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4 (1845) D bis Entern
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436
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436 Dorigny Döring

Seekräste, zum Großkanzler des Königreichs Neapel, zum Ritter des goldenen Vließes erhobund das Fürstenthum Malst und die Herrschaft Tursis gab. Hierauf beschäftigte sich D. mitder Unterdrückung der türk. Seeräuberei und gewann auch 1532 an den griech. Küsten einenglänzenden Sieg über die türk. Flotte. Im I. > 535 leitete er die Eroberung von Tunis durchKarl V. mit solchem Glücke, daß sich Barbarossa Hayradin nicht zu widersetzen wagte, undals > 532 der Kaiser gegen D.'s Rath ein gleiches Unternehmen gegen Algier wagte, retteteer durch seine Thätigkeit die kaiserliche Macht vor gänzlichem Untergänge. Auch er hatte da- jbei einen Theil seiner Galeeren verloren, war aber bereits > 5-13 schon wieder so stark gern- lstet, daß er den Barbarossa von der franz. Flotte vor Nizza abschneiden konnte. Alt und mitStaatsgeschäften überhäuft, nahm D. seinen Neffen Giancttino D. zum Stellvertreterauf der See an, und dieser rechtfertigte das Vertrauen als Befehlshaber vollkommen; alleinals Erbe der Macht und des Ansehens seines Oheims erbitterte er durch Ubermuth die Bür-ger und den Adel Genuas, was am 3. Jan. 1537 zum Ausbruche der Verschwörung desFiesco (s. d.) führte, welche die Ermordung aller Doria bezweckte. Obschon D. den Todseines Neffen betrauerte, so zeigte er sich doch in Bestrafung dieses und eines andern An-schlags des Julius Cibo mit edler Mäßigung. Auch jetzt noch in hohem Alter unternahm erpersönlich mehre Seezüge und verjagte 1553 die Franzosen aus Corsica. Der Sohn Gia-neklino's, Giov. A ndrca D., den er nach der Ermordung des Vaters zu seinem Erben undNachfolger bestimmt hatte, überwand 15611 den berüchtigten Seeräuber Dargut, der D.1552 einen Theil seiner Galeeren zerstört hakte. D. starb >5611.

Dorigny (Michael), franz. Maler und Kupferstecher, gcb. zu St.-Quentin 1617,ein Schüler Simon Vouet's, gest. als Professor der Akademie zu Paris 1665, zeigte in seinenArbeite» kühne Ausführung und gute Behandlung des Lichts. Wie sein Lehrer, dessen ,Werke er ätzte, ließ er sich indeß manche Zeichnungsfehler zu Schulden kommen. — Sein <Sohn, Louis D., geb. 1653, ein Schüler Lebrun's, ging dann nach Italien und ließ sich inVerona nieder, wo er 1732 starb. — Der zweite Sohn, Nicolas D., gcb. 1658 zu Pa-ris, der als Kupferstecher den Vater und Bruder übertraf, hielt sich seiner Ausbildung we-gen fast 22 Jahre in Italien auf. Um die Cartons Rafael's zu Hamptoncourt zu stechen,ward er 1711 von König Georg l. nach England berufen und wegen der bewiesenen Mei-sterschaft zum Ritter erhoben. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im I. 1723 wurde er1725 Mitglied der Akademie in Paris und starb daselbst 1736. Einer seiner vorzüglichstenStiche außer jenen Cartons ist die Verklärung nach Rafael und die Apotheose der heil. Pe-tronilla nach Guercino. Sein Stich ist leicht und kräftig, und die Arbeit mit der Nadel unddem Grabstichel glücklich verbunden.

Döring (Friedr. Wilh.), deutscher Schulmann und Philolog, geb. am 9. Febr. >757 lzu Elsterberg im Voigtlande, erhielt auf der Schule zu Pforta und auf der Universität zuLeipzig seine Bildung, kam 1782 als Rector nach Guben, 1783 in gleicher Eigenschaft nachNaumburg und in demselben Jahre nach Gotha, wo er als Obcrconsistorialrath, nachdem er1833 seines Directorats am Gymnasium entbunden worden war, am 27. Nov. 1837 starb.Sowie D. in seinen rüstiger» Jahren ein trefflicher Lehrer war, so hat er sich auch als i

Schriftsteller um das Studium der lat. Sprache auf Schulen nicht unverdient gemacht, und ^

zwar rhcils durch seine „Anleitung zum Übersetzen aus dem Deutschen ins Lateinische" (> 1. .!Ausl., Jena 1835), theils durch seine Bearbeitung des Horaz (2 Bde., Lpz. 1803—23;Bd. l, 5. Aust., >839). Außerdem besitzen wir von ihm eine Ausgabe des Catull (2 Bde.,Lpz. 1788—92), den er später von neuem bearbeitete (Altona 1833), und die Fortsetzungdes von Stroth begonnenen Livius (7 Bde., Gotha 1796—1819). Bei allen diesen Lei-stungen ist die gute Wahl des Brauchbaren und ein richtiger Takt im Allgemeinen gewißanzucrkennen; auf der andern Seite jedoch kann der fast gänzliche Mangel an grammati- !scher Schärfe und das Zurückbleiben hinter den neuern philologischen Forschungen demTadel nicht entgehen. Eine Sammlung der kleinern lat. Abhandlungen, Reden und Ge- »dichte D.'s veranstaltete Wüstemann (Nürnb. 1839). I

Döring (Georg Christian Wilh. Asmus), seiner Zeit ein beliebter und fruchtbarer jNovellist, geb. am 11. Dec. 1789 zu Kassel, studirte in Göttingen und kehrte dann nach ;seiner Vaterstadt zurück, wo er für das Theater dichtete. Mancherlei Verhältnisse bestimm- j