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Dow Doyen
zusammcnlaufen, und zahlt übcr 6666 E. Er hat zwei Kirchen, die des heil. Jakob, desSchutzheiligen der Seeleute, ein großes, >216 erbautes Gebäude, und die Marienkirche,welche die Normänner stifteten. Auch haben alle Dissenters daselbst Bethäuser. Unter denöffentlichen Gebäuden zeichnen sich aus das Kricgsspital, die Stadthallc, das Schauspiel-haus und das Casino. Seit dem letzte» Frieden hat sich D. als Übergangspunkt nach Frankreichsehr gehoben, und täglich findet zwischen D. und Calais eine regelmäßige Verbindung statt.Schon zu den Zeiten der Römer und namentlich durch Julius Cäsar soll D. befestigt wordensein. Von Wilhelm dem Eroberer mit neue» Werken versehen, galt es für unüberwindlich;doch unter Karl I. wurde es von einer kleinen Abtheilung des Parlamentsheers genommen.Als Napoleon von Boulognc aus mit einer Landung in England drohte, sah man sich ge-nöthigt, D. mehr nach den Regeln der neuern Befestigungskunst zu verstärken. Damals wurdeauf einer Höhe hinter der Stadt die neue Caserne angelegt, die das ganze Seeufer beherrschtund auf alle Weise vor Überrumpelung gesichert ist. In der Nähe von D. fand 1217 zwi-schen Engländern und Franzosen ein Scetreffen statt, das zum Nachtheil der letzter» ausfiel.
Dow, Dou oder Do uw (Gerard), einer der berühmtesten holländ. Gcnremaler, geb.zu Leyden 1613, war der Sohn eines Glasmalers und erhielt seine künstlerische Bildungunter Rembrandt's Leitung. Das malerische Element, in welchem das Genie seines Mei-sters sich bewegte, das Helldunkel, und Alles, waS der dadurch bewirkten malerischen Har-monie angehört, wußte er sich mit gleicher Sicherheit und Vollendung anzueignen. Aber ermachte von diesem Elemente einen andern Gebrauch als Nembrandt. Ihm kam es auf dieliebevollste Auffassung und Wiedergabe der anscheinend geringfügigsten Dinge an, welchedas tägliche Leben des Menschen umgeben; die Ruhe und den Frieden des häuslichen Da-seins, das süße Gefühl der heimischen Existenz auszudrücken, dies ist der eigentliche Grund-zug, der durch seine künstlerischen Darstellungen hiudurchgeht. Darum malte er alles Ein-zelne in seinen Bildern mit der allergrößten Sorgfalt; nichts war ihm zu gering, als daß eres nicht für würdig gehalten hätte, zur Hervorbringung jenes Eindrucks beizutragen; aus-drücklich wird uns berichtet, daß er zu der Darstellung eines schlichten Besenstiels drei volleTage nöthig gehabt habe. In seiner Werkstatt herrschte die bewunderungswürdigste Sauber-keit; die sorglichsten Vorkehrungen waren getroffen, um den Feind, der seine zierliche Arbeitvor allen andern leicht hätte verderben können, den Staub, abzuhaltcn. So erreichte er einebewunderungswürdige Naturtreue, aber jene Meisterschaft des Helldunkels, die zarte Har-monie, die er durch dessen Anwendung übcr das Ganze seiner Darstellungen ausbreikete, gabihnen einen ungleich höher», einen wahrhaft poetischen Werth, während seine Bilder schonin ihrer kleinen Dimension mit der Anspruchlostgkeit auftraten, die die dargcstellten Gegen-stände nöthig machten. Es sind Perlen von durchaus vollendeter Reinheit; darum warensie auch zu allen Zeiten ungemein hochgeschätzt. Eines seiner bessern Gemälde, „Die wasser-süchtige Frau", wurde mit 36660 Fl. bezahlt. D. starb 1686. Seine ausgezeichnetstenSchüler waren Schalken, F. Mieris und Metzu.
Dopolögie, ein griech. Wort, bedeutet überhaupt einen Ausruf oder ein Gebet zumPreise der Majostät GotteS, wie sie bei Paulus am Schluffe seiner Briefe, zuweilen auchmitten in der Rede (Röm. 6, 5) sich finden. Namentlich nannte man so in der christlichenKirche den Lobgesang der Engel (Luc. 2, 14) und den Schluß des Vater Unser. Die soge-nannte große Doxologie ist eine weitere Ausführung des engl. Lobgesangs, welche inder katholischen Kirche bei der Abendmahlsfeier und am Morgen gesungen zu werden pflegt;sie beginnt mit den Worten ,,6Ioris in excelsis Deo".
-Doyen (Gabr. Franc.), ein bekannter franz. Maler, geb. zu Paris >726, gewannals «Schüler Vanloo's schon in einem Alter von26Jahrcn den großen Preis in der Malerei.Im I. 1748 ging er nach Nom und studirte dort, sowie in Neapel, Venedig und Bologna,die Vorbilder seiner Kunst. Nach Paris zurückgckehrt, blieb er längere Zeit ganz in der Zu-rückgezogenheit der Kunst. Seine Virginia, mit deren Entwurf und Ausführung er zwei^lle Jahre zubrachte, veranlaßte 1758 seine Aufnahme in die Malerakademic. SeinenRuf erhöhte besonders das Gemälde „I^a reste ckcs srlleots", für die Kirche von St.-Rochwelches für sein Meisterwerk gehalten wird. Um seinen Werken mehr Wahrheit zu geben,S>ng er in die Hospitäler und beobachtete dir Charaktere und Gesichtszüge der.Kranken und