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Drake
stehen hatte, mit vieler Tapferkeit und entkam glücklich mit seinem Fahrzeuge. Die grausame Behandlung der engl. Gefangenen erfüllte ihn mit solchem Hasse gegen die Spanier,daß er fortan nur auf Mittel dachte, ihnen möglichst großen Schaden zuzufügcn. Kaumhatte er diese Absicht in England merken lassen, als eine Menge Abenteurer sich ihm anschloßEr bewirkte nun zwei Unternehmungen nach Westindien, vermied zwar noch mit den Spa-niern zusammenzutrcffeN; der Erfolg seiner Reise war aber so günstig, daß man ihm 1572zu seinem Angriffsplan auf die span.-amerik. Handelsplätze zwei Schiffe anvertraute, vondenen er das eine durch stincn Bruder befehligen ließ. Mit denselben nahm er die StadtNombre de Dios mit Sturm, machte zwar ansehnliche Beute, konnte sich aber nicht behaup-ten und segelte daher nach Karthagcna. Nachdem er dort viele Schiffe aufgebracht und denSpaniern zu Vera-Cruz ein aufzwei Millionen geschätztes Waarenmagazin verbrannt hatte,kehrte er zurück und ankerte zu Plymouth am 9. Aug. 1573. Hierauf rüstete er drei großeFregatten auf seine Kosten aus, mit denen er als Freiwilliger in Irland unter den Befehlendes Grafen Essex diente. Beim Tode dieses seines Beschützers kehrte er 1576 nach Eng-land zurück, legte der Königin Elisabeth seinen Plan vor, durch die Magellanische Meerengein die Südsee zu dringen, um hier die Spanier anzugreifen, und erhielt durch sie die Mittel,eine Flotte von fünf Schiffen für diesen Zweck auszurüsten. Mit diesen ging er am 13.Dce.1557 von Plymouth ab und kam am 20. Aug. 1578 in die Magellanische Meerenge,gelangte am 6. Sept. an den Ausgang derselben, wurde aber den Tag darauf von einemSturme überfallen, der ihn nach Süden zu steuern zwang. Als er an das Ende der Meer-enge zurückgekommen war, legte er der Bai, wo er ankerte, den Namen Uurting os trierxlsbei, weil er, seit er sie verlassen, eines seiner Schiffe verloren hatte. Neue Windstöße triebmihn nach Süden, und er scheint bei seinen Versuchen, an der Küste hinabzusteuern, in dmwestlichen Archipel des Magelhacnslandes gerathen zu sein. Am 20. Nov. kam er im An-gesichte der Insel Mocha, südlich von Chile an, wo er seine Flotte zu sammeln gedachte; iner aber keins seiner andern Schiffe eintreffcn sah, setzte er seinen Laus nach Norden fort,längs der Küste von Chile und Peru, wobei er jede Gelegenheit wahrnahm, sich span. Schiffezu bemächtigen und Landungen zu machen. Da seine Mannschaft einigermaßen bcutchttwar, folgte er der Küste Nordamerikas bis zu 48° nördl. B., Weiler hoffte, eine Durchfahrtin den Atlantischen Ocean zu finden. Getäuscht in seiner Erwartung und durch die Kältegenöthigt, bis zu 38° zurückzugehen, nannte er den Platz, wo er nun seine wiedergesammel-tcn Schiffe ausbcfferte, Ncualbion. Am 20. Sept. 1570 richtete er seinen Lauf nach dmMolukken und ankerte am 4. Nov. zu Ternate. An der Küste von Celebes entkam er am9. Jan. 1580 mit genauer Noch dem Schiffbruch, lief bei Java und am Cap der gutenHoffnung an und ankerte am 5. Nov. nach fast dreijähriger Abwesenheit in Plymouth. Am4. Apr. 1581 kam Elisabeth selbst auf der Themse nach Deptford, wo D.'s Schiff vor Ankerlag, speiste bei ihm am Bord, schlug ihn zum Ritter und billigte Alles, was er gcthan hatte.Sie übergab ihm den Befehl über eine Flotte von 25 Schiffen, mit welcher er am 15. Sept.1585 auslicf und am 16. Nov. vor San-Jago auf den Inseln des Grünen VorgebirgSso unerwartet erschien, daß die Stadt sogleich genommen wurde. Mil reicher Beute beladensegelte die Expedition von dort nach Westindien, nahm San-Domingo, Cartagena, zer-störte die Forts der Spanier in Ostflorida und ankerte in Plymouth am28.Juli 1586, nach-dem sic den Feinden eine auf 600000 Pf. St. geschätzte Beute abgenommen. Im 1.1587befehligte er eine Flotte von 30 Segeln, die im Hafen von Cadiz eine Abtheilung der be-rühmten Armada verbrannte, und 1588 wurde er Viceadmiral unter Lord Effingham, demGroßadmiral von England, um sich der span. Flotte entgegenzustcllen. Eine reich be-ladene Gallione ergab sich ihm auf die bloße Nennung seines Namens. Nachher erhielt erden Befehl derjenigen Flotte, welche 1589 Don Antonio wieder aufden Thron von Portugalsetzen sollte; allein dieses Unternehmen scheiterte wegen des Mißverständnisses zwischen D.und dem General der Landlruppen. Indessen schlugen D. und Hawkins im Frühjahre 1594der Königin eine neue Unternehmung gegen die Spanier in Westindien vor. Sie machtensich anheischig, einen Theil der Kosten zu tragen, und die Königin lieferte die Schiffe. Dochder beabsichtigte Zweck ward nur theilweise erreicht. Beim Absegeln vom Fort von Portorico
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