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4 (1845) D bis Entern
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444 Douglas Douglas (Geschlecht)

gesund. Das Departement hat großen Reichthnm an Wild, Holz, Bausteinen, Marmor,Stein- und Braunkohlen, Eisen und Salz. Die Bewohner nähren sich durch Gewin-nung der genannten Producte und außerdem durch Acker- und Weinbau, Pferde- undRind-viehzucht, Metallwaaren- und Uhrenfabrikation. Die Hauptstadt ist Besä ncon (s. d.).

Douglas, die Hauptstadt auf der im Irischen Meere gelegenen Insel Man (s. d.)an der Bai' gleiches Namens auf der Südostküste, der Sitz eines Bischofs, hat einen guten,durch ein Fort gesicherten Hafen und etwa 5000 E., welche Seehundsfang und Herings-fischerei treiben. In dor Nähe liegt Mora-Castle, ein Schloß der Herzoge von Athol,welche früher im Besitz der ganzen Insel waren. — Douglasin der südschot. GrafschaftClydesdale oder Lanark, ist als der Stammort der Familie Douglas (s. d.) bekannt, derenaltes Schloß jetzt ziemlich in Ruinen liegt, während das neue, dessen Bau im vorigen Jahrh.begann, noch nicht vollendet ist.

Douglas, das berühmteste und älteste Geschlecht Schottlands, ist in die Geschichteseines Vaterlandes vielfach verflochten. Bereits im 8. Jahrh. besaßen die Douglas die Län-dereien am Douglasflusse und galten als mächtige Kriegshäupter des Landes. — LordWilliam D. III., der nach acht geführten Schlachten 1303 in engl. Gefangenschaft starb,ist als der Stammvater aller Douglas anzusehen.— Sein ältester Sohn, Lord I amesD., ein großer Charakter, der Typus seines Geschlechts und ein Freund König Robert Bruce's,machte sich ebenso berühmt als gefürchtet durch seine verheerenden Züge und blutigen Schlach-ten gegen die Erbfeinde, die Engländer, und starb, aus einem Zuge nach Palästina begriffen,t 330 in Spanien im Kampfe gegen die Sarazenen. — WilliamD., gest. 1383, bewirktevon Eduard UI. die Freilassung des schot. Königs David und ward von dem Letztem dafürzum Grafen erhoben. — James D., sein Sohn und Nachfolger, ist berühmt durch seineKämpfe mit dem Ritter Percy Hotspur; er fiel siegreich 1388 in der großen Schlacht imNeedthale. — Sein einziger, aber natürlicher Sohn, William von Drumlanrig, wurde derStifter eines angesehenen Nebenzweigs, der noch gegenwärtig nach dem mannichfachstenWechsel in Hinsicht auf Macht, Würde und Einfluß in dem Marquis von Qucensberry,Viscount Drumlanrig, Lord D. von Hawick und Tibbers fortbesteht. — ArchimbaldD.,der zweite Nachfolger von James D-, zog Karl VU. von Frankreich gegen die Engländerzu Hülfe und siel als Anführer der Franzosen 1323 in der Schlacht bei Verneuil. — SeinSohn und Nachfolger, Archimbald D., gest. 1338, verlor zwar das seinem Vater vonFrankreich verliehene Herzogthum Touraine, sowie die Grafschaft Longueville, blieb aberdoch der mächtigste Große seines Landes und der Nebenbuhler des Hauses Stuart. SeineBesitzungen erstreckten sich über den Süden Schottlands; die Clans und Grundbesitzer derGrenzen waren in den Raub - und Kriegszügcn seine Vasallen geworden, und sein Stammwar mit allen Familien des Landes, selbst mit den StuartS vielfach verwandt. — Um dieMacht des Hauses D. zu zersplittern, warb William D., der dreizehnjährige Sohn undNachfolger des Vorigen, von den Regenten, Crichton und Livingston, an den Hof gelocktund 1331 daselbst rechtlos enthauptet. — William D., der Vetter und Nachfolger desErmordeten, ein kühner und stolzer Jüngling, brachte durch Heirath nochmals die Güter deSgräflichen Hauses D. zusammen; seine Persönlichkeit wie seine Macht erregten jedoch dieBesorgnis; des Königs Jakob's II. Unter sicherm Geleit wurde er an den Hof gezogen unddaselbst >352 von des Königs eigener Hand meuchlings ermordet. — Sein Bruder, Ja-mes D-, brachte nebst seinen Geschwistern ein Heer von 30000 M. gegen den Mörder zu-sammen ; allein der Abfall mächtiger Freunde und Vasallen, die sich dem harten Joche derD. zu entziehen suchten, rettete den Stuarts die Krone. Nach langen Kämpfen wurde end-lich James D. 1383 gefangen genommen und starb 1388 als Mönch im Kloster Linderes.Die Güter der Grafen vertheilte der König theils an die Seitenlinie Angus, theils an dasHaus Gordon; die Clans der Grenze wurden frei, da diese Besitzungen nach dem Falle desSchwarzen Douglas, wie man James D. nannte, Niemand behaupten konnte. — DasHaus Angus, dessen Stifter, George, ei» jüngerer Sohn des ersten GrafKi von D-, war,ererbte nun die Macht und den Einfluß des gestürzten Hauptstamms und ward nebst demHause Morton, wenn auch nicht mit Absicht, der Rächer an der Familie Stuart. — Ar-chimbald D., fünfter.Graf von Angus, der Katzenglöckner genannt, wirkte in der