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4 (1845) D bis Entern
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Drachme Drassk 449

ließ ihn an einer hänfenen Schnur, an deren unterste^ Ende ein Schlüssel hing, in die Höhesteigen. Um die Schnur, ohne die elektrische Materie abzuleiten, anfassen zu können, warunten eine seidene Schnur angebracht. Sobald der Drache in der Luft schwebte, wurde dieelektrische Materie, welche die Spitze ausgenommen hatte, vermöge der Schnur bis zumSchlüssel geleitet, sodaß man an demselben eine Verstärkungsflasche laden konnte. OhneFranklin's Entdeckung erfahren zu haben, stellte de Romas in Frankreich ein Jahr spaterähnliche Versuche mit seiner weit größern Gcräthschaft an.

Drachme ist eine altgriech. Silbermünze von verschiedenem Werthe und, gleich demDenar (s. d.) bei den Römern, die Einheit der griech. Silbermünzen. Die Drachme alsMünzeinheit kam bei allen griech. Völkern in Gebrauch, und zwar gleichmäßig mit der Ver-breitung des gemünzten Geldes selbst. Von Griechenland aus ging die Bestimmung ihresWerths als Handclsmünze auch in die Länder, wo sie nur als Rechnungsmünze Geltunghatte. Der Werth der Drachme war in den einzelnen griech. Provinzen sehr verschieden;in Ägina hatte sie den größten Werth. Dagegen blieb das Münzsystem dasselbe. Sechstau-send Drachmen enthielt das attische Talent, hundert Drachmen die Mina und sechs Obolengingen auf die Drachme. Außer den einfachen Drachmen gab es Vervielfältigungen dersel-ben, z. B. die doppelte (Oitlrsckms), die dreifache (lUckraclims) und die vierfache (Tetrs-üroctimo). — Als Apothekergewicht hat die Drachme 3 Scrupel oder 6V Gran.

DracontmK, ein christlicher Dichter im 6. Jahrh., aus Toledo gebürtig und nachmalsPresbyter, behandelte die Schöpfungsgeschichte in einem lat. Gedichte unter dem Titel „Oe-xsemeron", welches der Erzbischof Eugenius von Toledo überarbeitete. Wegen seiner Ge-drängtheit ist das Gedicht voll schwer zu verstehender Stellen. Die beste Ausgabe besorgte^ Arevalles (Rom 1791, 4.). Vgl. Gläser, „(lmminis ,1s Oe«, gnoel O. scripsit, liker ter-tins ex ««<>. RkeckiF. emerxl. et suppl." (Bresl. 1843, 4.).

Dragöman, vom ital. Dragomano, heißt im Orient ein Dolmetscher. Der Dragv-man der Pforte, durch welchen der Großsultan die Eröffnungen der christlichen Gesandtenempfängt, ist gewöhnlich ein Christ griech. Nation. Außerdem hält jede der stemden Gesandt-schaften und jedes Konsulat in der Levante einen Dragoman, der meist ein Grieche oder Ar-menier ist. Nur die Gesandtschaften von Ostreich und Frankreich haben das Princip, Ange-. hörige ihres eigenen Landes zu Dolmetschern zu nehmen, um nicht Verräthereien ausgcsetztzu sein, wie sie bei der Käuflichkeit der orientul. Dragomans leicht möglich sind. Ostreich hatzu dem Behufe in Wien die oriental. Akademie und in Konstantinopel bei der Gesandtschaftdas Institut der Sprachknaben; Frankreich aber in Paris das Institut der jonnes ckolon-g»e und in Konstantinopel das der Dragomanszöglinge gegründet, um Dolmetscher zu bilden.

Dragonaden. Als Ludwig XIV. von Frankreich alle Mittel zur Unterdrückung desProtestantismus erschöpft hatte, kam der Minister Louvois auf den Einfall, die Widerspen-stigen durch Militairgewalt in den Schoos der katholischen Kirche zu treiben. Zunächst legteer nach Poitou ein Dragonerregiment und befahl, die Protestanten mit doppelter Einquar-tirung zu belasten. Allmälig aber dehnte er diese Maßregel über das ganze Land aus underlaubte den Soldaten, die hartnäckigen Bekenner ihrer Religion zu mishandcln und zuplündern. Dieses Verfahren nannte man OrsAvnscles, ls Mission Kottöe und les conver-sivns pur loAsments. (S. Hugenotten.)

Dragoner hießen ursprünglich die berittenen Infanteristen, welche zu Fuße fochtenund sich des Pferdes blos zum schnellen Fortkommen bedienten, weshalb sie auch als Jnfan-teristen bewaffnet waren und keine Harnische und Neitcrstiefeln hatten. Als die ersten Dra-goner betrachtet man die Lanzknechte und Musketiere, welche der Prinz von Parma, als er1582 die Schlacht bei Gent liefern wollte, auf Packpferden reitend, mit der Reiterei unterGeorg Baste vorausgehen ließ, um die feindliche Arrieregarde anzugreifen und aufzuhalten.Später ließ man diese Truppengattung auch zu Pferde fechten, wodurch nach und nach ihreursprüngliche Bestimmung verloren ging, sodaß sie gegenwärtig blos als leichte Reiter ge-braucht werden.

j Draht "ird das nach runden, seltener flachrunden oder platten, auch wol Halbmond- undsternförmigen Formen in die Länge sadenartig ausgedehnte Metall genannt, welches man zuConv. 'der. Neunte Ausl, IV. 29