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4 (1845) D bis Entern
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446
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446 Douville Dover

Zwei Jahre nachher (l 574) wurde ihm der schwierige Auftrag, Leyden gegen die anrücken.den Spanier zu vertheidigen, dem er sich mit großem Muthe und entschlossener Ausdauerunterzog. Als Leyden für seine Drangsale durch die Stiftung der Universität entschädig,wurde (1575), ward er zum ersten Kurator derselben und zum Oberaufseher über die Bi-bliothek ernannt, und in beiden Beziehungen hat er sich die größten Verdienste erworben.Dabei fuhr er, von inniger Vaterlandsliebe beseelt, unermüdet for§, in der mühevollsten undschwierigsten Stellung in Staatsgeschäften wirksam zu sein und das Wohl seines Vaterlandesund dessen Unabhängigkeit zu fordern und zu sicher», bis er am 8. Oct. I 694 starb. Es isierstaunlich, wie er bei einem so vielfach bewegten Leben und seiner durch Staatsgeschäste fastganz in Anspruch genommenen Zeit durch schriftstellerische Leistungen auch die Wissenschaftgefördert hat. Als lat.Dichter und Prosaist war er ausgezeichnet; seine „Knaule.-, Latlivi-»-et ttulümtime" (Leyd. 1691), an denen auch sein ältester Sohn Antheil hatte, brachten ihmRuhm und ehrenvolle Auszeichnung, und auch für Horaz, Catull, Tibull, Pctronius undPlautus hat er Ausgezeichnetes geleistet. — Sein ältester Sohn, JanusD., geb. am 16.Jan. 1571, gcst. >587, war gleichfalls lat. Dichter und tüchtiger Philolog, wie seine Aus-gabe des Catull, Tibull und Properz (Leyd. >592), seine Anmerkungen zu Pctronius (Leyd.1594) und zu Plautus (Leyd. >596) beweisen; seine „poemutu" sind in zwei Auflagen er-schienen (Leyd. 1697 und Rotterd. 1794). — Von seinen übrigen Söhnen zeichneten sichGeorg D., geb. 1574, gest. auf St.-Thomas, der Herausgeber des Georgius Codinus(Heidelb. >596), FranzD., der Herausgeber der Fragmente des Lucilius (Leyd. 1597,4.)und.Dietrich D-, geb. 1589, gest. >663, als tüchtige Gelehrte aus. Letzterer, dem derVater seine kostbareBibliothek vermachte, gab „(leorgü I^ozzotlietue ein onicon 6onstsntmn-u<ilüi>i»lm" heraus (Leyd. 1614), wobei er die von seinem Bruder Georg aus Konstantinopelmitgebrachtc» Handschriften benutzte. Vgl. Sicgcnbcek, „l^niclatin ärmi 1)." (Leyd. 1812).

Douville (Jean Baptiste), Secretair der Geographischen Gesellschaft zu Paris, einerder berühmtesten Reisenden der neuesten Zeit, wurde im westlichen Frankreich um 1794 ge-boren. Schon in früher Jugend ging sein einziges Streben dahin, sich die nöthigen Vvr-kenntnisse zu erwerben, um einst recht viele Länder mit Nutzen besuchen zu können. Kaumwar er in den Besitz eines nicht unbedeutenden Vermögens gelangt, als er abwechselnd Asienund Amerika besuchte. Nachdem er sich auf alle Art vergeblich bemüht hatte, in China ein-zudringcn, entschloß er sich, von den Erzählungen portugies. Kaufleutc angeregt, die Besi-tzungen von Kongo und dv.s innere Afrika zu besuchen. Weder die Hindernisse, die ihm vonargwöhnischen Beamten in den Weg gelegt wurden, noch die Feindseligkeit der freien Neger-stämme, die von den Portugiesen viel zu leiden gehabt hatten, konnten ihn von der Ausfüh-rung seines Plans zurückschrecken. Mit Aufopferung einer Summe von beinahe 299666Francs durchstreifte er, von San-Fclippe in Benguela aus, nicht nur die den Portugiese»unterworfenen Königreiche Angola und Benguela, sondern drang auch in die gegen Ostenund Norden davon gelegenen Negerländer bis 25° 4' gegen Osten und >3° 27' gegenSüden vor, von wo er sich wieder nordwärts wandte, um sich im Hafen von Ambriz nachEuropa zu wenden. Nachdem er von einer heftigen Krankheit, die ihn in Nio-Janeiro be-fallen hatte, wicderhergestellt war, langte er am 29. Juni 1831 zu Paris an. Sein Berichtan die Geographische Gesellschaft machte so großes Aufsehen, daß ihm vor seinen MitbewerbernRichard und John Lander, welche die Mündung desQuorra oder Niger entdeckten, und demCapitain King, der die Südküste Amerikas und des Feucrlands bestimmte, 1832 die Preis-medaille für die wichtigste im 1.1839 gemachte Entdeckung zuerkannt wurde. Auch dieGeographische Gesellschaft zu London hat auf Barrow's Antrag sein Verdienst mittels desEhrcndiploms anerkannt. Seine „Vo> uge »u 6ongo et cksn« l'intei-ieur <1e l'^trigne eg»>-noxiule, lait iluns les annöes 1828, >829 et 1839" (3 Bde., Par. 1832 und oster), beideren Ausarbeitung ihm der Herausgeber der „ännules cle» voz-gAes", Eyries, behülflichgewesen ist, bietetdie wichtigsten Bereicherungen der gesammtengeographischen Wissenschaften.

Dover» eine kleine Seestadt in der engl. Grafschaft Kent, an der Meerenge von Ca-lais, Frankreich gegenüber, ist wegen des Hafens, der zu den sogenannten Fünfhäfen gehört»und wegen drrBefestigung merkwürdig, sowie auch wegen seiner Seebäder bekannt. DerOrt liegt auf einem 579 F. hohen Kalkfelsen, besteht aus drei Hauptstraßen, die am Ende