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4 (1845) D bis Entern
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437
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Doris Dornburg Lu7

ten ihn jedoch, seine Stellung zum Theater aufzugcbcn und 1815 in Frankfurt am Maindie Stelle eines Vorspielers beim Orchester zu übernehmen. Im I. 1817 trat er indcß ausdiesem Verhältniß wieder heraus uud übernahm die Redaktion der frankfurter politischenZeitung. Nachdem die für politische Zeitungen höchst ungünstig sich gestaltenden Zeitum-stände ihn bewogen hatten, diese Redaktion wieder niederzulegcn, machte er eine Reise nachder Schweiz und Italien und wurde dann 18211 mit dem Charakter eines Hofraths Führerdes unter seiner Leitung zu Bonn studirendcn Prinzen Alexander von Sayn-Wittgenstein.Nachher privatisirte er zu Frankfurt am Main, wo er am I 0. Oct. 1833 starb. D. besaßein großes Erzählertalcnt und entwickelte eine Zeit lang eine ungemeine Fruchtbarkeit. Ge-wandtheit, Eleganz, Lebendigkeit der Darstellung und selbst Beweglichkeit der Phantasieentschädigen in seinen Novellen jedoch kaum für die Einförmigkeit der fast maschinenartigenErfindung und für den Mangel an geistiger Tiefe und höherer Tendenz. Unter seinen No-vellen sind besonders die damals sehr beliebten >822—33 jährlich herausgcgcbencn „Phan-tasiegemälde", ferner „Der Hirtenkrieg" (3 Bde., Franks. 1830), „Novellen" (1 Bde.,Franks. >831), „Das Opfer von Ostrolcnka, oder die Familie Kolesko" (3 Bde., Franks.1832), „Roland von Bremen" (3 Bde., Franks. 1832) zu nennen, die jedoch jetzt meist sogut wie vergessen sind. Unter seinen wenig bedeutenden dramatischen Arbeiten wurden seinDrama „Cervantes" und sein Lustspiel „Geliert" beifällig ausgenommen. Als Opcrntcxl-dichtcr lieferte er den Text zu Spvhr's „Berggeist" und zur „Näuberbraut" von Nies.

Doris, die Tochter des Oceanus und der Tethys, war die Gemahlin ihres BrudersNercuö (s. d.) und von diesem Mutter der Nereiden oder Doriden.

Doris, eine kleine gebirgige Landschaft im eigentlichen Hellas, zwischen Phocis, Ato-llen, Lokris und Thessalien, war die früheste Heimat der Dorer (s. d.), welche von hier ausin den Peloponnes wanderten. Mit ihren vier Städten Boum, Citinium, Erineus undPindus bildeten sie die sogenannte dorische Tetrapolis, die von den Maccdoniern, Ma-liern und andern Völkerschaften nach und nach gänzlich zerstört wurde, sodaß zur Zeit derRömer von diesen Städten nur noch dürftige Trümmer übrig waren. — Doris hieß aucheine Landschaft in Kleinasien an der Küste von Karien, welche von den Dorern, die sich hierniedergelassen hatten, bewohnt wurde und mit sechs Hauptstädten zu einem Bunde vereinigtwar, der jedoch nie in der Geschichte als selbständig sondern immer nur einer größern Machtuntergeordnet erscheint. Auf dem Vorgebirge Triopion bei Knidos feierten die Dorer ihregemeinsamen Bundesfeste, wobei außer den gewöhnlichen Kampfspielen auch politische Ge-genstände zur Berathung kamen. — Im heutigen Griechenland bildet Doris eine Eparchiedes Gouvernements Phocis (s d.), die ringsum von Gebirgen eingcschlossen, von demMauropotamo durchströmt wird und Lidonki und das alte Ägidium als Hauptorte zählt.

Dörnberg (Freiherr von), bekannt durch sein Unternehmen gegen den König Hiero-nymus Napoleon im I. 1809, stammt aus einer alten Familie Hessens, die in Hessen dasErbküchenmeisteramt bekleidet, und war unter der westfäl. Regierung Oberst der Gardejägcr.Empört durch den Druck seines Vaterlandes, nährte er die Hoffnung, das fremde Joch ab-zuwerfen und nahm an den geheimen Einverständnissen Theil, die in dieser Absicht durch^ ganz Deutschland unterhalten wurden. Ein Aufstand in dem Dorfe Walhausen am 21.Apr. 1809, welchen zu unterdrücken er abgeschickt wurde, brachte ihn, in der Hoffnung, daßer seine Truppen leicht überreden werde, auf den kühnen Gedanken, den König Hieronymusselbst gefangen zu nehmen. Die Soldaten weigerten sich jedoch, ihm Folge zu leisten undkehrten nach Kassel zurück. Da D., welchem kaum einige hundert Bauern blieben, denTruppen, die gegen ihn geschickt wurden, nicht zu widerstehen vermochte, so flüchtete er nachBöhmen, wo er in das vom Herzog von Braunschweig geworbene Corps trat, während erzu Kassel als Hochverräter zum Tode verurthcilt wurde. Er theilte die Unternehmungenund Schicksale dieses CorpS, bis er 18 l 2 in russ. Dienste trat, worauf er im Corps des Gra-fen Wittgenstein den Krieg gegen Frankreich mitmachte. Nach dem Frieden trat er als Ge-neralmajor in hannöv. Dienste; später wurde er Gcnerallieutenant und der hannöv. Ge-sandtschaft zu Petersburg attachirt, wo er seit 1832 den Gesandtschaftsposten bekleidet.

Dornburg, eine der ältesten, kleinern Städte Thüringens, mit etwa 600 E-, imGrvßherzogthume Sachsen-Weimar, drei Stunden von Jena, am linken Ufer der Saale auf