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Dreieinigkeit
Dreifeldcrwirthschaft
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ders betrachtet, deren Seiten Bogen größter Kugelkreisc sind und welche daher auf derOberfläche einer Kugel liegen, weshalb sie auch sphärische oder Kugeldreiecke heißen. Diegeradlinigen Dreiecke, welche zugleich ebene Dreiecke sind, bilden einen sehr wichtigen Gegen-stand der ebenen Geometrie und werden auf doppelte Weise eingetheilt, nämlich nachherrelativen Größe ihrer Seiten in gleichseitige, wo die drei Seiten gleich sind, gleichschenkclige,in denen nur zwei Seiten gleich sind, und ungleichseitige, in denen alle Seiten ungleich sind;ferner nach der Beschaffenheit ihrer Winkel in rechtwinkeligc, welche einen rechten und zweispitze, stumpfwinkelige, welche einen stumpfen und zwei spitze, und spitzwinkelige^ welche nurspitze Winkel enthalten. Die beiden letzten Classcn begreift man auch unter dem gemeinschaft-lichen Namen schiefwinkelige Dreiecke. Die Berechnung der Seiten und Winkel eines Drei-ecks aus drei gegebenen, dasselbe bestimmenden Stücken lehrtdie Trigon ometr ic (s.d.).
Dreieinigkeit, nach dem sehr spät in der kirchlichen Latinität verkommenden '1'rinmii-tas gebildet, wofür bei den griech. Kirchenvätern Driss, bei den lat. trü»'tn8 gewöhnlicher ist,unschicklich auch wol Dreifaltigkeit genannt, bezeichnet die Beschaffenheit des göttlichenWesens, nach welcher die Eine göttliche Substanz drei Personen, dem Vater, dem Sohneund dem heiligen Geiste, so gemeinschaftlich ist, daß sic alle drei der Substanz nach Ein Gott,und nur der Individualität nach drei Personen sind. Ihre Verschiedenheit als Personenwurde durch die Kunstausdrücke bezeichnet. Der Vater hat den Sohn von Ewigkeit ge-zeugt (generavit); Vater und Sohn haben den Geist von Ewigkeit gehaucht (spirai-»»«).Der Geist geht von Vater und Sohn aus. Die griech. Kirche läßt indeß den Geist nichtvom Sohne sondern allein vom Vater gehaucht werden. Das Dogma von der Dreieinig-keit entstand aus der Vorstellung vom speculativen Christus, die man in den Schriften desJohannes und Paulus und im „Briefe an die Hebräer" findet (s. Christus), nach welcherman in Christus den Mensch gewordenen Sohn Gottes (das Wort, den Logos Gottes) er-kannte, den man nach dem hebr. Gebrauche deS Wortes Elohim auch einen Gott nannte,ihn aber als abhängig vom Vater dachte. Auch die Kirchenväter der ersten drei Jahrhun-derte nennen Christus, als Sohn Gottes, einen Gott, betrachten ihn aber überall als abhän-gig vom Vater. Im 4. Jahrh. aber entstand ein Streit darüber, ob der Sohn, wie Arius be-hauptete, erst in der Zeit vom Vater gezeugt, also erschaffen und dem göttlichen Wesen nichtgleich, oder ob er, wie Athanasius wollte, von Ewigkeit gezeugt und dem Vater am Wesen ganzgleichst!. Das erste allgemeine Concilium zu Nicäa im J.325entschicdfürdielctztere Behaup-tung. Da nun auch die Frage entstand, wie sich der heilige Geist zu Vater und Sohn ver-halte, welchen man bis dahin als einen Gott dienstbaren Geist betrachtet hatte, so erklärte dasallgemeine Concilium zu Konstantinopel im I. 381, der Geist sei auch Herr, wie Gott, unddem Vater und Sohne gleich, und das Dogma wurde am Ende so fcstgestcllt, wie cs nachdes Augustinus Vorstellung in dem im 5. Jahrh. gefertigten Athanasianischen Symbolumvorliegt, nämlich daß die eine göttliche Substanz drei gleich göttlichen Personen oder Indi-viduen gemeinschaftlich sei, oder daß die drei Personen der eine wahre Gott sind. Jede davonabweichende Vorstellung wurde als Ketzerei angesehen und bestraft. (S. Antitrinitarier.)Das Bedenkliche dieses Dogmas war, daß man die göttliche Substanz als den Inbegriffgöttlicher Kräfte, als etwas vom göttlichen Bewußtsein Verschiedenes dachte, und daß mandas göttliche Bewußtsein in eine Freiheit auflöste, da doch die Einheit desselben (die stete Un-terscheidung des Jchs von jedem Nichtich) das Wesen eines jeden Bewußtseins ist. Die ortho-doxen Lehrer der Kirche suchten diese Bemerkung dadurch zu beseitigen, daß sie behaupteten,das Wesen Gottes sei so unergründlich, daß es auch Bestimmungen haben könne, welche dermenschlichen Vernunft ganz unfaßbar seien. Wie die neueste Philosophie das Dogma vonder Dreieinigkeit als Gewand ihrer Speculatienen gebraucht hat, ist hier nicht nöthig zu er-örtern. (S. Pantheismus und Hegel.)
Dreifeldcrwirthschaft nennt man das Ackerbausystem, nach welchem sämmtlichezu einem Gute gehörige Felder in drei Schläge abgctheilt sind. (S. Ackerbau.) Ob dieDreifeldcrwirthschaft zuerst in Italien aufkam, ist zweifelhaft; so viel aber ist gewiß, daß inItalien, zur Blütezeit des röm. Ackerbaus, eine mehr freie als sich nach gewissen Regelnbindende Wirtschaft betrieben wurde. Nach Deutschland wurde die Dreifelderwirtschaftdurch Karl den Großen verpflanzt, der sie bald auf allen Domainen seines Reichs cinführte,