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4 (1845) D bis Entern
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Doria (Andrea)

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welche den Venetianern gegen die Türken zum Entsätze von Cypern cntgegengeschickt wurde.Nationalhaß verzögerte indeß die Vereinigung der Flotten, und die Insel ging verloren. Imfolgenden Jahre kämpfte D. in der span. Flotte unter Don Juan von Ostreich, ließ aber seineGaleeren von der Hauptmacht abschneiden, wodurch die Türken die berühmte Schlacht beiLepanto beinahe gewonnen hätten. Von seinem Großoheim Andrea erbte D. 156V das Für-stcnthum Meist, die Herrschaft Tursis und viele andere Besttzthümcr im genues., mailänd.und sardin. Gebiet. Er starb 1666 und hinterließ zwei Söhne, von denen Jnnocenz 1642als Cardinal starb, während Andrea als letzter Sprößling das Geschlecht fortpflanzte. SeineNachkommen, die sich nach ihren Besißthümern in Neapel, Sardinien, dem Kirchenstaateund Genua in verschiedene Zweige theilten, sind die Fürsten von Melfi, Val de Turo, dieHerzoge von Tursis, Avcllo, die Marchese von Origlia u. s. w.

Doria (Andrea), als Held, Staatsmann und sittlicher Charakter der größte Mannseines Geschlechts und seines Jahrhunderts, der Sohn des hochbegabten Ceva D., war am36. Nov. 1468 zu Carrascosa im Genuesischen geboren. Seine Jugend fiel in die Zeit, woGenua die Selbständigkeit an Mailand verloren hatte. Um sich für eine öffentliche Laufbahnzu bilden, ging er im Alter von l 6 Jahren zu Dominicus D., seinem Verwandten, einem päpst-lichen Feldhcrrn, dann an den Hof des Herzogs Friedrich von Urbino, der damals der Mittel-punkt ausgezeichneterMänner war, später nach Neapel in die Dienste König Ferdinand's, wo ersich den Ruf eines einsichtsvollen Kriegers erwarb. Von einer Wallfahrt nach Jerusalem zu-rückgekehrt, fand er sein Vaterland durch Bürgerkrieg zerrüttet, und war nun eifrigst be-müht, die Ruhe zwischen Volk und Adel wiederherzustellen. Sein bescheidenes, zuverlässi-ges Wesen nahm die Bürger so ein, daß man ihm 1513, nach Vertreibung der Franzosen,den Oberbefehl über die Galeeren gab. D. vertrieb nun die Franzosen vollends aus den See -plätzen, reinigte den Golf von Genua von den Seeräubern und schwang sich schnell zu einemberühmten Admiral empor. Als Janus Frcgoso die Verfassung änderte und Genua unterfranz. Schuhhcrrschaft stellte, unterstützte ihn der bereits einflußreiche D., weil er es im Immesse der Republik hielt. Er trat mit seinen eigenen und den genues. Schiffen in die DiensteFranz's I. von Frankreich und wurde von demselben 1524 zum Admiral der vereinigten Flot-ten erhoben, worauf er den Spaniern bedeutende Verluste zufügte. Dessenungeachtet behan-delten die Franzosen D. mit Geringschätzung, und der Papst, um den Übertritt des wichtigenBundesgenossen zum Kaiser zu verhindern, fand es gerathen, denselben in seine Dienste zunehmen. Mit sechs Galeeren erschien nun D. vor dem von den Spaniern genommenen Ge-nua, schlug den zum Entsätze herbeicilenden Vicckönig Lannoy und vertheidigte mit diesergeringen Macht, mit der sich die eifersüchtigen Franzosen nicht vereinigen mochten, auch denwichtigen Hafen von Civitavecchia gegen die Kaiserliche». Endlich, da Clemens VII. nachder Plünderung Noms nicht mehr im Stande war, eine Flotte zu halten, wurde Franz 1.bewogen, den D. mit acht Galeeren wieder in Dienste zu nehmen; zugleich wurden demsel-ben wichtige Vortheile für Genua und ihm selbst die Statthalterschaft versprochen. D. halsdie Spanier vollends vertreiben, sah sich aber in den Versprechungen völlig getäuscht. Erhatte im Jan. 1528 seinen Neffen Philipp mit zehn Galeeren zur Unterstützung der Fran-zosen vor Neapel gesandt, und dieser schlug nicht nur den Vicekönig Moncada, sondern nahmauch viele angesehene Männer gefangen, denen er versichern mußte, daß sie nicht an Frank-reich ausgeliefert würden. Franz I. stellte aber dennoch ein solches Ansinnen an D-, und die-ser, empört und in seiner persönlichen Freiheit bedroht, ging plötzlich zur Sache Kaiser Karl's V.über und wurde von demselben unter der Bedingung, daß die Selbständigkeit Genuas geach-tet werde, in Dienste genommen. D. verjagte nun die Franzosen erst aus Neapel, dann ausGenua. Als Bundesgenosse des Kaisers und im Besitze der besten Flotte damaliger Zeit,hätte er sich jetzt können ohne Mühe zum Herrscher von Genua aufwerfen; allein er gab dasBeispiel der edelmüthigsten Entsagung und befestigte die Cristen; der Republik im Vereinemit den Bürgern durch eine neue umfängliche Verfassung, die bis zur Auflösung des Staatsbestanden hat. Von Bewunderung und Dankbarkeit erfüllt, gaben ihm dafür die Bürgerdurch einen Senatsbeschluß den Titel des Wiederherstellers der Freiheit. Auch beim Kai-ser erwarb er sich durch diese That volles Vertrauen, der ihn zum Oberbefehlshaber seiner

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