wils-druffer Vorstadt zwischen dem Freiberger Schlage und der Weiseritz hinter der Ehrlich'schen !Schulstiftung befindlich ist. Von den 33391 mMuthcn des FlächenraumS der Straßen und ,Plätze sind über 22300 trefflich, zum Theil mit behauenen Steinen gepflastert. ^

Für die Pflege des wissenschaftlichen und geistigen Lebens wirken in D. mehre ausge-zeichnete Lehranstalten. Es hat seit I55S ein Gymnasium, die Kreuzschule, die unter dem Rrc- ^

tor Gröbel seit 1817 zu einer der vorzüglichsten Gelchrtenschulen des Landes erhoben wurde. !

Zwei andere Gelehrtenschulen sind in höhere Bürgerschulen umgewandelt worden, und zwar ,

die zu Neustadt 1803, die Anncnschule aber 1824. Für Bildung der Schullehrer wirkt wie >

früher unter Dinter's, jetzt unter Otto's Leitung, das Schullehrersennnar zu Friedrichstadt l

und unter der Steglich's das von der Fr. von Fletcher 1760 gestiftete und 1825 eröffnet! <

zweite Seminar auf der freibergcr Straße. Höhere Bürgerschulen sind demnach nur die schon ! ,

genannte Anncnschule bei der Annenkirche und die Bürgerschule in Neustadt; auf etwas niedri- ! ,

germ Standpunkte stehen die vier Bürgerschulen (in der Altstadt auf der Breitcgaffe, in der ,

Pirnaische« Vorstadt, in der Anlonstadt, in der Friedrichstadt) und vier Bezirkschulen (in der ,

Altstadt am See, in der Friedrichstadt, in der Neustadt und in der Antonstadt). Gleicher Artist die Garnisonschule in der Antonstadt, für die Kinder von Soldaten bestimmt. Unter mehren ,Privatlehranstaltcn ist das 1824 eröffnet« Blochmann'sche Institut, seit 1830 mit dem durch iein ansehnliches Dermächtniß von 1638 begründeten gräflichen Vihthum'schen Geschlechts- ) ^

gymnasium verbunden, auch für die Bildung zum Gelehrtenstande bestimmt. Außerdem sind > z

zu erwähnen als Privatschulen die Schule der Gesellschaft zu Rath und That, das Freimau- ; ,

rerinstitut und die katholische Hauptschule, die Naths-Töchtcrschule unter der Leitung Schi- l

ne's, die Lehranstalten von Dzondy, Langguth, Gebhardt, Böttcher, Döring, Petasch, Kaden !

u.s.w.; das Kraufische, früher Volgmann'sche Institut in der Neustadt, eine Art Vorschule^um Cadettenhaus, sowie die zur Aufnahme junger Mädchen höherer Stände bestimmten Pen- ^sionate von Carry (jetzt Hebenstreit), Kalunsky und Nassen. Der ärmcrn Volksclasse sindmehre ältere und neuere Freischulen gewidmet, unter welchen die 1826 von einem Bürger- ,vereine gestiftete evangelische Freischule sich auszcichnet, während die 1826 gegründeteSchmaltz'sche Schulstiftung bis jetzt nur für den Unterricht dürftiger Kinder in verschiedenen .öffentlichen Lehranstalten sorgt. Eigentliche Armenschulen sind die erste Armenschule im sStadtwaisenhause, die zweite Armenfreischule in der seit 1742 durch den Senator Ehr- j

lich gegründeten Anstalt in der Wilsdruffer Vorstadt und die mit den Bezirkschulen in der i

Friedrich-, Neu- und Antonstadt vereinigten drei Armenschulen. Außerdem gibt es einStadtwaisenhaus in der Altstadt und ein Waisenhaus in der Antonstadt. Hierher gehörenauch die 1808 gegründete Erziehungs - und Arbeitsanstalt für Blinde, welche sich dermalenin einem großen, 1836 auf einer Anhöhe vor dem Falkenschlage erbauten eigenen Locale „befindet, und das von Jenke gegründete und geleitete Taubstummeninstitut, seit 1837 in Heinem etwas näher dem genannten Schlage zuliegenden Gebäude. Seit 1829 wurden drei >Kleinkinderschulen gestiftet, die, jetzt unter der besonder« Aufsicht des Frauenvereins stehen. -Eine 1827 gegründete Correctionsschule nimmt verwahrloste oder wegen Vergehungen ver> ^haftete Kinder auf. Unter den höher« Bildungsanstaltcn ist die seit 1816 neueingerichtete >Medicinisch-chirurgische Akademie zur Bildung von Ärzten und Wundärzten für die Armee lund das platte Land, und von Geburtshelfern und Hebammen bestimmt. Sie ist mit be> -deutenden Lehrmitteln, physikalischen und chemischen Apparaten, anatomischen und zoo-tomischen Sammlungen ausgestattet und hat einen botanischen Garten, der gegen 20060 -Pflanzenarten zählt. Das Cadettencorps, seit 1830 nicht mehr ausschließcnd für Adeligebestimmt, bildet Offiziere für die Infanterie und Cavalerie; die an die Stelle der 1830 ^aufgelösten Militairakademie getretene Artillerieschulc aber Artilleristen und Ingenieurs.

Die Akademie der Künste beschränkt ihren Unterricht auf die zeichnenden Künste und das